Tagesticker Ratingagentur straft Island ab

Islands Präsident stoppt ein Gesetz zur Entschädigung ausländischer Bankgläubiger - und bekommt die Quittung von der Ratingagentur Fitch. Die Deutsche Post verkauft eine britische Paketsparte. Die Bundesagentur für Arbeit verbucht ein Rekorddefizit. Verfolgen Sie den Tagesticker von manager magazin.

20 Uhr: Die Automarke Volkswagen (Kurswerte anzeigen) hat im Dezember in den USA ein kräftiges Absatzplus erzielt. Im Vergleich zum Vorjahresmonat kletterten die Verkäufe um 16 Prozent auf 20.387 Fahrzeuge, wie der Konzern in Wolfsburg mitteilte. Im Gesamtjahr ergab sich ein Absatzrückgang von 4,3 Prozent auf 213.454 Autos - die meisten Wettbewerber verloren jedoch mit zweistelligen Prozentraten.

19.40 Uhr: Auch Konzerntochter Audi meldet für Dezember ein Absatzplus von 17,1 Prozent auf dem US-Markt. Im Gesamtjahr 2009 verkauften die Ingolstädter 82.716 Fahrzeuge in Amerika, nur 5,7 Prozent weniger als im Vorjahr.

19.20 Uhr: Nach dem Veto des isländischen Präsidenten gegen ein Gesetz für eine Entschädigung ausländischer Sparer hat die Ratingagentur Fitch die Kreditwürdigkeit des Inselstaats gesenkt. Die Agentur stufte das Rating auf BB+ von zuvor BBB+ herunter und warnte zugleich vor einer weiteren Herabstufung.

19.15 Uhr: BMW  zählt mit seinen Absatzzahlen für Dezember zu den Gewinnern im US-Markt. Der Konzern verkaufte 23.617 Autos, 9,2 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Im Gesamtjahr 2009 sank der Absatz um 20,3 Prozent auf 241.727 Fahrzeuge.

19 Uhr: Porsche (Kurswerte anzeigen) hat im Dezember in den USA fast genauso viele Fahrzeuge verkauft wie im Vorjahr. Wie aus der Mitteilung des Unternehmens hervorgeht, sank der Absatz von 2154 Wagen im Vorjahresmonat auf nun 2118 Autos. Damit fuhr der Hersteller das beste Monatsergebnis des vergangenen Jahres ein. Im Gesamtjahr gingen die Verkäufe um 24 Prozent auf 19.696 Fahrzeuge zurück.

18.45 Uhr: Auch die heimischen Hersteller Ford  und Chrysler verbuchen Erfolge im Dezember, aber katastrophale Absatzzahlen für 2009 insgesamt. Ford verkaufte im vergangenen Monat 33 Prozent mehr Autos. Obwohl die Verkäufe auf dem US-Markt im Gesamtjahr um 15 Prozent zurückgingen, wuchs Fords Marktanteil erstmals seit 1995. Chrysler meldete für Dezember ein Minus von 4 Prozent, verkaufte im Gesamtjahr aber nur 931.000 Fahrzeuge in den USA - erstmals seit 1962 weniger als eine Million.

18.30 Uhr: Mercedes-Benz hat im Dezember in den USA das beste Monatsergebnis des gesamten Jahres 2009 verzeichnet. Ohne die Kleinwagen-Marke Smart wurden 20.025 Wagen verkauft. Das entspricht einem Plus von 8,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Im Gesamtjahr ging der Absatz dennoch um mehr als 15 Prozent auf 190.604 Autos zurück. Die Smart-Absatzzahlen rutschten um 63 Prozent in den Keller.

Deutsche Post verkauft britische Paketsparte

17.45 Uhr: Der deutsche Aktienmarkt schließt mit uneinheitlichen Vorzeichen. Der Dax  litt unter Verlusten bei den Schwergewichten und gab 0,3 Prozent auf 6031,86 Punkte ab. Für den MDax  ging es dagegen um 0,9 Prozent auf 7745,43 Zähler hoch, der TecDax  gewann 1,6 Prozent auf 847,86 Punkte.

17.30 Uhr: Wegen eines Rechtsstreits hat die Deutsche Börse (Kurswerte anzeigen) ihren Anfang Dezember gestarteten Handel mit Anleihen auf der Xetra-Plattform bis auf weiteres eingestellt. Zwei Handelshäuser, die sich erfolglos um eine Beauftragung als Marktpfleger beworben hatten, hätten beim Landgericht Frankfurt eine Einstweilige Verfügung gegen den Handel durchgesetzt, teilte die Börse am Dienstag mit.

17.15 Uhr: Der Heizungshersteller Viessmann übernimmt die insolvente Schmack Biogas AG. Insolvenzverwalter Hubert Ampferl habe das Mitte Dezember vorgelegte verbindliche Kaufangebot der Viessmann Gruppe angenommen, teilte der Hersteller von Anlagen zur Vergärung von Biomasse mit Sitz im oberpfälzischen Schwandorf mit.

17 Uhr: Die Deutsche Post  trennt sich von einem Teil ihres Inlandpaketgeschäfts in Großbritannien. Betroffen sei der Bereich "DHL Domestic", der in Großbritannien das Inlandspaketgeschäft mit normalen Laufzeiten abwickele, sagte ein Postsprecher in Bonn auf Anfrage. Übernommen werden soll die Sparte von "Home Delivery Network", dem größten Paketversender Großbritanniens im Bereich Versandhandel an Endkunden. Die Zustimmung der Kartellbehörden stehe noch aus, hieß es. Über den Preis sei Stillschweigen vereinbart worden. Betroffen seien 4700 Beschäftigte in Großbritannien, die vom künftigen Eigentümer übernommen würden.

16.15 Uhr: Dank eines starken Schlussquartals hat das Bonner Photovoltaikunternehmen Solarworld (Kurswerte anzeigen) im vergangenen Jahr erstmals beim Umsatz die Milliardenmarke geknackt. Insgesamt setzte die im TecDax  notierte Gesellschaft nach eigenen Angaben 1,01 Milliarden Euro um. Das waren 12 Prozent mehr als 2008.

16 Uhr: Die US-Industrie hat im November deutlich mehr Aufträge an Land gezogen als erwartet und damit Hoffnungen auf eine Erholung verstärkt. Die Bestellungen seien im Vergleich zum Vormonat um 1,1 Prozent gestiegen nach einem revidierten Plus von 0,8 Prozent im Oktober, teilte das Handelsministerium in Washington mit.

Zugleich brach die Zahl der noch nicht abgeschlossenen Hausverkäufe im November überraschend ein. Der Frühindikator "Pending Home Sales Index" (PHSI) sei von 114,3 Punkten im Vormonat um 16 Prozent auf 96,0 Punkte abgerutscht, teilte die Maklervereinigung National Association of Realtors (NAR) in Washington mit.

15.30 Uhr: Deutschland und die übrigen Auftragsländer wollen bis Ende Januar eine Einigung mit EADS  über die Zukunft des Airbus- Militärtransporters A400M erreichen. An dem Zeitplan werde festgehalten, sagte ein Sprecher des Bundesverteidigungsministeriums. Mitte Januar werde es ein weiteres Treffen der Staatssekretäre geben. Ein Datum wurde nicht genannt. Medienberichten zufolge könnte das um Jahre verzögerte A400M-Programm über 11 Milliarden Euro mehr kosten als geplant.

Firmen erhielten zehn Milliarden Euro aus Deutschlandfonds

15.15 Uhr: Die rumänische Zentralbank senkt überraschend den Leitzinssatz von 8 auf 7,5 Prozent.

14.30 Uhr: Von den Problemen bei der Geldauszahlung sind bei den Sparkassen etwa 20 Millionen EC-Karten betroffen. Wie der Deutsche Sparkassen- und Giroverband mitteilte, gab es seit Jahresbeginn auch bei etwa 3,5 Millionen Kreditkarten der Sparkassen Einschränkungen im Zahlungsverkehr. Grund sei eine fehlerhaft programmierte Software der Karten. Auch Kunden weiterer Institute wie der Postbank  oder der Commerzbank  besitzen Karten mit den Datenchips, die nicht mit der Jahreszahl 2010 kompatibel sind.

14 Uhr: Unternehmen haben im Krisenjahr 2009 aus dem "Deutschlandfonds" 9,7 Milliarden Euro Staatshilfe erhalten. 5,7 Milliarden davon waren Kredite, der Rest Bürgschaften. Damit wurde rund 9100 Firmen geholfen. Rund 94 Prozent der Kredite gingen an kleine und mittelgroße Betriebe. Das geht aus einem Bericht des Bundeswirtschaftsministeriums hervor. Im "Deutschlandfonds" stehen 115 Milliarden Euro als Krisenhilfe für die Wirtschaft bereit.

13.30 Uhr: Der französische Autobauer Citroën hat im vergangenen Jahr dank der Abwrackprämie so viele Fahrzeuge in Deutschland verkauft wie noch nie. Erstmals sei eine sechsstellige Absatzzahl erreicht worden, teilte Citroën Deutschland in Köln mit. Das Unternehmen verkaufte 101.365 Pkw (2008: 73.337), hinzu kamen 10.338 Transporter (12.661). Der Marktanteil kletterte auf 2,8 Prozent (2,6 Prozent). Deutschland-Chef Peter Weis bezeichnete die Ergebnisse als "wichtigen Meilenstein".

13 Uhr: Gestützt von den aktuell kalten Temperaturen in den USA und Europa hat sich der US-Ölpreis am Dienstag der Marke von 82 Dollar genähert. Ein Barrel (159 Liter) der US-Sorte WTI zur Auslieferung im Februar kostete 81,56 US-Dollar. Das sind fünf Cent mehr als zum Handelsschluss am Vortag. Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent zur Auslieferung im Februar kletterte um sechs Cent auf 80,18 Dollar.

12.30 Uhr: Islands Präsident Ólafur Ragnar Grímsson hat das Inkraftsetzen eines Gesetzes verweigert, das die Entschädigung hunderttausender ausländischer Kunden der Pleite gegangenen Icesave-Bank ermöglicht hätte. Er werde das Gesetz nicht ratifizieren, kündigte Grímsson an. Das Parlament in Reykjavik hatte in der vergangenen Woche den Kompromiss verabschiedet, mit dem sich Island zur schrittweisen Erstattung von 3,8 Milliarden Euro an die Niederlande und Großbritannien verpflichtete.

Telekom bestätigt Neuberufungen in Aufsichtsrat

11.00 Uhr: Wechsel im Aufsichtsrat der Deutschen Telekom  : Der Eon-Vorsitzende Wulf Bernotat sowie der stellvertretende Vorsitzende der ThyssenKrupp AG, Ulrich Middelmann, wurden zum Jahreswechsel in das Gremium berufen. Damit bestätigte die Telekom eine entsprechende Exklusivmeldung des manager magazins vom Montag.

10.30 Uhr: Die Bundesagentur für Arbeit (BA) hat das Jahr 2009 mit einem Defizit in noch nie dagewesener Höhe abgeschlossen. Zwischen Einnahmen und Ausgaben klaffte Ende des Jahres eine Lücke von 13,79 Milliarden Euro, wie die BA am Dienstag in Nürnberg mitteilte. Den höchsten Fehlbetrag hatte die Behörde bislang im Jahr 1993 mit rund 12,5 Milliarden Euro verbucht.

10.00 Uhr: Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im Dezember um 60.000 auf 3.276.000 gestiegen. Das waren 173.500 mehr als vor einem Jahr, wie die BA am Dienstag in Nürnberg mitteilte. Die Arbeitslosenquote nahm um 0,2 Punkte auf 7,8 Prozent zu. Vor einem Jahr hatte sie bei 7,4 Prozent gelegen.

07.40 Uhr: Der Motorenbauer Deutz  prüft offenbar, eine staatliche Kreditbürgschaft zu beantragen. Dabei gehe es um einen Betrag von unter 100 Millionen Euro, berichtet die "FTD" (Dienstagausgabe) unter Berufung auf Finanzkreise. Mit der Bürgschaft wolle das Kölner Unternehmen die Entwicklung der neuen Motorengeneration sicherstellen. Zugleich verhandele das Unternehmen wegen des Bruchs bestehender Kreditverträge mit 15 Fremdkapitalgebern aus den USA, die dem Konzern rund 200 Millionen Euro zur Verfügung gestellt hätten. Deutz hat 4000 Beschäftigte Motoren und war im vergangenen Jahr in die roten Zahlen gerutscht.

07.20 Uhr: Die asiatischen Börsen sind den Kursen an der Wall Street am Dienstag mehrheitlich ins Plus gefolgt. An den Handelsplätzen machte sich vermehrt Zuversicht über den weiteren Verlauf der weltweiten Wirtschaftserholung breit und ließ Anleger auch bei riskanteren Werten zugreifen. In Tokio gewann der Nikkei  0,3 Prozent auf 10.681 Punkte und verzeichnete damit den höchsten Schlussstand seit 15 Monaten. Der breiter gefasste Topix-Index schloss 0,4 Prozent im Plus bei 919 Zählern. Auch die Aktienmärkte in Hongkong, Taiwan, Singapur und der chinesische Leitindex notierten fester.

06.50 Uhr: Der Vorsitzende der Gewerkschaft Verdi, Frank Bsirske, rechnet in diesem Jahr mit bis zu 4,1 Millionen Arbeitslosen. Es sei noch kein nachhaltiger konjunktureller Aufschwung in Sicht, "die Krise ist nicht vorbei, die wirtschaftliche Lage ist eher labil", sagte Bsirske der Nachrichtenagentur dpa. Die Abschreibungen im Bankensystem und damit die Gefahr einer Kreditklemme für Unternehmen seien "nicht wirklich gebannt". Die ausgeweiteten Kurzarbeitergeldregelungen seien lediglich eine Überbrückungshilfe und liefen 2010 aus. Es gebe keinen Anlass sich zurückzulehnen.

Ford nimmt neue Milliardenschulden auf

06.40 Uhr: Japans drittgrößte Bank Sumitomo Mitsui Financial Group  will offenbar durch die Ausgabe neuer Aktien rund sechs Milliarden Euro (800 Milliarden Yen) einnehmen. Der Erlös solle genutzt werden, um die weltweit strengeren Eigenkapitalvorschriften zu erfüllen und mögliche Zukäufe in Asien tätigen zu können, sagten mehrere mit der Angelegenheit vertraute Personen am Dienstag. Wie die Personen erklärten, will der Aufsichtsrat von Sumitomo am Mittwoch formal über den Schritt entscheiden. Sumitomo ist das letzte von mehreren japanischen Instituten, die den Aktienmarkt auf der Suche nach dringend benötigtem Kapital anzapfen.

05.00 Uhr: Das Investmentbanking der angeschlagenen Privatbank Sal. Oppenheim hat laut einem "Welt"-Bericht 2009 einen Gewinn erzielt. Das Investmentbanking werde für das Jahr 2009 Zahlen vorlegen, "die wie üblich wieder schwarz sind", schreibe der langjährige Sal.-Oppenheim-Partner Dieter Pfundt in einer Mail an die Mitarbeiter, berichtet die Zeitung (Dienstagausgabe) unter Berufung auf das ihr vorliegende Schreiben. 2008 habe die Sparte noch einen Verlust in dreistelliger Millionenhöhe verbucht, vor allem aufgrund von Belastungen im Derivate-Geschäft.

00.05 Uhr: Im vergangenen Jahr haben in den USA mehr als 1,4 Millionen Haushalte und Unternehmen Konkurs beantragt, das sind gut ein Drittel mehr als im Jahr zuvor. Seit Beginn der Aufzeichnungen gab es nur sechs Jahre mit mehr Konkursanträgen. Allein im Dezember wurden 116.000 Anträge auf Insolvenz gezählt, 22 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Am schlimmste betroffen ist demnach der Staat Arizona mit einem Anstieg um 77 Prozent.

23.30 Uhr: Ford hat rund sieben Milliarden Dollar an neuen Schulden aufgenommen. Der Schritt sei Teil einer Abmachung mit den Gewerkschaften zur Einzahlung in den Gesundheitsfonds für pensionierte Mitarbeiter (VEBA), teilte der US-Konzern am Montag mit. Die Verpflichtungen an den Fonds seien nunmehr abgegolten. Ford, GM und Chrysler hatten sich im Jahr 2007 mit der Gewerkschaft UAW auf die Einrichtung des VEBA-Fonds geeinigt, der für die Gesundheitsversorgung ehemaliger Arbeiter zuständig ist. Die drei Hersteller haben versprochen, rund 48 Milliarden Dollar in Fonds einzubezahlen. Hohe Lohn-, Renten- und Gesundheitszahlungen waren ein entscheidender Wettbewerbsnachteil der US-Autobauer.

manager-magazin.de mit Material von Nachrichtenagenturen

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