Kohlekraftwerke Wissenschaftler halten CO2-Speicherung für ausgeschlossen

Eine zentrale Zukunftstechnologie der Energiewirtschaft weckt starke Zweifel von Wissenschaftlern. Die unterirdische Speicherung von Kohlendioxid aus Kohlekraftwerken sei praktisch unmöglich, heißt es laut einem Pressebericht in einer Studie für das Bundesumweltministerium.
Umstrittene Technologie: Tanks zur Einlagerung von Kohlendioxid unter der Erde

Umstrittene Technologie: Tanks zur Einlagerung von Kohlendioxid unter der Erde

Foto: ddp

Berlin - Das Wuppertaler Institut für Klima, Umwelt, Energie hält die unterirdische Verpressung von klimaschädlichem Kohlendioxid "im Grunde" für ausgeschlossen. Das berichtet die "Berliner Zeitung". Bei der vom Energiekonzern Vattenfall geplanten CCS-Technologie soll das Kohlendioxid in poröse Gesteinschichten verpresst werden und das dort befindliche extrem salzige Wasser verdrängen.

In seiner Studie für das Bundesumweltministerium argumentiere das Institut aber, die Injektion von CO2 in den Untergrund sei nur möglich, wenn die gleiche Größenordnung Salzwasser gefördert werde. "Das schließt im Grunde eine CO2-Ablagerung unter dem Festland aus, da das geförderte Wasser dann ebenfalls deponiert werden muss", zitiert das Blatt aus der Untersuchung.

Die Speichertechnologie ist eine große Hoffnung der Energiewirtschaft. Mit dem Versprechen, Kohlendioxid künftig im großen Stil unter die Erde zu verbringen, rechtfertigen die Unternehmen derzeit den Bau neuer Kohlekraftwerke, obwohl die Technik noch gar nicht im großen Stil einsatzbereit ist.

nis/dpa-afx
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