Tagesticker Opel-Betriebsrat lehnt GM-Pläne ab

Der Opel-Betriebsrat hat sich kritisch zu den Sanierungsplänen von General Motors geäußert. Die Hoffnung auf eine konjunkturelle Erholung hat den US-Aktienmärkten zum Start leichten Auftrieb gegeben. Auch Daten zum US-Verbrauchervertrauen erfüllen die Erwartungen. Verfolgen Sie den Tagesticker auf manager-magazin.de.

16.45 Uhr: Kurz vor Beginn der Verhandlungen über die Zukunft des Autobauers Opel hat der Betriebsrat das Sanierungskonzept des Mutterkonzerns General Motors (GM) scharf kritisiert. "Ein Abbau von knapp 9.000 Stellen in Europa kommt für uns nicht in Frage", sagte der Chef des Europäischen Arbeitnehmerforums, Klaus Franz, der "Frankfurter Rundschau" (Mittwochausgabe). Ein Stellenabbau in diesem Umfang sei "betriebswirtschaftlich unsinnig" und überhaupt nicht zwingend, sagte er. Bis zum Jahr 2013 würden europaweit bei Opel und der britischen Schwester Vauxhall ohnehin etwa 10.500 der derzeit rund 50.000 Stellen durch Altersteilzeit und natürliche Fluktuation frei.

16.30 Uhr: Die Zuversicht der US-Verbraucher hat sich im Dezember weiter aufgehellt. Der entsprechende Index kletterte auf 52,9 Punkte nach revidierten 50,6 Punkten im Vormonat, wie das Conference Board, ein Institut der Privatwirtschaft, am Dienstag in New York mitteilte. Damit wurden die Erwartungen der Ökonomen in etwa getroffen. Grund für den besseren Wert sind vor allem Hoffnungen auf eine baldige Besserung auf dem Arbeitsmarkt.

16.00 Uhr: Die Hoffnung auf eine konjunkturelle Erholung hat den US-Aktienmärkten am Dienstag leichten Auftrieb gegeben. Dem Case-Shiller-Index zufolge blieben die Häuserpreise im Oktober stabil, was am Markt als gutes Zeichen aufgenommen wurde.Der Dow Jones  stieg in den ersten Handelsminuten 0,25 Prozent auf 10.572 Punkte.

15.30 Uhr: Reiche Italiener haben den Behörden im Zuge einer Steueramnestie rund 95 Milliarden Euro an bislang im Ausland versteckten Vermögen gemeldet. Nach Angaben des italienischen Finanzministeriums vom Dienstag wurden rund 98 Prozent dieser Gelder nach Italien zurücküberwiesen. Die Regierung von Ministerpräsident Silvio Berlusconi hatte die Amnestie ungewöhnlich großzügig gestaltet, um Geld für die klamme Staatskasse zu beschaffen.

15.00 Uhr: Die Inflationsrate in Deutschland ist in diesem Jahr so niedrig gewesen wie zuletzt vor zehn Jahren. Sie betrug voraussichtlich 0,4 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag unter Berufung auf vorläufige Zahlen aus sechs Bundesländern mitteilte. 1999 betrug die Jahresteuerungsrate demnach 0,6 Prozent.

13.30 Uhr: Daimler hat im November auf Jahressicht erneut weniger Nutzfahrzeuge abgesetzt. Mit rund 26.000 verkauften Lkw war der November bislang aber der verkaufsstärkste Monat des gesamten Jahres 2009, wie der Stuttgarter Konzern am Dienstag mitteilte. Dennoch stand unterm Strich ein Minus von 36 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Von seinen Bussen und Fahrgestellen verkaufte der weltgrößte Nutzfahrzeughersteller im November 4 Prozent weniger.

12.00 Uhr: Der Autohersteller Opel hat sich im Krisenjahr 2009 den zweiten Platz in der deutschen Zulassungsstatistik zurückerobert. Dank neuer Modelle und staatlicher Abwrackprämie stieg die Zahl der neu zugelassenen Autos mit dem Blitz binnen Jahresfrist um 31 Prozent auf rund 339.000, wie das Unternehmen am Dienstag in Rüsselsheim mitteilte. Der Marktanteil sei damit auf 8,9 Prozent gestiegen und Opel belege wieder hinter Volkswagen den zweiten Rang in der Zulassungsstatistik. 2008 war die Europatochter von General Motors auch von BMW und Mercedes überholt worden. Für den im Dezember eingeführten Kompaktwagen Astra lägen europaweit bereits 60.000 Bestellungen vor

11.30 Uhr: Die deutschen Maschinenbauer erwarten 2010 ein weiteres Krisenjahr für die Branche. "Die Krise liegt noch lange nicht hinter uns", erklärte der Präsident des Verbandes Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA), Manfred Wittenstein, in einem am Dienstag veröffentlichten Schreiben an die rund 3000 Mitgliedsunternehmen. Viele Betriebe würden die Folgen erst 2010 mit voller Härte zu spüren bekommen. Er befürchte Firmenpleiten und einen Abbau von Arbeitsplätzen.

Versicherer kommen glimpflich durch 2009

10.50 Uhr: Naturkatastrophen haben 2009 weltweit weniger Menschen das Leben gekostet und geringere Schäden angerichtet als im Vorjahr. Durch Ereignisse wie Erdbeben, Überschwemmungen oder Stürme sei insgesamt ein wirtschaftlicher Schaden von 50 Milliarden US-Dollar entstanden, die Versicherer hätten für 22 Milliarden einstehen müssen, berichtete der Rückversicherer Munich Re am Dienstag. Im Jahr zuvor hatten die Schäden für die Volkswirtschaft 200 Milliarden und für die Versicherer 50 Milliarden US-Dollar betragen.

10.00 Uhr: Die Gefahr einer Kreditklemme ist nach Einschätzung des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) keineswegs gebannt. Anfang 2010 kämen schlechte Bilanzen der Unternehmen aus dem Krisenjahr 2009 auf den Tisch, sagte BDI-Präsident Hans-Peter Keitel der Deutschen Presse-Agentur dpa. Zudem seien die vor allem für den Mittelstand wichtigen Landesbanken selbst in der Krise. Dies alles führe zu einer Verknappung der Kredite.

9.30 Uhr: Die US-Großbank Morgan Stanley überarbeitet einem Zeitungsbericht zufolge ihre Boni-Regeln und richtet sie stärker an langfristigen Geschäftszielen aus. 2009 erhielten die Manager ein Viertel ihrer Sonderzahlung in bar, der Rest werde über Nachzugsaktien zugeteilt, berichtete das "Wall Street Journal" am Dienstag unter Berufung auf eine mit den Plänen vertraute Person. Ein zur Diskussion stehender Vorschlag sehe zudem vor, dass die 30 Spitzenmanager mindestens 65 Prozent ihrer Boni unter Vorbehalt erhalten oder im Fall künftiger Verluste zurückgeben müssen.

9.05 Uhr: Der Aktienhandel in Frankfurt startet mit leichten Gewinnen. Der Dax  liegt kurz nach Beginn knapp mit 0,1 Prozent bei 6010 Punketn im Plus.

China plant Passagierjet für 2014

9.00 Uhr: China will seinen ersten selbst entwickelten Passagierjet in vier Jahren zum Fliegen bringen. Der Erstflug sei für 2014 geplant, die ersten Auslieferungen für 2016, berichtete die Wirtschaftszeitung "China Business News" am Dienstag unter Berufung auf Manager des Flugzeugbauers Comac. Das neue Flugzeug C919 soll in einer Fabrik des Konzerns in Shanghai produziert werden, für die am Montag der Grundstein gelegt wurde. Mit dem zunächst auf 150 Plätze ausgelegten Modell will China den Wettbewerb mit Boeing und Airbus aufnehmen.

8.30 Uhr: Die Börse in Tokio hat am Dienstag mit einem moderaten Plus geschlossen. Der Nikkei-225-Index gewann 0,04 Prozent auf 10.638,06 Punkte. Für den breiter gefassten TOPIX ging es um 0,12 Prozent auf 915,87 Zähler hoch. Insbesondere Handelshäuser konnten dank steigender Öl- und Metallpreise zulegen, während Fluggesellschaften unter Druck kamen.

8.00 Uhr: Der größte Chemiekonzern der Welt, die Ludwigshafener BASF , rechnet nach einem Umsatzeinbruch im ablaufenden Geschäftsjahr wieder mit Wachstum für 2010. "Wir werden nach und nach wieder zu alter Wachstumsstärke zurückkehren", sagte BASF-Chef Jürgen Hambrecht der Zeitung "Die Welt" (Dienstagausgabe). Er fügte hinzu: "Der Weg dahin wird schwierig und unstet sein. Doch wir sehen erste Erholungstendenzen in der Branche." BASF hatte sich in den vergangenen drei Jahren durch milliardenschwere Übernahmen verstärkt. Zusammen mit dem organischen Wachstum steigerte das Unternehmen seine Umsätze zwischen 2004 und 2008 um 86,6 Prozent auf 62,3 Milliarden Euro. In den ersten neun Monaten dieses Jahres ging der Umsatz allerdings um 20 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum zurück.

manager-magazin.de mit Material von Nachrichtenagenturen

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