Sonntag, 8. Dezember 2019

Deutsche Rivalen BMW und Daimler im Modell-Duell

Der Zweikampf zwischen BMW und Daimler geht jetzt erst richtig los. Denn alle Versuche, ein Bündnis der deutschen Nobelautobauer zu schmieden, sind gescheitert. Stattdessen kämpfen die Konzerne umso verbissener gegeneinander. Ein direkter Modellvergleich der beiden Autoschmieden.

Mini gegen Smart

Mini Cooper Convertible aus dem Hause BMW
Mini: Eine ewige Erfolgsstory für BMW Börsen-Chart zeigen, wäre da nicht die schwache Gewinnmarge. Den Kleinwagen haben sich die Bayern aus den Resten des britischen Fehlkaufs Rover herausgepickt. Eine gute Wahl: Rund 250.000 Minis verkauft BMW in guten Jahren. Neue Varianten wie der Kombi Clubman, der Gelände-Mini Countryman und demnächst auch die Batterieversion Mini E sollen den Verkauf weiter ankurbeln. Das Problem an der Sache: Die Rendite stimmt trotz der hohen Nachfrage nicht. Der Wagen hat zu wenige Gleichteile mit dem Rest der BMW-Familie, der Wagen ist in der Produktion sehr teuer. In der nächsten Generation sollen sich die Mini-Modelle deshalb möglichst viele Bauteile mit dem 1er teilen.

Daimler-Kleinwagen Smart Forfour
Smart: Der Zwerg-Benz kostete Daimler Börsen-Chart zeigen über die Jahre etliche Milliarden Euro. Auch der aktuelle Smart Fourtwo erfüllt die Hoffnungen nicht. Gäbe es die harten CO2-Regulierungen nicht, Daimler hätte den Kleinwagen wohl schon längst eingestellt. Der Export in die USA sollte den Durchbruch bringen, doch auf einen verheißungsvollen Auftakt 2008 folgte in diesem Jahr ein umso grausamerer Einbruch: Im Mai verkaufte Daimler in den USA nicht einmal mehr 700 Smarts. Künftig soll die Kooperation mit Renault für niedrigere Kosten sorgen - und die Wiederauferstehung des 2006 beerdigten Viersitzers Forfour ermöglichen.

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