IWF-Chef Deutschland muss Inlandsnachfrage stärken

Deutschland muss ebenso wie China nach Ansicht von IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn die Exportlastigkeit seiner Wirtschaft korrigieren und die Binnennachfrage stärken.

Brüssel - Der Kampf gegen die globalen Ungleichgewichte in der Weltwirtschaft müsse nach der Krise angegangen werden, sagte Strauss-Kahn am Mittwoch in Brüssel bei einer Anhörung im Europäischen Parlament.

Länder mit hohen Defiziten in der Leistungsbilanz wie die USA und einige europäische Länder müssten weniger konsumieren, mehr sparen und mehr exportieren. Deutschland habe dagegen ebenso wie China und einige Öl produzierende Länder einen hohen Leistungsbilanzüberschuss, sagte Strauss-Kahn. "Hier muss es andersrum gehen - die Inlandsnachfrage muss stärker werden mit mehr Konsum und mehr Investitionen." China müsse außerdem seine Währung aufwerten.

Der geschäftsführende Direktor des Internationalen Währungsfonds (IWF) warnte auch davor, die Konjunkturprogramme zu früh abzuziehen. Die Wirtschaftserholung komme in den meisten Industrieländern nur schleppend voran und sei noch von staatlichen Impulsen abhängig.

manager magazin mit Material von reuters