News Corporation Geschäftspartner verklagen Murdoch wegen Vetternwirtschaft

Rupert Murdoch wird von den Mitgesellschaftern seines Medienimperiums News Corp. verklagt. Die Kläger werfen dem Medienunternehmer die Bevorteilung von Familienangehörigen vor. Ein Konzernsprecher bezeichnete die Klage als unbegründet.
Rupert Murdoch: Der Medienmogul soll seine Familie bevorteilen

Rupert Murdoch: Der Medienmogul soll seine Familie bevorteilen

Foto: PIERRE VERDY/ AFP

London - Geschäftspartner von Medienmogul Rupert Murdoch haben den 80-Jährigen wegen Vetternwirtschaft verklagt. Die Miteigentümer seiner News Corporation werfen dem Medienmanager vor, bei Geschäften seine Familienangehörigen zu bevorteilen, berichtete die "Financial Times". Murdoch betreibe die Unternehmensgruppe wie ein "Süßwarengeschäft in Familienregie".

Die News Corporation hatte Murdochs Tochter Elisabeth 675 Millionen Dollar (483 Millionen Euro) für deren Fernsehproduktionsgesellschaft Shine Group gezahlt. Dieser Preis sei deutlich zu hoch, hieß es von den Klägern - einer kleinen US-Bank und einem Pensionsfonds. Die 42-jährige Elisabeth Murdoch hatte bei dem Deal zusätzlich einen Sitz im Vorstand der News Corp. versprochen bekommen.

"Außer dass der Vorstand von News Corporation zunehmend mit Angehörigen bestückt wird, hat Murdoch eine Neigung entwickelt, seine Familie auch finanziell zu bevorzugen", beklagen die Amalgamated Bank of New York und der Fonds Central Laborers Pension Fund. Die Kläger verlangen Schadensersatz und das Eingeständnis des Managements, dass Treuepflichten verletzt wurden. Ein Sprecher des Konzerns bezeichnete die Klage als unbegründet.

Zur News Corp. gehören das Filmstudio 20th Century Fox, die Fernsehsender-Kette Fox, Zeitungen wie das "Wall Street Journal", die britischen "Times" und "Sun" sowie Buchverlage. In Deutschland kontrolliert Murdoch den in der Dauerkrise steckenden Bezahlsender Sky Deutschland.

sk/dpa
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