Trotz Rückrufdesaster Toyota fährt Gewinn ein

Positive Überraschung für Toyota: Trotz der Rückrufaktionen hat der japanische Autobauer im vergangenen Jahr schwarze Zahlen geschrieben. Der operative Gewinn betrug etwa 1,3 Milliarden Euro - gegenüber einem Verlust von mehr etwa vier Milliarden Euro im Jahr zuvor.

Hamburg - Der wegen millionenfacher Rückrufe unter Druck geratene Autobauer Toyota hat im abgelaufenen Geschäftsjahr schwarze Zahlen geschrieben. Operativ lag der Gewinn zu Ende März bei 147,5 Milliarden Yen (umgerechnet rund 1,3 Milliarden Euro), wie der Branchenprimus am Dienstag mitteilte. Im Jahr zuvor fuhr der Volkswagen-Konkurrent noch einen Verlust von 461 Milliarden Yen ein.

Wegen der gewaltigen Rückrufaktion hatte Toyota  eigentlich einen kleinen operativen Verlust erwartet. Zu Jahresbeginn verbuchte das Unternehmen das dritte Quartal in Folge Gewinne. Operativ betrug das Plus im vierten Geschäftsquartal 95,3 Milliarden Yen nach einem Minus von 682,5 Milliarden Yen im Jahr zuvor. Analysten hatten im Schnitt mit einem Verlust von 6,25 Milliarden Yen gerechnet.

Toyota profitierte dabei vor allem von seinem Sparkurs und den aggressiven Werbemaßnahmen in den USA, die trotz des Rückrufdebakels zahlreiche Kunden zurück in die Autohäuser lockten.

Der Hersteller musste wegen unterschiedlicher Defekte weltweit mehr als acht Millionen Fahrzeuge zurückrufen. Das laufende Geschäftsjahr beurteilt der Konzern aber vorsichtig und rechnet mit einem operativen Gewinn von 280 Milliarden Yen. Analysten rechnen hier mit knapp doppelt soviel.

manager magazin mit Material von reuters

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