Donnerstag, 14. November 2019

Beschäftigung Erstmals seit vier Jahren weniger Jobs in Deutschland

Die schwere Wirtschaftskrise hat die Zahl der Erwerbstätigen in Deutschland erstmals seit vier Jahren wieder sinken lassen. Besonders betroffen war im Jahr 2009 die exportabhängige Industrie mit einem Abbau von 217.000 Jobs - trotz Kurzarbeit.

Die Krise schlägt durch: Die Industrie ist vom Jobabbau besonders stark betroffen
Wiesbaden - Im Jahr 2009 gingen durchschnittlich 40,24 Millionen Menschen in Deutschland einer Arbeit nach. Das waren 37.000 oder 0,1 Prozent weniger als im Jahr zuvor, wie das Statistische Bundesamt am Montag mitteilte. Im Jahr 2008 war die Zahl der Erwerbstätigen auf den Rekordwert von 40,28 Millionen gestiegen.

Zwar sank die Zahl der Erwerbstätigen damit zum ersten Mal seit 2005, doch fiel der Rückgang schwächer als befürchtet aus. "Insbesondere haben die massive Ausweitung der Kurzarbeit sowie der Abbau von Überstunden und das Abschmelzen von Guthaben auf Arbeitszeitkonten geholfen, die Beschäftigungsverluste zu begrenzen", schrieben die Statistiker.

Im Dienstleistungssektor nahm die Zahl der Beschäftigten sogar um 171.000 oder 0,6 Prozent zu. Auch in der Land- und Forstwirtschaft gab es leichte Zuwächse von 5000 und 4000 Erwerbstätigen.

Dagegen gingen in der exportabhängigen Industrie 217.000 Jobs verloren - ein Minus von 2,7 Prozent. Damit wurde der in den beiden vorangegangenen Boomjahren erreichte Beschäftigungsanstieg wieder zunichtegemacht.

manager-magazin.de mit Material von reuters

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