Streit um ACS-Übernahme Hochtief-Betriebsratschef wirft hin

Der Hochtief-Konzernbetriebsratschef Siegfried Müller ist nach dem Streit um eine Übernahme durch den spanischen Baukonzern ACS mit der Gewerkschaft IG Bau von seinem Amt zurückgetreten. Aus der Gewerkschaft will er auch austreten.
Rücktritt: Hochtief-Betriebsratschef Müller will auch aus der IG Bau austreten

Rücktritt: Hochtief-Betriebsratschef Müller will auch aus der IG Bau austreten

Foto: Bernd Thissen/ dpa

Essen - Der Hochtief-Konzernbetriebsratschef Siegfried Müller ist nach dem Streit um eine Übernahme durch den spanischen Baukonzern ACS mit der Gewerkschaft IG Bau von seinem Amt zurückgetreten. Dies bestätigte eine Sprecherin des Unternehmens der Nachrichtenagentur AFP am Samstag in Essen. Zu dem Streit war es gekommen, weil die Gewerkschaft mit ACS frühzeitig eine Vereinbarung zur künftigen Zusammenarbeit geschlossen hatte. Müller hatte IG-Bau-Chef Wiesehügel daraufhin vorgeworfen, die Absprachen mit ACS gingen zu Lasten der Belegschaft und forderte den Rücktritt Wiesehügels im Hochtief-Aufsichtsrat.

Müller sagte den Zeitungen der Essener WAZ-Mediengruppe vom Samstag, er trete nun "definitiv" aus der IG Bau aus. Er war dem Bericht zufolge knapp zwei Jahre Vorsitzender des Konzernbetriebsrats und bleibt Betriebsratschef für die Essener Unternehmenszentrale. ACS hält 33,49 Prozent der Hochtief-Aktien und damit ein Drittel der Anteile an dem deutschen Unternehmen. Ab 30 Prozent der Anteile hat in Deutschland ein Unternehmen laut gesetzlicher Definition die Kontrolle eines anderen Unternehmens übernommen.

cr/dpa
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