Milliardenübernahme Dupont kauft Danisco

Der US-Chemiekonzern Dupont übernimmt für knapp fünf Milliarden Euro das dänische Unternehmen Danisco. Mit dem langjährige Partner der Amerikaner, der Lebensmittelzusatzstoffe herstellt, kauft sich Dupont ein neues Geschäftsfeld.
Chemiekonzern Dupont: Bisher eher für schusssichere Westen bekannt

Chemiekonzern Dupont: Bisher eher für schusssichere Westen bekannt

Foto: REUTERS

Wilmington - Für 6,3 Milliarden Dollar (rund 4,9 Milliarden Euro) will der US-Chemiekonzern Dupont den dänischen Hersteller von Lebensmittelzusatzstoffen, Danisco, kaufen. Das teilte Dupont in Wilmington mit.

In der Summe sei die Übernahme von Schulden von Danisco in Höhe von 500 Millionen Dollar enthalten. Den Danisco-Anteilseignern werden 665 dänische Kronen je Aktie geboten. Die Spitze des dänischen Unternehmens unterstütze die Offerte.

Der US-Konzern will drei Milliarden Dollar des Kaufpreises aus bestehenden Mitteln finanzieren - der Rest soll aus neuen Krediten stammen. Im laufenden Jahr werde die Übernahme den Gewinn um 30 bis 45 Cent je Aktie drücken. Bislang hat Dupont einen Überschuss von 3,30 bis 3,60 Dollar je Aktie in Aussicht gestellt. Ab dem kommenden Jahr solle der Zukauf unter dem Strich profitabel sein.

Dupont-Chefin Ellen Kullman teilte mit, Danisco sei ein langjähriger erfolgreicher Partner des US-Chemiegiganten und setze nachweislich auf nachhaltiges Wachstum. Der dänische Konzern mit seinen biotechnischen Fähigkeiten, seiner Forschungsabteilung und seinen speziellen Lebensmittelzutaten sei wirtschaftlich attraktiv. Danisco biete für die Lebensmittel- und Biowissenschaftssparte von Dupont "klare Synergien".

Der US-Konzern kauft sich damit de facto ein neues Geschäftsfeld. Er ist bislang eher für Chemie- und Schutzmaterialen wie für schusssichere Westen bekannt als für biologisch aufgerüstetes Getreide oder Sojabohnen. Allerdings hat Dupont bereits 1999 für 7,7 Milliarden Dollar den Samenhersteller Pioneer gekauft.

mg/dpa
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