Volkswagen Winterkorn soll mindestens bis 2015 bleiben

Martin Winterkorn soll den Volkswagen-Konzern offenbar noch mindestens vier weitere Jahre führen. Zwei Magazinberichten zufolge ist sich der 63-Jährige darüber mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden Ferdinand Piëch einig. Der VW-Chef sieht für seine künftige Amtszeit einen "Kraftakt" auf sich zukommen.
Duo mit Zukunft: Volkswagen-Chef Martin Winterkorn (l.) genießt das Vertrauen des Aufsichtsratsvorsitzenden Ferdinand Piëch

Duo mit Zukunft: Volkswagen-Chef Martin Winterkorn (l.) genießt das Vertrauen des Aufsichtsratsvorsitzenden Ferdinand Piëch

Foto: dapd

Hamburg/München - VW-Chef Martin Winterkorn, dessen Vertrag noch bis Ende 2011 läuft, will länger an der Spitze des Wolfsburger Konzerns bleiben. "Es macht mir Spaß, ich fühle mich fit und wäre deshalb nicht abgeneigt, weiterzuarbeiten, wenn der Aufsichtsrat das wünscht", sagte Winterkorn dem Hamburger Nachrichten-Magazin "Der Spiegel" laut Vorabmeldung vom Samstag.

Es gebe im Konzern "viele Themen, bei denen Kontinuität an der Spitze hilfreich ist". Das Nachrichtenmagazin "Focus" berichtete derweil unter Berufung auf Aufsichtsratskreise, dass Winterkorns Vertrag um mindestens vier Jahre verlängert werde. Die offizielle Entscheidung werde das Kontrollgremium schon im November oder spätestens im Februar 2011 treffen.

Im "Spiegel"-Interview räumte Winterkorn ein, dass sein Ziel, bis 2018 Toyota  als größten Autohersteller der Welt abzulösen, "ein Kraftakt" sei. Die angestrebte Steigerung der Produktion auf zehn Millionen Fahrzeuge, die Integration von Porsche  und die Zusammenarbeit mit Suzuki  seien ambitionierte Ziele und "alles keine Selbstläufer".

Bei Porsche sieht Winterkorn Versäumnisse. Bei manchen Themen spüre man, dass dort während der Übernahmeschlacht mit Volkswagen  "eher Finanzthemen im Zentrum des Interesses standen als das Produkt, das Auto". Winterkorn kündigte ein zusätzliches Porsche-Modell an - einen neuen Geländewagen, "ein kleiner Bruder des Cayenne, der Cajun heißen könnte".

Der 63-jährige Winterkorn leitet den Autohersteller seit Anfang 2007. Er gilt als enger Vertrauter des Aufsichtsratschefs Ferdinand Piëch. Laut "Focus" unterstützt der Chefkontrolleur die Vertragsverlängerung ebenso wie die Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat. Betriebsratschef Bernd Osterloh hatte sich bereits dafür ausgesprochen, dass Winterkorn noch länger den Konzern führt.

nis/dpad/dpa
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