Nervige Bahnstreiks Lokführer arbeiten am Vormittag nicht

Wegen Warnstreiks der Lokführer sind am Freitagmorgen bundesweit erneut Züge stehenblieben. Der Arbeitskampf soll bis 11.30 Uhr dauern und den Betrieb bei der Deutschen Bahn und sechs großer Privatbahnen treffen - nur nicht die Berliner S-Bahn der Deutschen Bahn, die im zu schlechten Zustand ist.
Nach dem Streik ist vor dem Streik: Lokführer nerven heute wieder Deutschland

Nach dem Streik ist vor dem Streik: Lokführer nerven heute wieder Deutschland

Foto: Andreas Gebert/ dpa

Berlin - Die Lokführer haben am Freitagmorgen um 8.30 Uhr eine zweite Warnstreikwelle gestartet. Wie bereits am Dienstag sollen die Deutsche Bahn AG und ihre sechs größten privaten Konkurrenten flächendeckend bestreikt werden, wie GDL-Sprecher Stefan Mousiol am Morgen erklärte. Das Ausmaß der Behinderungen werde ebenfalls ähnlich werden. Regionale Schwerpunkte seien Rhein-Main, Stuttgart und Hamburg. Ausgenommen bleibt die auch ohne Streik gebeutelte S-Bahn in Berlin.

Geplant ist ein Ausstand über drei Stunden bis 11.30 Uhr, er ist damit eine Stunde länger als vor drei Tagen. Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer will mit den Aktionen ein besseres Angebot der Arbeitgeber erzwingen und einen flächendeckenden Tarifvertrag durchsetzen.

Man habe mit dem Startbeginn um 08.30 Uhr Rücksicht auf die Pendler genommen, sagte GDL-Chef Claus Weselsky am Freitagmorgen der Nachrichtenagentur dpa. "Wer das also seit gestern Abend 18.00 Uhr weiß, konnte sich heute früh drauf einstellen." Der Streik werde aber Auswirkungen bis zum Abend haben und damit den Rückreiseverkehr für Wochenendpendler tangieren.

In dem Tarifkonflikt kämpft die GDL neben einer Entgelterhöhung vor allem für einen flächendeckenden Tarifstandard auf dem hohen Niveau der Deutschen Bahn (DB). Davon würden die Lokführer bei der DB-Konkurrenz profitieren. Die DB nennt den Arbeitskampf überzogen und kritisiert, dass die GDL ein Spiel auf dem Rücken der Kunden treibe.

kst/dapd/afp
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