Montag, 6. April 2020

Absatz 2009 VW verteidigt Führung in China

Volkswagen hat seine Führungsposition auf dem weltgrößten Pkw-Markt China im Jahr 2009 behauptet. Der Konzern verkaufte 1,4 Millionen Autos der Marken VW, Audi und Skoda - ein Plus von 37 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Prozentual starke Zuwächse verzeichneten auch die Wettbewerber.

Shanghai - Europas größter Autohersteller verkaufte nach Angaben vom Donnerstag in der Volksrepublik einschließlich Hongkongs 1,4 Millionen Fahrzeuge seiner Pkw-Marken VW und Audi, 37 Prozent mehr als vor Jahresfrist. VW-China-Chef Winfried Vahland sprach angesichts der staatlichen Kaufanreize in China von einem außergewöhnlichen Jahr.

Weckt Interesse, findet Käufer: Der Volkswagen-Konzern hat im Jahr 2009 rund 1,4 Millionen Pkw verkauft
Den größten Anteil an dem Verkaufsplus hatte die Kernmarke VW, die 1,12 Millionen Fahrzeuge an die Kundschaft auslieferte, 32,4 Prozent mehr als vor Jahresfrist. Ihre Ingolstädter Schwester Audi steigerte den Absatz um knapp 33 Prozent auf knapp 159.000 Wagen. Den höchsten Zuwachs hatte die tschechische VW-Tochter Skoda, deren Auslieferungen sich auf rund 123.000 Einheiten mehr als verdoppelten.

Rivale General Motors steigerte sich in China sogar um 67 Prozent auf 1,83 Millionen Fahrzeuge. Allerdings zählt der US-Konzern dabei gut eine Million Kleintransporter und leichte Nutzfahrzeuge mit, wie sie Volkswagen in der Volksrepublik nicht verkauft. Im reinen Pkw-Geschäft hat VW die Nase vorn.

Das Gemeinschaftsunternehmen von GM mit dem größten chinesischen Autobauer SAIC verkaufte im vergangenen Jahr 727.600 Personenwagen, 63,3 Prozent mehr als im Vorjahr. Weltmarktführer Toyota kam in China auf einen Zuwachs von 21 Prozent auf 709.000 Einheiten.

Ford steigert China-Absatz um 44 Prozent

Stark wuchs auch Ford, der seinen China-Absatz um 44 Prozent auf 440.600 Einheiten steigerte. Für 2010 rechnet der US-Konzern mit einem Marktwachstum um rund 8 Prozent. "Unser Ziel ist es, mehr als acht Prozent zu schaffen, sagte Nigel Harris, Fords Verkaufs-Chef in China. Ford ist Nachzügler auf dem rasant wachsenden chinesischen Markt, will zu den führenden Konkurrenten aber rasch Boden gut machen. Der Konzern hat als einziger der großen US-Autobauer die geschäftliche Wende ohne Insolvenz geschafft.

Alle großen Hersteller investieren derzeit massiv in China, um von der hohen Nachfrage zu profitieren. Während nach dem Ende der Abwrackprämien in Europa mit einem Rückgang der Pkw-Neuzulassungen gerechnet wird und die USA erst langsam aus dem Tal der Tränen herauskommen, erwarten Experten hohe Zuwächse in den Schwellenländern Asiens sowie in Russland und Brasilien.

manager-magazin.de mit Material von reuters

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