Versicherer Neuseeland-Erdbeben kostet Milliarden

Nach dem jüngsten Erdbeben in Neuseeland müssen sich die Versicherungen auf enorme Kosten gefasst machen. Mit bis zu zwölf Milliarden Dollar könnten die Schäden in der Stadt Christchurch zu Buche schlagen, schätzen Experten.
Milliardenschaden: Das Erdbeben in Neuseeland kommt die Versicherer teuer zu stehen

Milliardenschaden: Das Erdbeben in Neuseeland kommt die Versicherer teuer zu stehen

Foto: Mark Mitchell/ AP

Christchurch - Die Summe von zwölf Milliarden Dollar veranschlagt die Bank J.P. Morgan internen Berechnungen zufolge, über die ein Vertrauter Reuters am Mittwoch unterrichtete. Mit dieser Summe wären die Versicherungsschäden die zweithöchsten für Erdbeben weltweit. Allein das Northridge-Erdbeben 1994 in den USA war dem Institut für Versicherungsinformationen zufolge mit 20,3 Milliarden Dollar noch teurer.

Die zu erwartenden Kosten haben bereits Institute wie die Deutsche Bank und Credit Suisse dazu veranlasst, ihre Gewinnerwartungen für australische Versicherer um bis zu 32 Prozent zu senken. Die größten Versicherer in Neuseeland sind die Insurance Australia Group und Suncorp, ebenfalls aus Australien. Sie gehen davon aus, dass der Großteil der Schadensfälle durch Rückversicherer und staatliche Hilfen in Neuseeland abgedeckt wird.

Die Ratingagentur S&P prognostiziert den Versicherungen in Neuseeland ebenfalls Belastungen, die aber durch umfassenden Rückversicherungsschutz und die Kapitalstärke der Versicherungen abgefedert werden können.

cr/rtr
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