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Riesen der Weltmeere: Die größten Containerschiffe

Foto: dapd/ CMA CGM/ Hafen Hamburg

Rekordergebnis Börsenaspirant Hapag-Lloyd hakt Krise ab

Die Containerreederei Hapag-Lloyd hat im vergangenen Jahr von dem Aufschwung der Weltwirtschaft profitiert. Frachtraten und Umsatz legten kräftig zu. Die Ergebnisse bedeuten Rückenwind für den geplanten Börsengang. Die Entscheidung dafür soll am Donnerstag fallen.

Frankfurt am Main - Die vor einem Börsengang stehende Containerreederei Hapag-Lloyd hat im Jahr 2010 von der Erholung der Weltwirtschaft profitiert und ein Rekordergebnis eingefahren. Das operative Ergebnis (Ebit) verbesserte sich dank einer steigenden Transportnachfrage nach vorläufigen Zahlen auf 583 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Montag mitteilte. 2009 hatte noch ein Verlust von 603 Millionen Euro zu Buche gestanden.

Der Umsatz kletterte um 39 Prozent auf 6,2 Milliarden Euro. Die Frachtraten stiegen um ein Viertel. Den vollständigen Konzernabschluss will Hapag-Lloyd am 18. März präsentieren.

Auch große Konkurrenten wie der dänische Schifffahrts- und Ölkonzern A.P. Moller-Maersk haben die Krise hinter sich gelassen und verdienen inzwischen wieder prächtig. Den Hapag-Eignern - dem Touristikkonzern Tui  und dem Konsortium Albert Ballin - hilft der konjunkturelle Rückenwind für die Börsenpläne.

Tui-Finanzvorstand Horst Baier hatte unlängst eine Platzierung der ehemaligen Tochter noch vor dem Sommer nicht ausgeschlossen. Kreisen zufolge soll Hapag-Lloyd sogar noch vor Ostern an die Börse kommen. Die Vorentscheidung dürfte bereits am Donnerstag fallen. Dann tritt der Tui-Aufsichtsrat zusammen. Hapag-Lloyd wäre der erste Milliarden-Börsengang in Deutschland seit drei Jahren. Der Reisekonzern hält noch knapp unter 50 Prozent an der Reederei.

Letztmals war in Deutschland im November 2007 ein Börsengang gelungen, bei dem Aktien für mehr als eine Milliarden Euro platziert wurden: der des Hamburger Hafenkonzerns HHLA.

rei/reuters