Airbus-Testflug Unfall bei Tankmanöver

Ein Airbus-Tankflugzeug hat bei einem Testflug über dem Atlantik einen Teil seines Betankungssystems verloren. Der Zwischenfall ereignete sich zu einem denkbar schlechtem Zeitpunkt: Die USA wollen demnächst rund 180 Tankflugzeuge bestellen. Wer den Auftrag bekommt, ist noch unklar.
Airbus A330 MRTT: Über dem Atlantik brach die Spitze des Betankungsauslegers ab

Airbus A330 MRTT: Über dem Atlantik brach die Spitze des Betankungsauslegers ab

Foto: HO/ AFP

Madrid - Der Zwischenfall ereignete sich am Mittwoch auf einen Testflug westlich von Portugal, als der australische Airbus-Flieger vom Typ A330 MRTT eine portugiesische F-16 betanken sollte, wie eine Sprecherin der EADS-Sparte Airbus Military bestätigte.

Die Spitze des Betankungsauslegers sei bei dem Manöver abgebrochen. In der Folge sei der Ausleger an den Rumpf gestoßen und daraufhin ins Meer gefallen. Den Angaben zufolge wurden dabei beide Maschinen beschädigt. Allerdings hätten sie sicher an ihre Heimatflughäfen zurückkehren können.

Airbus Military entwickelt in Madrid die Flugzeuge in dieser Ausführung für die australischen Streitkräfte. Die Australier haben fünf Maschinen bestellt. Eine Untersuchung des Zwischenfalls läuft. Die Auslieferung werde sich dadurch aber nicht verzögern, sagte die Sprecherin.

Auch die USA wollen seit einiger Zeit 179 Tankflugzeuge für ihre Luftwaffe bestellen. Eine Entscheidung könnte noch im ersten Quartal fallen. EADS  will sich mit dem A330 MRTT gegen die Konkurrenz des US-Konkurrenten Boeing  durchsetzen. Dabei geht es zunächst um einen Auftragswert von 35 Milliarden Dollar.

mg/dpa-afx
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