E-Gipfel Zoff um Elektro-Honoratioren

Die Bundesregierung will, dass Deutschland zum Leitmarkt für strombetriebene Autos wird. Wie anspruchsvoll diese Aufgabe ist zeigt schon der Streit um die Führungsposition in der "Nationalen Plattform Elektromobilität". Im Gespräch sind Henning Kagermann, Bernd Pischetsrieder und Joachim Milberg.

Düsseldorf - Industrie und Politik streiten vor dem Elektromobilitätsgipfel am kommenden Montag (3. Mai) über die künftige Leitung der "Nationalen Plattform Elektromobilität". Wie das "Handelsblatt" in seiner Mittwochausgabe berichtet, stehen der ehemalige SAP-Chef Henning Kagermann, der ehemalige Vorstandschef von BMW  und Volkswagen , Bernd Pischetsrieder, sowie dessen damaliger Nachfolger bei BMW, Joachim Milberg, zur Auswahl.

Die "Nationale Plattform Elektromobilität" soll am kommenden Montag in Berlin ins Leben gerufen werden, um die verschiedenen Initiativen im Bereich strombetriebener Fahrzeuge besser zu koordinieren. Die Bundesregierung will Deutschland zum Leitmarkt für Elektromobilität machen und bis 2020 eine Million Elektrofahrzeuge auf deutschen Straßen haben.

Seit Wochen wird dem Bericht zufolge um die Position gerungen. Kagermann gelte als aussichtsreicher Kandidat. Zum einen berät er bereits Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). Zum anderen entsende die Autoindustrie bereits etliche Vorstände in die geplanten Arbeitsgruppen. Dies beklagten etwa die Energiewirtschaft und die IT-Industrie.

Da der mögliche Zukunftsmarkt Elektromobilität auch politisch bedeutsam ist, werde nun auch ein stellvertretender Vorsitz eingerichtet. Ihn sollen sich die Staatssekretäre der zuständigen Ministerien für Wirtschaft und Verkehr teilen, nachdem sich beide nicht auf eine Person einigen konnten.

manager magazin mit Material von ddp

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