Rückkehr in Gewinnzone HVB-Investmentbanker wieder obenauf

Die HypoVereinsbank hat 2009 dank Börsenerholung und guter Geschäfte im Investmentbanking wieder schwarze Zahlen geschrieben. Bei der HVB sind die Investmentbank-Aktivitäten der italienischen Mutter Unicredit gebündelt. Das Geschäft mit Privatkunden brach ein.

München - Der Überschuss belaufe sich auf 884 Millionen Euro nach einem Verlust von 649 Millionen im Jahr zuvor, teilte die Tochter der italienischen Unicredit  am Donnerstag in München mit.

Haupttreiber war das Handelsergebnis, das sich nach dem Krisenjahr 2008 mit der Pleite der US-Investmentbank Lehman Brothers um knapp drei Milliarden Euro verbesserte - auf 1,07 Milliarden von minus 1,88 Milliarden.

Dadurch wurde auch in der Kernsparte Firmenkunden & Investmentbanking wieder ein Gewinn von 971 Millionen Euro vor Steuern eingefahren. Die HVB ist besonders abhängig von den Kapitalmärkten. Denn bei ihr ist das Investmentbanking der ganzen Unicredit-Gruppe gebündelt.

Einen Ausblick blieb HVB-Chef Theodor Weimer zunächst schuldig. Die Wirtschaft und die Märkte hätten sich zwar stabilisiert. Die Erholung sei jedoch noch nicht selbsttragend, regulatorische Änderungen nicht genau absehbar, so Weimer.

Zwar gingen die Kosten zurück und der Zinsüberschuss im Kreditgeschäft erhöhte sich. Dafür verdoppelte sich aber die Risikovorsorge für faule Kredite auf 1,6 Milliarden Euro, was die Bank wie viele andere Institute auch bremste.

Das Ergebnis mit Privatkunden brach zudem 2009 um 86 Prozent auf magere 29 Millionen Euro ein. Die HVB, die seit kurzem offiziell Unicredit Bank AG heißt, erwägt hier eine Übernahme der deutschen Filialen der schwedischen Bank SEB.

manager-magazin.de mit Material von reuters