Boni-Streit Auch Wells Fargo lenkt ein

Eine weitere US-Bank reagiert auf die scharfe Kritik an ihrer Boni-Politik. Nach Goldman Sachs wird nun auch Wells Fargo die Boni für seine Spitzenmanager ausschließlich in Aktien auszahlen. Die Aktienoptionen können erst in einigen Jahren eingelöst werden und sind an langfristige Geschäftsziele geknüpft.

New York - Die US-Großbank Wells Fargo  verknüpft ihre Bonuszahlungen mit langfristigen Geschäftszielen. Die vier Spitzenmanager der Bank erhielten ihre Aufschläge für 2009 nicht in bar ausgezahlt, teilte das Institut zum Jahreswechsel mit.

Die geplanten Aktienoptionen über 25 Millionen Dollar könnten zudem erst in drei Jahren eingelöst werden. Voraussetzung dafür sei, dass die Bank bis dahin bestimmte Ergebnisziele erreiche. Sollten die Manager die Bank verlassen, verfallen die Optionen. Zudem werden die Führungskräfte verpflichtet, einen Teil ihrer Unternehmenspapiere zu halten, bis sie aus der Bank ausscheiden.

Nach Goldman Sachs  gibt damit eine weitere Großbank dem wachsenden öffentlichen Druck in den USA nach. Kritiker halten der Branche vor, ihr Führungspersonal bereits im Jahr nach der Rettung der Branche mit Steuergeld wieder überdurchschnittlich hoch zu entlohnen. Boni würden bereits wieder an kurzfristigen Erfolgen bemessen. Diese Praxis gilt als ein Auslöser der Finanzkrise, weil sie die Risikoneigung der Manager und Wertpapierhändler deutlich erhöht habe.

manager-magazin.de mit Material von Nachrichtenagenturen

Die Wiedergabe wurde unterbrochen.