Betrugsverdacht Goldman erwartet weitere Klagen

Goldman Sachs erwartet weitere Klagen von Anlegern sowie Ermittlungsverfahren. Das teilte die Bank in einem Schreiben an die US-Börsenaufsicht mit. Demnach untersucht inzwischen auch die britische Finanzaufsicht den Fall.

New York - Die unter Betrugsverdacht stehende Investmentbank Goldman Sachs  schließt weitere Klagen von Investoren und Ermittlungsverfahren nicht aus. Es sei davon auszugehen, dass weitere Aktionäre gegen Goldman vorgingen, hieß es am Montag in einem Schreiben der Bank an die US-Börsenaufsicht SEC.

Die Behörde hat die Investmentbank am 16. April angeklagt und wirft ihr vor, Anlegern bewusst wichtige Informationen über ein komplexes Investmentprodukt vorenthalten zu haben. Der Schaden beläuft sich demnach auf rund eine Milliarde Dollar, betroffen ist auch die deutsche Mittelstandsbank IKB. Goldman hat die Vorwürfe zurückgewiesen.

In dem Schreiben nennt Goldman zahlreiche weitere Untersuchungen im Zusammenhang mit besicherten Schuldverschreibungen (CDOs), etwa durch die britische Finanzaufsicht. Die Bank war auch dafür kritisiert worden, die Öffentlichkeit zu spät über ein mögliches Vorgehen der SEC informiert zu haben.

manager magazin mit Material von reuters

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