Otto Ertragsziel verfehlt

Der Otto-Konzern verfehlt nach einem Medienbericht sein Ertragsziel. Das Unternehmen sieht sich aber "auf einem guten Weg". Besonders das Online-Geschäft wachse "enorm".
Konzern im Wandel: Auch das brasilianische Model Gisele Bündchen posierte zeitweise für den Hamburger Otto Versand. Inzwischen setzt der Konzern stärker auf das Online-Geschäft

Konzern im Wandel: Auch das brasilianische Model Gisele Bündchen posierte zeitweise für den Hamburger Otto Versand. Inzwischen setzt der Konzern stärker auf das Online-Geschäft

Foto: DPA / OTTO

Hamburg - Der Handelskonzern Otto hat sein Ertragsziel im zu Ende gehenden Geschäftsjahr verfehlt. Die Gewinnmarge von 4 Prozent werde 2010/11 noch nicht erreicht, sagte Aufsichtsratschef Michael Otto dem "Focus". "Wir sind aber auf einem guten Weg", sagte der Manager dem Vorabbericht des Magazins zufolge.

Der Umsatz in dem am 28. Februar endenden Geschäftsjahr sei auf über elf Milliarden nach 10,1 Milliarden Euro im Vorjahr gewachsen. Auch der Gewinn falle deutlich höher aus als im Jahr zuvor, als 200 Millionen Euro in den Büchern standen.

Im Online-Handel, wo Otto sich als zweitgrößtes Unternehmen nach Amazon.com sieht, wachse das Unternehmen enorm, sagte Otto dem Magazin. An die Börse wolle Otto nicht. "So sind wir unabhängig", zitiert "Focus" den 67-jährigen, der mit seiner Familie sämtliche Firmenanteile hält. Wann sein 35-jähriger Sohn in den Konzern eintrete, werde er diesem selbst überlassen. Der familienfremde Hans-Otto Schrader sei ein exzellenter Vorstandsvorsitzender, lobte Otto seinen Nachfolger an der Konzernspitze. Zu dem Hamburger Familienunternehmen gehören auch Marken wie Baur, Bonprix und Crate und Barrel.

ag/dpa-afx
Mehr lesen über