Umfrage Dax-Konzerne gegen Frauenquote

Die Mehrheit der 30 Dax-Konzerne lehnt eine Frauenquote einer Umfrage zufolge ab. Nur neun Unternehmen plädieren dafür, dass der Anteil der weiblichen Führungskräfte gesetzlich vorgeschrieben wird - wie beispielsweise die Lufthansa.
Frauen in Führungspositionen: Bei der Lufthansa sind 41 Prozent der Führungskräfte weiblich

Frauen in Führungspositionen: Bei der Lufthansa sind 41 Prozent der Führungskräfte weiblich

Foto: Lufthansa

Berlin - Insgesamt 21 der 30 Dax-Unternehmen hätten den Vorschlag einer gesetzlichen Frauenquote zurückgewiesen, berichtete die "Berliner Zeitung" unter Berufung auf eine eigene Umfrage. Nur der Münchener Versicherungskonzern Allianz habe sich vorsichtig zustimmend zu einer gesetzlichen Frauenquote geäußert. Acht weitere Dax-Firmen hätten eine Stellungnahme abgelehnt.

Dem Bericht zufolge ist im Schnitt der jeweiligen Anteile bei den Dax-Konzernen nur jede sechste Führungskraft eine Frau (17,6 Prozent). Besonders wenige Frauen arbeiteten in leitender Stellung beim Industriekonzern ThyssenKrupp  (6 Prozent), beim Chemiekonzern BASF  (6,5 Prozent) und bei der Bergbaufirma Kali und Salz  (7 Prozent).

Die für eine Frauenquote aufgeschlossene Allianz  belege hinter der Lufthansa  den zweiten Platz unter den Unternehmen mit den meisten weiblichen Führungskräften. Bei dem Versicherungskonzern sei nach Angaben des Unternehmens jede dritte Führungskraft eine Frau, bei der Lufthansa seien 41 Prozent der Beschäftigten mit Personalverantwortung weiblich.

mg/dapd
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