Absatz März Deutsche Autoexporte legen kräftig zu

Der Exportmotor der deutschen Autoindustrie kommt nach dem Krisenjahr 2009 wieder auf Touren. Im März kletterte die Zahl der ausgeführten Wagen um 51 Prozent. Im Inland dagegen bricht das Geschäft um mehr als ein Viertel ein.

Hamburg - Die Autoausfuhren legten im März um 51 Prozent auf mehr als 419.000 Stück zu. Seit Jahresbeginn verzeichnet die Branche ein Wachstum um 47 Prozent auf 1,05 Millionen Stück. "Die Stimmung in der Autoindustrie hellt sich merklich auf", erklärte der Präsident des Branchenverbandes VDA, Matthias Wissmann, am Dienstag in Frankfurt am Main. Allerdings setzte sich der Einbruch auf dem Inlandsmarkt fort.

Damit legte der Autoexport im sechsten Monat hintereinander zu, wie es hieß. Ein Ende des Booms ist nicht in Sicht, wie aus den Auftragseingängen hervorgeht, die im März um 28 Prozent stiegen. Als Folge der Krise waren in vielen Ländern im Jahr 2009 die Automärkte schwer eingebrochen. Nur einige Länder wie Deutschland oder Frankreich haben mit staatlichen Förderprogrammen für den Autoabsatz dagegengehalten.

Als Folge der guten Verkäufe im Ausland legte die Produktion in den deutschen Autofabriken auch kräftig zu. Im März rollten 555.300 Autos in Deutschland aus den Werken, 27 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Im ersten Quartal stieg die Produktion um 32 Prozent. Die deutschen Autobauer würden an den "dynamischen Entwicklungen auf den Wachstumsmärkten" kräftigen Anteil haben, sagte Wissmann.

Inlandsmarkt eingebrochen - Neuzulassungen fallen um 26 Prozent

Der Inlandsmarkt ist im März jedoch eingebrochen. Die Zahl der Neuzulassungen fiel um mehr als 26 Prozent auf 295.000 Stück. Laut VDA zeigt aber der Mittelwert der Jahre 2009 und 2010 "einen positiven Nettoeffekt", wie Wissmann sagte. In den ersten drei Monaten des Jahres lag der Autoabsatz mit 670.000 Stück um 23 Prozent unter dem Vorjahreszeitraum. Der Einbruch war nach dem Auslaufen der Abwrackprämie erwartet worden. Im Vergleich zum ersten Quartal 2008 lagen die Absatzzahlen nur 9 Prozent im Minus, wie der Importeursverband VDIK mitteilte.

Der VDA rechnet in diesem Jahr mit einem Absatzrückgang in Deutschland auf 2,75 bis 3 Millionen Stück. Der VDIK geht für das laufende Jahr je nach wirtschaftlicher Entwicklung von 2,8 Millionen bis 2,9 Millionen Neuzulassungen in Deutschland aus.

Die Bundesregierung hatte im Krisenjahr 2009 die Verschrottung von zwei Millionen mindestens neun Jahre alten Autos und ihren Ersatz durch Neuwagen mit insgesamt fünf Milliarden Euro gefördert. In der Folge wurden mehr als 3,8 Millionen Neuwagen zugelassen. Das entspricht einer Steigerung um mehr als 23 Prozent gegenüber 2008.

manager magazin mit Material von Nachrichtenagenturen

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