Sonntag, 18. August 2019

Lufthansa Streik dezimiert Flugpläne

Der Pilotenstreik bei der Lufthansa hat begonnen. Der Konzern spricht vom "dramatischsten, was wir im Luftverkehr erlebt haben". Ein Notfallplan soll das Schlimmste verhindern. Dennoch fallen zwei Drittel der reinen Lufthansa-Flüge aus.

Köln - Um Mitternacht sind die Lufthansa-Piloten wie angekündigt in den viertägigen Ausstand getreten. Die derzeitige Lage sei "das dramatischste, was wir im Luftverkehr erlebt haben", sagte Lufthansa-Sprecher, Klaus Walther, am Montag im Deutschlandfunk. Die Airline hoffe, zusammen mit den Regionalpartnern "die Hälfte des normalen Planes anbieten" zu können. Insgesamt würden rund 1000 der normalerweise weltweit 1800 Flüge über einen Notfallplan angeboten. Von den reinen Lufthansa-Flügen fielen jedoch rund zwei Drittel aus.

Geduld, bitte:
Für den Notfallflugplan hat Deutschlands größte Airline Walther zufolge auf den Interkontinentalmärkten verstärkt auf die Allianzpartner zurückgegriffen. Auch auf anderen Strecken seien diese um Unterstützung gebeten worden. Im innerdeutschen Verkehr decke die Bahn mit zusätzlichen Zügen zahlreiche Verbindungen ab.

Zugleich kritisierte der Konzernsprecher die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) scharf. Die Airline habe mehrfach ihre Dialogbereitschaft unterstrichen und sei noch immer zu Gesprächen bereit. Das Unternehmen habe keine Probleme, die Arbeitsplätze der Lufthansa-Piloten zu sichern, sagte er.

Das Vorhaben der Gewerkschaft, tarifvertraglich mitentscheiden zu wollen, "wo die Lufthansa Flugzeuge mit Lufthansa-Piloten einsetzt", sei "nicht verhandelbar". Solange diese Forderungen aber auf dem Tisch lägen, "können wir nicht zu Verhandlungen kommen", sagte Walther.

Zugleich wies er Vorwürfe der Gewerkschaft, dass die Lufthansa Börsen-Chart zeigen Arbeitsplätze verlagert habe, als "infame Unterstellung wider besseres Wissen" zurück. In den vergangenen Jahren seien 20 Prozent neue Jobs geschaffen und kein Job ausgelagert worden. Dies sei zudem auch nicht geplant.

Vor diesem Hintergrund habe Cockpit auch sämtliche Auswirkungen des Streiks auf die Kunden, die Zukunft der Lufthansa und den Wirtschaftsstandort Deutschland zu tragen.

manager magazin mit Material von ddp

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