US-Konzernmutter GM will Opel ohne Staatshilfe sanieren

Die Staatshilfe aus Deutschland hätte Opel-Mutter General Motors gerne mitgenommen, doch das Nein aus Berlin wirft weder Opel noch GM aus der Bahn. GM sieht sich in der Lage, die rund 3,3 Milliarden Euro teure Sanierung von Opel aus eigenen Mitteln zu finanzieren.
"Sanierung schnell umsetzen": Opel-Chef Nick Reilly will die Sanierung nun alleine stemmen. An dem Investitionsprogramm in Höhe von 11 Milliarden Euro hält GM auch fest

"Sanierung schnell umsetzen": Opel-Chef Nick Reilly will die Sanierung nun alleine stemmen. An dem Investitionsprogramm in Höhe von 11 Milliarden Euro hält GM auch fest

Foto: Michael Probst/ AP

Rüsselsheim - Opel und die Konzernmutter General Motors (GM) wollen die Sanierung des Herstellers nun aus eigenen Mitteln finanzieren, teilte der Autobauer am Mittwoch in Rüsselsheim mit.

Zwar habe sich am Finanzbedarf von 3,3 Milliarden Euro für die Restrukturierung des Unternehmens nichts geändert. Nun sei aber der Weg frei für eine schnelle Umsetzung des Zukunftsplans.

"Neue zeitaufwendige, komplexe Verhandlungen und eine weiterhin ungesicherte Finanzierung können wir uns nicht erlauben", begründete Opel-Chef Nick Reilly den unerwarteten Schritt. Stattdessen müsse der Hersteller weiter in neue Produkte und Technologien investieren. Dazu gehöre ein Investitionsprogramm über 11 Milliarden Euro für neue Produkte und Technologien.

Trotz des Verzichts auf Staatshilfe seien keine weiteren Werkschließungen oder Entlassungen geplant, sagte ein Opel-Sprecher in Frankfurt. Nach dem Sanierungsplan sollen europaweit 8300 der 48.000 Stellen abgebaut werden, möglicherweise könnten es aber auch weniger werden.

Zudem soll das Werk im belgischen Antwerpen geschlossen werden, um Überkapazitäten abzubauen. Der Autobauer hat in Deutschland Werke in Rüsselsheim, Bochum, Eisenach und Kaiserslautern.

la/dpa
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