BP Hayward geht segeln

Der Besuch einer Segelregatta hat dem umstrittenen BP-Chef Tony Hayward neue Kritik in den USA eingetragen. Kurz zuvor hatte Hayward das Krisenmanagement im Kampf gegen die Ölpest abgeben müssen.
Abgefackelt: BP setzt im Golf von Mexiko auch Feuer ein, um die Ölpest zu bekämpfen. BP-Chef Tony Hayward hat sich unterdessen in die zweite Reihe zurückgezogen

Abgefackelt: BP setzt im Golf von Mexiko auch Feuer ein, um die Ölpest zu bekämpfen. BP-Chef Tony Hayward hat sich unterdessen in die zweite Reihe zurückgezogen

Foto: REUTERS/ Greenpeace

Washington - Das sei die letzte in einer Reihe von Fehlleistungen im Kampf gegen die Ölpest im Golf von Mexiko, sagte Präsident Obamas Stabschef Rahm Emanuel am Samstag dem Fernsehsender ABC. "Um Hayward zu zitieren, er hat sein altes Leben zurück." Emanuel nahm damit eine heftig kritisierte Äußerung des Konzernchefs auf, er sehne sich nach seinem Leben vor dem Unglück zurück.

Eine BP-Sprecherin teilte mit, nach wochenlangem Einsatz gegen die Umweltkatastrophe habe Hayward mit seinem Sohn das Sportereignis vor der Isle of Wright besucht. Hayward war auch bei seiner Anhörung im US-Repräsentantenhaus massiv von Abgeordneten kritisiert worden.

Die Politiker warfen dem Konzernchef vor, extreme Risiken zulasten der Sicherheit eingegangen zu sein. Hayward entschuldigte sich für die Explosion und den Untergang der Bohrplattform "Deepwater Horizon", bei der am 20. April elf Arbeiter getötet worden waren. Das Unglück hatte die schwerste Umweltkatastrophe in der amerikanischen Geschichte verursacht.

la/reuters
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