Opel-Sanierung "Harte Wirklichkeit"

GM-Europa-Chef Nick Reilly hat die Opel-Beschäftigten auf eine harte Sanierung eingestimmt. Die deutsche Tochter des US-Unternehmens müsse schnell seine Kapazitäten reduzieren. Reilly selbst will dafür sorgen - und dazu ein eigenes Managementteam mitbringen.

Hamburg - Opel-Chef Nick Reilly hat die Beschäftigten des Autobauers auf harte Einschnitte eingestimmt. Das Unternehmen müsse nun schnell seine Kapazitäten reduzieren, erklärte Reilly am Freitag in einem Blog im Internet. Auf die Beschäftigten kämen tiefgreifende Veränderungen zu. "Das ist eine harte Wirklichkeit."

Europaweit will der Autobauer bis zu 9000 Stellen abbauen, einen großen Teil davon in Deutschland. Reilly selbst, der zuvor von Shanghai aus das internationale Geschäft der Opel-Mutter GM geleitet hatte, werde mit seiner Frau von Asien nach Deutschland ziehen.

Reilly soll ein neues Managementteam bei der Opel-Sanierung helfen, das er bald vorstellen will. Die Besetzung der neuen Führungsriege ist Kreisen zufolge auch Thema in der für kommenden Freitag angesetzten Aufsichtsratsitzung von Opel.

Zuvor nimmt Reilly an der Autoshow in Detroit teil. Das neue Management soll Opel auch beim Design und der Qualität der Autos voranbringen, erklärte Reilly. 2010 wolle Opel sieben neue Produkte vorstellen.

manager-magazin.de mit Material von reuters