Griechen-Krise "Es wird keine Umschuldung geben"

Eine mögliche Umschuldung der griechischen Staatsfinanzen ist nach Angaben der EU-Kommission nicht vorgesehen. Das sagte ein hochrangiger EU-Vertreter bei einer Diskussionsveranstaltung in Brüssel. Das Programm zu Rettung der Griechen, das zurzeit mit EU und IWF verhandelt wird, soll Anfang Mai vorliegen.

Hamburg - Das Spar- und Reformprogramm für Griechenland wird der EU-Kommission zufolge keine Umschuldung vorsehen. Die Vorlage des Programms Anfang Mai werde die grassierende Unsicherheit über die Möglichkeit einer Umschuldung beenden, sagte der Generaldirektor für Wirtschaft und Finanzen, Marco Buti, bei einer Diskussionsveranstaltung der Deutschen Bank  am Dienstag in Brüssel. "Um es sehr klar zu sagen - es wird keine Schulden-Restrukturierung als Teil des Programmes geben."

Die EU-Kommission erarbeitet derzeit mit der Europäischen Zentralbank (EZB) und dem Internationalen Währungsfonds (IWF) ein Sanierungsprogramm für das hochverschuldete Griechenland. Es ist eine Bedingung dafür, dass die Euro-Länder und der IWF die schon grundsätzlich beschlossenen Kredite für Griechenland gewähren, um das Land vor einer Staatspleite zu bewahren. Eine Sprecherin der EU-Kommission erklärte, das Programm werde Anfang Mai vorliegen.

Die Veröffentlichung des "sehr, sehr ernsthaften" und glaubwürdigen Programmes werde an den Finanzmärkten Vertrauen schaffen und die Zinsaufschläge bei griechischen Staatsanleihen reduzieren, sagte Buti. Das Programm werde über einen Zeitraum von drei Jahren Einsparungen und tief greifende Strukturreformen vorsehen.

manager magazin mit Material von reuters

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