Spyker Holländer machen neues Angebot für Saab

Spyker gibt nicht auf: Der niederländische Sportwagenbauer hat überraschend ein neues Übernahmeangebot für den schwedischen Autobauer Saab vorgelegt. Man sei bereit, "alle Hindernisse für eine rasche Übernahme aus dem Weg zu räumen", erklärte Spyker-Chef Victor Muller.

Amsterdam - In dem neuen Angebot seien elf Vorschläge enthalten, mit denen die dringendsten Probleme der am Freitag abgebrochenen Verkaufsverhandlungen für Saab aus dem Weg geräumt werden sollten, teilte Spyker am Sonntag mit.

"Wir haben General Motors und alle anderen beteiligten Parteien gebeten, diese Offerte ernsthaft zu prüfen." GM hatte am Freitag angekündigt, mit der Abwicklung des schwedischen Traditionskonzerns zu beginnen. Gespräche mit Spyker und der schwedischen Regierung waren zuvor ergebnislos geendet.

Das neue Gebot hängt laut Spyker nicht mehr von einer Kreditzusage der Europäischen Investitionsbank (EIB) bis Jahresende ab. Der Autobauer zeigte sich daher zuversichtlich, dass das Geschäft damit noch vor Ablauf der von GM für den 31. Dezember gesetzten Verkaufsfrist in trockene Tücher gebracht werden könnte. Die Offerte gilt bis Montagabend. Von der Saab-Schließung wären 3400 Arbeitsplätze und 1100 Händler bedroht.

General Motors hatte am Freitag Gespräche über einen Verkauf von Saab an Spyker Cars für gescheitert erklärt. Die Geschäftstätigkeit von Saab werde eingestellt. Spyker Cars galt mit russischen und arabischen Investoren als letzter Interessent für den schwedischen Hersteller. Ein GM-Sprecher hatte aber auch erklärt, man sei "weiter offen für Angebote". Denkbar sei der Verkauf von Fertigungsanlagen oder etwa der Markenrechte.

manager magazin mit Material von reuters und dpa-afx