Sonntag, 21. Juli 2019

CTI-Ranking Autobauer genießen größtes Vertrauen

Automobilindustrie: VW, BMW und Daimler punkten im Vertrauensranking

2010 war ein gutes Jahr für das öffentliche Bild der Dax-Konzerne: Fast alle konnten ihr Image verbessern und Vertrauen gewinnen. Das belegt eine Exklusivstudie von Presse-Monitor und der Universität Leipzig. Besonders positiv tun sich Volkswagen, BMW und erstmals Daimler hervor.

Leipzig - In der öffentlichen Wahrnehmung der Dax-Konzerne wird drei Autoherstellern am meisten vertraut. Während Volkswagen Börsen-Chart zeigen und BMW Börsen-Chart zeigen die Plätze eins und zwei aus dem Vorjahr halten konnten, gelang es Daimler Börsen-Chart zeigen sogar, sich von Platz vier auf Position drei vorzuarbeiten.

Waren die Autobauer während der Krise noch heftig für ihre auslaufenden Geschäftsmodelle gescholten worden, ist die Zukunft scheinbar rosiger denn je. Das Vertrauensranking der Universität Leipzig und PMG Presse-Monitor, das manager magazin exklusiv präsentiert, zeigt einmal mehr: Deutschland einig Autoland. Das Ranking analysiert die Berichterstattung über die Dax-Konzerne in 13 deutschen Meinungsführermedien ( siehe Methode). Im Zentrum stehen dabei unterschiedliche Formen von Vertrauen, das die Firmen genießen.

Auch für die "Kellerkinder" 2010 hält der Vertrauensindex noch gute Nachrichten bereit. So belegt Infineon Börsen-Chart zeigen nach Platz 30 im Vorjahr dieses Jahr zwar den letzten Platz. Doch der Indexwert des Unternehmens hat sich immerhin um 16,3 Punkte verbessert. Ging der letzte Platz 2009 noch mit minus 104 Punkten an die Deutsche Telekom Börsen-Chart zeigen, weist Infineon 2010 lediglich minus 21,5 Punkte auf. Das gesamte Feld hat sich also nach oben verschoben.

Betrachtet man alle Dax-Konzerne zusammen, ist das öffentliche Vertrauen tatsächlich messbar gestiegen. Betrug der saldierte Vertrauenswert 2009 noch 1991 Zähler, so stieg er 2010 auf 3019 an, ein Zuwachs um fast 52 Prozent. "Vertrauen ist für Unternehmen nicht nur in der Krise wichtig, sondern ein zentraler Faktor für den wirtschaftlichen Aufschwung" sagt Ansgar Zerfaß, Professor für Kommunikationsmanagement an der Universität Leipzig.

Der steigende Stellenwert von Vertrauen in der Öffentlichkeit wird durch die gestiegene Thematisierung in den Medien belegt. Wurden in den untersuchten Zeitungen und Zeitschriften zwischen dem 1. Januar und dem 12. Dezember 2009 noch 12.551 vertrauensrelevante Artikel publiziert, waren es 2010 schon 14.709 Artikel, was einem Anstieg von 17 Prozent entspricht. Insgesamt stehen im Corporate Trust Index 2010 einer Zahl von 21 Gewinnern lediglich zehn Verlierer gegenüber, wobei die Vertrauenszuwächse mit 58,4 Punkten im Schnitt deutlich höher lagen als die Verluste mit 18 Punkten.

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