Boom Weltweiter Verkaufsrekord für Volkswagen

Volkswagen hat seinen Absatz im ersten Halbjahr auf 3,58 Millionen Fahrzeuge gesteigert und damit einen Rekord erzielt. Im Vergleich zum Vorjahr seien 16 Prozent mehr Fahrzeuge verkauft worden. Vor allem die enorme Nachfrage in Wachstumsländern wie China und Indien trieben die Geschäfte an.
Audi S5 in einem Verkaufsraum in Hongkong: Hohe Nachfrage nach Fahrzeugen des Volkswagen-Konzerns

Audi S5 in einem Verkaufsraum in Hongkong: Hohe Nachfrage nach Fahrzeugen des Volkswagen-Konzerns

Foto: epa Michael Reynolds/ picture-alliance/ dpa

Hamburg - Rekordhalbjahr für Volkswagen: Der Wolfsburger Konzern hat seinen Absatz bis Juni um 16 Prozent auf 3,58 Millionen Fahrzeuge gesteigert und damit einen neuen Rekordwert erzielt. Wie schon seit Monaten treibt vor allem die enorme Nachfrage in Wachstumsländern wie China und Indien die Geschäfte an. In Europa dagegen entwickelte sich das Wachstum mit 4,7 Prozent schwächer.

Konzernchef Martin Winterkorn hatte bereits in der vergangenen Woche einen Absatzrekord für das Gesamtjahr angekündigt. VW-Vertriebsvorstand Christian Klingler warnte am Freitag aber vor zuviel guter Stimmung: "Allerdings lässt sich das Ergebnis des ersten Halbjahres nicht auf das Gesamtjahr hochrechnen", sagte er und nannte den weiteren Konjunkturverlauf unsicher.

Die Marke Volkswagen verkaufte weltweit in den ersten sechs Monaten insgesamt 2,26 Millionen Autos und steigerte damit die Auslieferungen um 16,2 Prozent. Audi setze weltweit 554.900 (+19,1 Prozent) Fahrzeuge ab und nahm damit Kurs auf einen neuen Absatzrekord für das Gesamtjahr. Die Modelle A4/A5 Cabriolet sowie der Q5 zählten zu den verkaufsstärksten Fahrzeugen. Skoda lieferte 378.700 (+14,9 Prozent) aus. Insbesondere in der Region Asien-Pazifik legte die Marke um 78,9 Prozent zu. Die spanische Marke SEAT setzte 181.800 (+4,9 Prozent) Wagen ab. Besonders stark gefragt waren die Modelle im Heimatmarkt Spanien.

Regional gesehen erzielte der größte Autobauer Europas in seinem größten Absatzmarkt China ein Verkaufplus von 45,7 Prozent auf 950.300 Stück. Vor allem die Modelle Lavida und New Bora, der Audi Q5 sowie der Skoda Fabia verzeichneten hohe Zuwachsraten. In Indien verdoppelten sich die Auslieferungen erneut auf 17.400. In den USA verzeichnete der Konzern ein Wachstum von 29 Prozent auf 175.300 Stück. In Europa erreichte Volkswagen ein Plus von 4,7 Prozent auf 1,74 Millionen Pkw und leichte Nutzfahrzeuge.

Die schwedische VW-Tochter Scania hat im zweiten Quartal Umsatz und Ergebnis deutlich gesteigert und glänzt mit hoher Profitabilität. Mit einer operativen Marge von 17 Prozent sei ein Rekordwert erzielt worden, sagte Scania-Chef Leif Östling am Freitag laut Mitteilung. Im zweiten Jahresviertel legte der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 43 Prozent auf 20,6 Milliarden Schwedische Kronen (umgerechnet rund 2,2 Milliarden Euro) zu. Das operative Ergebnis betrug 3,5 Milliarden Kronen (rund 370 Millionen Euro) nach nur 17 Millionen Kronen im Vorjahreszeitraum. Unterm Strich blieben 2,4 Milliarden Kronen.

An der Börse wurden die Zahlen gut aufgenommen. Die Scania-Titel legten um knapp zwei Prozent zu. Am Vortag hatte schon der schwedische Konkurrent Volvo mit guten Zahlen überrascht und damit auch den Kurs des Münchener Konkurrenten MAN angeschoben. Allerdings reicht Volvo mit einer operativen Marge von knapp sieben Prozent auf Konzernebene bei weitem nicht an die Profitabilität von Scania heran. Weltmarktführer Daimler berichtete vergangene Woche von einem soliden Geschäftsverlauf der Lastwagensparte und bezifferte das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) nach vorläufigen Zahlen auf 300 Millionen Euro.

kst/ap/ddp/dpa
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