Hohe Verluste Wetter verhagelt Air Berlin die Bilanz

Die Fluggesellschaft Air Berlin musste im vergangenen Jahr einen hohen Verlust verbuchen. Der strenge Winter in Europa, Flugausfälle und Streiks haben Deutschlands zweitgrößter Airline schwer zugesetzt. Auch der Umsatz blieb hinter den Erwartungen.
Flugzeuge am Boden: Wegen der Aschewolke aus Island konnte Air Berlin im Frühjahr 2010 nicht starten

Flugzeuge am Boden: Wegen der Aschewolke aus Island konnte Air Berlin im Frühjahr 2010 nicht starten

Foto: DDP

Frankfurt am Main - Der operative Verlust habe sich 2010 infolge von Sonderbelastungen auf 9,3 Millionen Euro belaufen, teilte Air Berlin mit. Im Vorjahr hatte die zweitgrößte deutsche Fluggesellschaft nach Lufthansa noch einen Betriebsgewinn von 28,5 Millionen Euro verbucht.

Unter dem Strich belief sich der Verlust 2010 sogar auf 97,2 Millionen Euro (Vorjahr minus 9,5 Millionen). Der Konzernumsatz blieb den Angaben nach mit einem Zuwachs von knapp 15 Prozent auf 3,72 Milliarden Euro ebenfalls hinter den Erwartungen zurück.

Die ungewöhnlich strenge Witterung in vielen Ländern Europas hatte der Fluggesellschaft in den Wintermonaten das Geschäft verhagelt. Aber auch im Frühjahr 2010 hatte es infolge des Vulkanausbruchs auf Island Flugausfälle gegeben. Darüber hinaus hätten der Fluglotsenstreik in Spanien und die Ankündigung von Streikmaßnahmen bei Air Berlin  selbst deutliche Spuren im Geschäftsergebnis hinterlassen, hieß es.

mg/rtr/dpa-afx

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