Tagesticker Sarkozy macht gegen Google mobil

Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy will Googles Macht im Online-Werbemarkt untersuchen lassen. Der Chef des US-Autokonzerns General-Motors, Ed Whitacre, rudert bei seinen Erwartungen für das laufende Jahr zurück. Der Brauereikonzern InBev streicht in Deutschland rund 400 Jobs. Verfolgen Sie den Tagesticker auf manager magazin.

20.15 Uhr: Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy hat Kartelluntersuchungen gegen Google gefordert. Die nationale Wettbewerbsbehörde solle ermitteln, obder Internetriese eine marktbeherrschende Stellung im Bereich Online-Werbung innehabe, sagte Sarkozy am Donnerstag. Zudem solle das Finanzministerium prüfen, ob in Frankreich die Einnahmen großer Suchmaschinen aus dem Geschäft mit Online-Werbung besteuert werden könnten. "Derzeit müssen diese Unternehmen in den Ländern Steuern zahlen, in dem sie ihren Hauptsitz haben, obwohl sie einen großen Teil unseres Werbemarktes bilden", so Sarkozy.

19.30 Uhr: General-Motors-Chef Ed Whitacre rudert bei seinen Erwartungen für das laufende Jahr zurück. Am Mittwoch hatte Whitacre noch gesagt, er "erwarte für 2010 einen Gewinn". Heute wollte er nur noch von einer "Hoffnung auf schwarze Zahlen" sprechen, berichtet die Nachrichtenagentur Dow Jones Newswires. Seine Aussage vom Vortag dürfe nicht missverstanden werden, fügte er hinzu. Er habe für dieses Jahr keine Profitabilität versprochen. Zuletzt hatte der Opel-Mutterkonzern 2004 schwarze Zahlen

18.30 Uhr: Die Amerikaner haben ihre Kauflust wiederentdeckt. Wie erste Zahlen zu Umsätzen im Weihnachtsgeschäft zeigen, schlugen die Kunden jedoch vor allem bei den Angeboten der Discounter zu. Branchenexperten warnten allerdings, dass es schnell vorbei sein könnte mit der Kauflust. Die wirtschaftliche Erholung stehe noch auf wackeligen Beinen. Als größte Gefahr gilt eine steigende Arbeitslosigkeit.

17.30 Uhr: Trotz leichter Kursverluste hat der Dax (Kurswerte anzeigen) am Donnerstag die Marke von 6000 Punkten verteidigt. Der deutsche Leitindex schloss 0,3 Prozent tiefer bei 6019 Zählern. Der TecDax  erklomm den höchsten Stand seit 19 Monaten und schloss bei 859 Stellen. Das ist der höchste Stand seit Anfang Juni 2008.

Größter Dax-Gewinner waren wie am Mittwoch die Aktien der Commerzbank . Sie legten 4,1 Prozent auf 6,72 Euro zu. Schlusslicht waren dagegen die Papiere des Handelskonzerns Metro , die 4 Prozent auf 41,42 Euro einbüßten. Das Handelsvolumen im Dax stieg auf 133,7 (Mittwoch: 117) Millionen Aktien. Der Umsatz kletterte auf 2,99 (2,7) Milliarden Euro. An den US-Börsen notierten zum Handelsschluss in Europa der Dow-Jones-Index mit 10.574 Punkten und der S&P500 mit 1137 Zählern jeweils nahezu unverändert. Der Nasdaq-Composite gab 0,3 Prozent auf 2294 Stellen nach.

17.00 Uhr: Der Brauereikonzern InBev streicht in Deutschland 386 Arbeitsplätze. Wegen des rückläufigen Absatzes auf dem Biermarkt müssten die Strukturen in Verwaltung, Produktion und Betrieb gestrafft werden, teilte das Unternehmen am Donnerstag in Bremen mit. Allein am Hauptsitz in der Hansestadt und im nationalen Außendienst sind 262 Stellen betroffen. Die Geschäftsleitung führe Gespräche mit den Arbeitnehmervertretern, um sozialverträgliche Lösungen zu finden. InBev Deutschland ist nach eigenen Angaben die Nummer 2 im deutschen Biermarkt. Das Unternehmen beschäftigt derzeit noch rund 3000 Mitarbeiter.

16.00 Uhr: Der TecDax  hat Donnerstag zeitweilig ein 19-Monatshoch erklommen. Der Technologie-Index stieg auf bis zu 856,43 Stellen und damit den höchsten Stand seit Anfang Juni 2008. Angeführt wurde er von einem 4,5-prozentigen Kursplus bei Index-Schwergewicht Q-Cells. Der TecDax hat somit anders als der Dax seine Verluste nach dem Zusammenbruch der US-Investmentbank Lehman Brothers im September 2008 wieder mehr als aufgeholt.

15.45 Uhr: Die US-Börsen sind am Donnerstag mit Verlusten in den Handel gestartet. Kurz vor Handelsbeginn veröffentlichte Zahlen zum Arbeitsmarkt wirkten sich kaum auf die Stimmung aus. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte verlor 0,2 Prozent auf 10.547 Zähler. Der breiter gefasste S&P-500-Index gab 0,2 Prozent auf 1135 Punkte nach, der Technologie-Index Nasdaq notierte kaum verändert bei 2299 Zählern.

15.30 Uhr: Der amerikanische Flugzeugbauer Boeing  hat im vergangenen Jahr 481 Zivilflugzeuge verkauft und damit sein selbst gestecktes Ziel erreicht. Geplant war es, 480 bis 485 Flieger auszuliefern, teilte Boeing am Donnerstag mit. In den Auftragsbüchern des Airbus-Konkurrenten stehen noch 3375 Flieger. "Mit Anzeichen einer konjunkturellen Erholung 2010 blicken wir besseren Tagen entgegen", sagte Boeing-Chef Jim Albaugh. Boeing will am 27. Januar bei der Vorlage vor Jahreszahlen eine Vorhersage für Flugzeugauslieferungen für 2010 vorlegen.

Gaskonflikt zwischen Kiew und Moskau entschärft

15.00 Uhr: Dank eines rasanten Schlussspurts hat der Automarkt in Westeuropa laut einer Studie im vergangenen Jahr ein Plus erzielt. Für das gerade begonnene Jahr sagen die Experten vom Prognoseinstitut J.D. Power wegen des Auslaufens der staatlichen Abwrackprogramme hingegen einen zweistelligen Rückgang voraus. Nach den am Donnerstag veröffentlichten Daten des Instituts stieg der westeuropäische Autoabsatz 2009 leicht um 0,5 Prozent auf 13,63 Millionen Fahrzeuge. Per Ende November lag der westeuropäische Markt den offiziellen Zahlen des europäischen Herstellerverbands ACEA zufolge noch mit 0,7 Prozent im Minus. Der in Brüssel ansässige Verband legt die Statistik für das Gesamtjahr am 15. Januar vor.

14.30 Uhr: Ein Jahr nach dem heftigen Gasstreit zwischen Kiew und Moskau hat die Ukraine pünktlich für russische Lieferungen gezahlt und damit einen neuen Konflikt bis auf weiteres vermieden. Die Summe von 892 Millionen US-Dollar (rund 622 Millionen Euro) für die Dezember-Lieferungen sei in Moskau eingegangen, teilte der russische Energiekonzern Gazprom am Donnerstag nach Angaben der Agentur Interfax mit.

13.05 Uhr: Die britische Notenbank hat ihren Leitzins wie erwartet unverändert belassen. Der Leitzins liege weiter auf dem Rekordtief von 0,5 Prozent, teilte die Bank of England (BoE) am Donnerstag in London mit. Volkswirte hatten mit dieser Entscheidung einhellig gerechnet. Bereits im März 2009 hatte die BoE den Leitzins auf das jetzige Rekordtief gesenkt und ähnlich wie die US-Notenbank den Ankauf von Staats- und Unternehmensanleihen beschlossen, um die Wirtschaft wieder anzukurbeln.

13.00 Uhr: Die Auftragseingänge in der deutschen Industrie sind im November nach einem Rückgang im Vormonat leicht gestiegen. Der Aufholprozess hat gegenwärtig aber an Dynamik eingebüßt, wie das Bundeswirtschaftsministerium am Donnerstag in Berlin mitteilte. Hierbei wirke sich insbesondere die in der Tendenz nachlassende Nachfrage aus dem In- und Ausland bei den Herstellern von Kraftwagen aus. Zwar sei der Nachfragetrend nach Industriegütern für sich gesehen derzeit nicht eindeutig. Jedoch spreche etwa die Entwicklung der Stimmungsindikatoren für eine weiter positive Grundtendenz im Verarbeitenden Gewerbe, erklärte das Ministerium.

12.00 Uhr: In den OECD-Mitgliedsländern hat sich der Preisauftrieb wegen kräftig steigender Energiepreise im November beschleunigt. Die Jahresinflationsrate sei von plus 0,2 Prozent im Vormonat auf 1,3 Prozent geklettert, teilte die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) in Paris mit. Auf Monatssicht erhöhte sich das Preisniveau wie bereits im Oktober um 0,1 Prozent.

11.15 Uhr: Die Stimmung von Unternehmern und Verbrauchern in der Euro-Zone hat sich zum Jahresende überraschend deutlich aufgehellt. Das entsprechende Barometer kletterte im Dezember um 2,5 auf 91,3 Punkte, wie die EU-Kommission am Donnerstag mitteilte. Von Reuters befragte Volkswirte hatten nur mit einem Anstieg auf 90,0 gerechnet. Dabei verbesserte sich die Stimmung besonders in der Industrie. Die Unternehmer berichteten über anziehende Aufträge, sehen die Aussichten für die Produktion aber weniger optimistisch. Auch bei Dienstleistern und Verbrauchern hellte sich die Stimmung auf. Das Barometer setzt sich aus mehreren Komponenten zusammen, wobei die Industrie 40 Prozent, Verbraucher und Handel dagegen nur jeweils fünf Prozent ausmachen. Das Geschäftsklima im Währungsgebiet erholte sich auf minus 1,22 von revidiert minus 1,53 Punkten.

Bundesbank rügt Kreditwirtschaft

9.50 Uhr: Die Deutsche Bundesbank hat der Kreditwirtschaft Versäumnisse im Umgang mit millionenfachen Schwierigkeiten bei EC- und Kreditkarten vorgeworfen. Die Branche müsse "ihre Informationspolitik verbessern", sagte das für den Zahlungsverkehr zuständige Vorstandsmitglied der Zentralbank, Hans Georg Fabritius, dem "Handelsblatt" vom Donnerstag. Er forderte die Banken auf, "Maßnahmen zu ergreifen, die sicherstellen, dass ein Problem dieser Größenordnung künftig nicht mehr auftreten kann". Zudem sei eine "sorgfältige Fehleranalyse" nötig, um die Karten wieder vollständig funktionsfähig zu machen.

9.30 Uhr: Durchwachsene Vorgaben aus Übersee haben am Donnerstag den deutschen Aktienmarkt belastet. Zum Auftakt verlor der Dax  0,7 Prozent auf 5992 Punkte und fiel damit hinter die viel beachtete 6000-Punkte-Marke zurück. Der MDax  gab um 0,4 Prozent auf 7753 Zähler nach, der TecDax  büßte 0,6 Prozent auf 851 Punkte ein.

8.20 Uhr: In Deutschland sind die Einzelhandelsumsätze im November überraschend gefallen. Die Umsätze seien nach vorläufigen Berechnungen saison-, kalender- und preisbereinigt um 1,1 Prozent gesunken, teilte das Statistische Bundesamt am Montag in Wiesbaden mit. Im Vormonat hatten die Umsätze noch stagniert. Von der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX befragte Volkswirte hatten mit einem Anstieg von 0,3 Prozent gerechnet. Nominal fielen die Umsätze im November um 1,2 Prozent.

8.00 Uhr: Der Volkswagen-Konzern hat im vergangenen Jahr in China 36,7 Prozent mehr Autos verkauft als im Vorjahr. Trotz der Wirtschaftskrise stieg der Absatz auf dem größten Markt für die Wolfsburger auf 1,4 Millionen Fahrzeuge, wie das Unternehmen am Donnerstag in Peking mitteilte. "Der Automarkt hat alle Erwartungen übertroffen", sagte China-Chef Winfried Vahland. Es sei ein Jahr mit besonderen Herausforderungen und Möglichkeiten gewesen.

Verband fürchtet Kfz-Händlersterben

7.40 Uhr: Die Aktienbörse in Tokio hat am Donnerstag nach richtungslosem Handel uneinheitlich geschlossen. Händlern zufolge war ein Pressebericht über einen Geschäftsjahresverlust der Fluggesellschaft Japan Airlines in zweistelliger Milliardenhöhe in der Auslöser dafür, dass der Nikkei-225-Index nachgab. Nach den ersten drei Handelstagen des neuen Jahres mit Gewinnen fiel er nun um 0,46 Prozent auf 10.681,66 Punkte. Der Topix hielt sich dank starker Finanzwerte im Plus und schloss fast unverändert mit 0,08 Prozent auf 931,85 Zähler.

7.30 Uhr: Als Konsequenz aus dem erwarteten Einbruch des Pkw-Absatzes in Deutschland rechnet der Zentralverband des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes (ZDK) mit einer drastischen Beschleunigung des Händlersterbens. "Die Zahl der Händlerinsolvenzen wird in diesem Jahr wohl um 20 Prozent auf etwa 1200 steigen", sagte ZDK-Präsident Robert Rademacher der "Berliner Zeitung" (Donnerstagsausgabe). Für dieses Jahr erwartet der Verband nur noch 2,7 bis 2,8 Millionen Pkw-Neuzulassungen in Deutschland. Das wären eine Million Autos weniger als 2009.

6.00 Uhr: Der japanische Unterhaltungselektronik-Konzern Sony hat im Weihnachtsgeschäft in den USA weit größere Umsätze erzielt als das Unternehmen selbst erwartet hatte. Vor allem Flachbildschirm-Fernseher, Digitalkameras und Blue-ray-Videospieler seien gefragt gewesen, teilte Sony am Mittwoch auf der Messe für Unterhaltungselektronik in Las Vegas mit. Dort stellte das Unternehmen zudem neue Geräte wie 3D-Fernseher vor.

manager magazin mit Material der Nachrichtenagenturen

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