Samstag, 21. September 2019

Tagesticker Obama sorgt für Ausverkauf an Wall Street

Die Bankenpläne von US-Präsident Obama schlagen Anleger in die Flucht: Der Dow Jones erlebt am Freitag den schwächsten Handelstag seit 3 Monaten. Der Dax dürfte am Montag erneut stark unter Druck geraten. Verfolgen Sie den Tagesticker von manager magazin.

22.05 Uhr: Ausverkauf an der Wall Street. Der Dow Jones Börsen-Chart zeigentaucht im späten Handel ab und verliert bis Handelsschluss 2 Prozent auf 10172 Zähler. Das sind die größten Eintagesverluste seit 3 Monaten. Die Pläne von US-Präsident Barack Obama, das klassische Bankgeschäft und den umstrittenen Eigenhandel künftig strikt zu trennen, sorgte für kräftige Kursverluste bei Großbanken wie Goldman Sachs oder der Deutschen Bank. Werden Obamas Pläne umgesetzt, ist ihr Geschäftsmodell in Gefahr.

19.45 Uhr: Dem italienischen Autobauer Fiat Börsen-Chart zeigen droht bei einer Unterstützung seines US-Partners Chrysler nach Angaben der Agentur Moody's eine Herabstufung seines Ratings. Sollte Fiat Chrysler mit Bargeld aushelfen, "wäre das sicherlich negativ für die Bonitätsbewertung", sagte Moody's-Analyst Falk Frey der Nachrichtenagentur Reuters am Freitag. Das derzeitige Ba1-Rating mit negativem Ausblick basiere auf einer erwarteten Verbesserung der Ergebnisse in diesem und im nächsten Jahr. Fiat hatte im vergangenen Jahr von der US-Regierung im Zuge der Chrysler-Insolvenz 20 Prozent an dem US-Konzern erhalten.

18.45 Uhr: Der deutsche Leitindex Dax Börsen-Chart zeigen hat am Freitag um 0,9 Prozent nachgegeben und knapp unter der Marke von 5700 Zählern geschlossen. Im Wochenverlauf gab er damit 3,7 Prozent ab.

16.30 Uhr: Der Eurofighter führt nach offiziellen Angaben im Rennen um einen rund 10,4 Milliarden schweren Auftrag für die indische Luftwaffe. Der Botschafter Indiens in Italien, Arif Shahid Khan, sagte am Freitag, der von einem Konsortium aus EADS, BAE Systems und der italienischen Finmeccanica produzierte Kampfjet liege vorn. Neben dem europäischen Konsortium bemühen sich die US-Konzerne Boeing und Lockheed Martin mit der F-16 um den Zuschlag.

14.45 Uhr: Die Fast-Food-Restaurantkette McDonald's Börsen-Chart zeigen hat dank des Appetits von Asiaten, Afrikanern und Arabern auf Burger und Pommes Frites das Jahr mit einem Gewinnsprung abgeschlossen. Im vierten Quartal verdiente die Fast-Food-Kette unterm Strich 1,2 Milliarden Dollar. Vor einem Jahr waren es erst knapp 1 Milliarde Dollar gewesen. Nach Worten von Firmenchef Jim Skinnerströmen im Schnitt täglich 60 Millionen Menschen in die Schnellrestaurants, zwei Millionen mehr als vor einem Jahr. Den Umsatz konnte McDonald's so um 7 Prozent auf knapp 6,0 Milliarden Dollar steigern.

14.00 Uhr: Trotz eines Rekordgewinns notiert die Aktie von Google Börsen-Chart zeigen im vorbörslichen US-Handel deutlich schwächer. Zuletzt verlor das Papier knapp 5 Prozent an Wert.

13.00 Uhr: Trotz der Zahlen von General Electric Börsen-Chart zeigen hat der deutsche Aktienmarkt am Freitag seine Verluste kräftig ausgeweitet. Der deutsche Leitindex Dax Börsen-Chart zeigen fiel bis zur Mittagszeit um 1,3 Prozent auf 5675 Zähler, nachdem er bereits in den beiden vergangenen Tagen insgesamt knapp 4 Prozent eingebüßt hatte. Vor allem Finanztitel gerieten unter Druck, die Deutsche Bank Börsen-Chart zeigen verlor zeitweise 7 Prozent an Wert.

12.30 Uhr: Der US-Konzern General Electric Börsen-Chart zeigen hat im abgelaufenen Quartal 41,4 Milliarden Dollar umgesetzt. Analysten hatten einen Umsatz von 40 Milliarden Dollar erwartet. Auch der Gewinn von 28 Cent je Aktie war leicht über den Erwartungen. Die Aktie von GE zog daraufhin im vorbörslichen US-Handel an, ebenso das Papier vom deutschen Mischkonzern Siemens Börsen-Chart zeigen . Der Auftragseingang legte im Quartalsvergleich deutlich zu, meldete der US-Konzern.

12.00 Uhr: Der weltgrößte Autobauer Toyota Börsen-Chart zeigen ruft in den USA rund 2,3 Millionen Autos wegen Probleme mit dem Gaspedal zurück. Es könne vorkommen, dass das Pedal in der gedrückten Position festhänge, warnte der Konzern. Er sprach von vereinzelten Fällen in den vergangenen Monaten. Erst im vergangenen Jahr hatte Toyota den größten Rückruf seit seinem Markteintritt in den USA 1957 gestartet. 4,2 Millionen Autos mussten in die Werkstätten, weil eine lose Fußmatte unter das Bremspedal zu geraten drohte. Von dem neuerlichen Rückruf sind die Modelle RAV4, Corolla, Matrix, Avalon, Camry, Highlander, Tundra und Sequoia betroffen. Die Tochtermarken Lexus und Skion haben keine Probleme

11.20 Uhr: Die Lufthansa Börsen-Chart zeigen hat die Gewinnerwartungen für das laufende Jahr leicht gedämpft und damit die Märkte verunsichert. Die Aktie gab am Freitag in der Spitze mehr als 5 Prozent nach. Finanzvorstand Stephan Gemkow habe die Erwartungen einiger Analysten im Gespräch mit den Experten als optimistisch bezeichnet, sagte eine Konzernsprecherin am Freitag. Dies beziehe sich aber nicht auf die Schätzungen aller Analysten und auch nicht auf den Konsens. "Er hat keine Guidance für 2010 gegeben", stellte sie klar. Allerdings habe er erneut auf die bestehenden Unsicherheiten für die Branche verwiesen, etwa die Entwicklung der Nachfrage und steigende Treibstoffpreise. Für das abgelaufene Jahr peilt der Konzern der Sprecherin zufolge weiterhin ein positives operatives Ergebnis an.

11 Uhr: Der Volkswagen-Konzern will seine Beteiligung an dem japanischen Autobauer Suzuki nicht aufstocken. Es gebe keine solchen Pläne, sagte Vertriebsvorstand Christian Klingler dem Online- Fachmagazin "Autogazette". Volkswagen und Suzuki hatten Anfang Dezember eine strategische Partnerschaft vereinbart: VW beteiligt sich mit 19,9 Prozent an Japans viertgrößtem Autobauer, dieser investiert bis zur Hälfte des Kaufpreises von 1,7 Milliarden Euro in VW-Aktien.

09.45 Uhr: Der Handyhersteller Sony Ericsson steckt weiter in der Verlustzone. Im vierten Quartal 2009 fuhr das schwedisch- japanische Gemeinschaftsunternehmen einen Nettoverlust von 167 Millionen Euro ein. Im Vorjahreszeitraum lag das Minus bei 187 Millionen Euro. Wie am Freitag in Stockholm weiter mitgeteilt wurde, müssen sich Sony Börsen-Chart zeigen und Ericsson Börsen-Chart zeigen für den gesamten Jahresverlauf einen Verlust von 836 Millionen Euro teilen. 2008 war der Handyhersteller mit 73 Millionen Euro in die roten Zahlen gerutscht.

09.15 Uhr: Der deutsche Aktienmarkt hat am Freitag seine kräftigen Vortagesverluste ausgeweitet. Der Dax Börsen-Chart zeigen fiel in den ersten Handelsminuten um 0,53 Prozent auf 5716 Zähler, nachdem er bereits in den beiden vergangenen Tagen insgesamt knapp 4 Prozent eingebüßt hatte. Der MDax Börsen-Chart zeigen verlor 0,87 Prozent auf 7580 Punkte und der TecDax Börsen-Chart zeigen sank um 0,87 Prozent auf 814 Zähler. Die Pläne von US-Präsident Barack Obama, den Banken stärker die Zügel anzulegen, hatten am Vorabend an der Wall Street für deutliche Verluste gesorgt. Obama will sowohl die Größe der Banken als auch das Ausmaß risikoreicher Geschäfte begrenzen.

Erneut schwach: Händler an der Frankfurter Börse müssen den dritten Tag in Folge Verluste des Dax hinnehmen
09.00 Uhr: Die Stimmung der französischen Unternehmer hat sich im Januar überraschend kräftig aufgehellt. Die Firmen beurteilten die Nachfrage nach ihren Produkten deutlich günstiger als im Vormonat, wie der heute veröffentlichte Geschäftsklimaindex zeigt. Insbesondere das Auslandsgeschäft verbesserte sich. Der Geschäftsklimaindex stieg auf 92 Punkte von 88 Zählern im Vormonat. Experten hatten einen schwächeren Anstieg auf 90,0 Zähler erwartet.

08.00 Uhr: Die Aktienbörse in Tokio hat am Freitag in Folge der negativen Vorgabe der Wall Street und der deutlichen Festigung des Yen starke Verluste verbucht. Der Nikkei Börsen-Chart zeigen sackte bis zum Handelsschluss um 277,86 Punkte oder 2,56 Prozent ab und ging bei 10 590,55 Punkten ins Wochenende. Der breit gefasste Topix Börsen-Chart zeigen büßte um 15,09 Punkte oder 1,58 Prozent auf 940 Punkte ein. In der Wochenbilanz verlor der Nikkei 3,57 Prozent und der Topix 2,63 Prozent.

07.15 Uhr: Der deutsche Aktienmarkt wird am Freitag leichter erwartet. Vorbörslich notierte der Dax Börsen-Chart zeigen um 0,71 Prozent tiefer bei 5706 Punkten. Damit dürfte der deutsche Leitindex seine bereits deutlichen Vortagesverluste von 1,79 Prozent noch ausweiten.

Die Pläne von US-Präsident Barack Obama, den Banken stärker die Zügel anzulegen indem er sowohl die Größe der Banken als auch das Ausmaß risikoreicher Geschäfte begrenzen will, hatten an der Wall Street für heftige Verluste gesorgt. Am Freitag dürften zudem die in der Nacht vorgelegten Zwischenberichte von Google Börsen-Chart zeigen, AMD Börsen-Chart zeigen und American Express Börsen-Chart zeigenim Fokus stehen. Die Aktien aller drei Konzerne gaben nachbörslich nach. Zudem werden die Bilanzen von General Electric Börsen-Chart zeigen und McDonalds erwartet.

04.15 Uhr: Die von dem Finanzinvestor JC Flowers für die Beteiligung an der HSH Nordbank gegründeten Trusts haben Insolvenz angemeldet. Die neun Gesellschaften haben Gerichtsunterlagen vom Donnerstag zufolge ausstehende Schulden von 383 Millionen Euro. Der Finanzchef von JC Flowers, Daniel Katsikas, erklärte, die Insolvenz werde den Trusts Luft verschaffen, um eine Umschuldung auszuhandeln. Gleichzeitig soll so die Zwangsversteigerung der HSH-Aktienpakete verhindert werden. Die neun Gesellschaften waren 2006 gegründet worden, um für 1,25 Milliarden Euro 26 Prozent an der HSH Nordbank zu erwerben.

03.00 Uhr: Fallende Rohstoffpreise, die Pläne der US-Regierung für neue Handelsregeln sowie der starke Yen haben die Tokioter Börse hat am Freitag deutlich belastet. Der Leitindex Nikkei Börsen-Chart zeigen fiel bis zum Mittag (Ortszeit) um 2,7 Prozent auf 10.573 Punkte. Der breiter gefasste Topix gab 2,2 Prozent auf 934 Punkte nach. Zur schlechten Stimmung der Börsianer trugen auch enttäuschende Geschäftszahlen des Halbleiterherstellers Shin-Etsu Chemical bei, dessen Aktien um 6 Prozent sanken.

01.30 Uhr: Der amerikanische Lebensmittelkonzern Kraft Foods Börsen-Chart zeigen ist der endgültigen Übernahme des britischen Süßwaren-Herstellers Cadbury Börsen-Chart zeigen ganz nahe. Der rivalisierende Schokoladen-Produzent Hershey Börsen-Chart zeigen hat laut der Finanznachrichtenagentur Bloomberg die Idee eines Gegenangebots aufgegeben. Die Entscheidung sei bei einer Sitzung des Verwaltungsrats am Mittwoch gefallen, hieß es. Schon am heutigen Freitag könne dies offiziell verkündet werden.

00.00 Uhr: Ein Milliardenscheck des Erzrivalen Intel Börsen-Chart zeigen hat dem Halbleiterkonzern AMD das Jahr gerettet. Dank der Vergleichszahlung aus einem Wettbewerbs- und Patentstreit kam AMD Börsen-Chart zeigen aus der Verlustzone heraus und wies im Schlussquartal einen Gewinn von knapp 1,2 Milliarden Dollar aus. Konzernchef Dirk Meyer sprach in der Nacht zu Freitag von einem Meilenstein. Die Zahlung hatte 1,25 Milliarden Dollar betragen. Im Gesamtjahr drehte das Ergebnis deshalb mit 300 Millionen Euro ins Plus. Das war mehr als Börsianer erwartet hatten.

manager-magazin.de mit Material von Nachrichtenagenturen

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