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Das Objekt der Begierde: Hochtief im Überblick

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Abwehrkampf Leighton unterstützt Hochtief

Die australische Hochtief-Tochter Leighton schlägt sich auf die Seite der Deutschen. Leighton-Chef David Mortimer erwägt, sich ebenso wie Hochtief an die höchste australische Kontrollinstanz zu wenden, um seine Minderheitsaktionäre zu schützen.

Sydney - Nach Hochtief werde sich womöglich auch Leighton an den Übernahmeausschuss wenden, den der Baukonzern zur Abwehr eines Kaufs durch ACS anrufen will, sagte Leighton-Chef David Mortimer. Leighton werde das Vorgehen des Gremiums beobachten und wolle seine Minderheitsaktionäre schützen.

Gleichzeitig hielt der Vorstandsvorsitzende David Mortimer aber die Tür für die Spanier offen: er begrüßte Zusagen von ACS, bei einer Übernahme von Hochtief  die Unabhängigkeit Leightons zu bewahren.

Hochtief will die australische Kontrollinstanz dazu bringen, von ACS auch ein Angebot für die Konzerntochter Leighton zu verlangen. Die Essener hoffen, die Kosten einer Übernahme von Hochtief damit für die hoch verschuldeten Spanier in nicht bezahlbare Höhen zu treiben.

Die australische Börsenaufsicht hatte den Fall an das so genannte Takeovers Panel verwiesen. Hochtief will dieses in Kürze anrufen. Das Gremium entscheidet in der Regel binnen einer Woche, ob es einen Fall annimmt. Eine Entscheidung über den Antrag von Hochtief könnte die Instanz dann zwei bis drei Wochen später treffen.

Anwälten zufolge könnte das Gremium zugunsten von Hochtief entscheiden, wenn es das Angebot von ACS als nicht akzeptabel einschätzt. Dies könne der Fall sein, wenn die Spanier über Hochtief die Kontrolle von Leighton erhalten wollten, ohne für die Tochter zu bieten.

Hochtief hält 54,5 Prozent an Leighton. Die restlichen Aktien der Australier haben einen Marktwert von etwa 3,6 Milliarden Euro. Damit ist Leighton an der Börse doppelt so viel Wert wie die deutsche Mutter.

An Hochtief hält ACS bereits knapp 30 Prozent. Die Spanier wollen sich nun die Mehrheit sichern.

mg/dpa-afx/rtr
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