VW in Indien Erster Polo in Pune gebaut

Volkswagen hat in seinem neuen westindischen Werk in Pune den ersten VW Polo gefertigt. Die Fabrik soll helfen, die ehrgeizigen Ziele zu realisieren, die der Konzern in Indien hat. Dazu bedarf es aber noch billigerer Modelle - die bald schon aus der Kooperation mit Suzuki hervorgehen könnten.

Neu Delhi/Mumbai - Im westindischen Pune ist im neuen Volkswagen-Werk der erste Polo vom Band gelaufen. Für das Auto liegen laut der "Deutschen Welle" 130.000 Vorbestellungen vor. Der indische Markt gehört für VW zu den Zukunftsmärkten.

Der Konzern hat 580 Millionen Euro in Pune investiert. Seit Mai 2009 wird dort bereits der Skoda Fabia hergestellt. Insgesamt hat das Werk eine jährliche Kapazität von 110 000 Fahrzeugen, die alle für den indischen Markt bestimmt sind.

Beim Fertigungsstart des Polo in Pune räumte VW-Produktionschef Jochem Heizmann ein, dass Volkswagen  in Indien einen Wagen unter dem Preisniveau des Polo bauen müsse. Daran werde gearbeitet, eine Entscheidung sei aber noch nicht gefallen. Der Polo soll im März 2010 auf den indischen Markt kommen. Das Auto dürfte für viele Inder jedoch unerschwinglich sein.

Auch der Einstieg Volkswagen bei dem japanischen Hersteller Suzuki , der vergangene Woche bekanntgegeben wurde, wird von Beobachtern im Rahmen der Indienstrategie des Konzerns gedeutet. Um von der Motorisierung der Massen stärker zu profitieren, muss der Konzern, der in dem Land bisher vergleichsweise wenige Autos verkauft, deshalb auch günstigere Modelle anbieten. In Indien will der Konzern in den nächsten vier bis sechs Jahren acht bis zehn Prozent Marktanteil erreichen.

Einem Zeitungsbericht zufolge planen VW und sein neuer Partner Suzuki daher einen Kleinwagen, der auf dem Subkontinent für umgerechnet 2900 bis 3600 Euro verkauft werden soll. Damit wäre der Wagen etwa doppelt so teuer wie der Nano von Tata Motors  - das billigste Auto der Welt.

Das Werk Pune hat eine Kapazität von 110.000 Fahrzeugen. Gebaut werden dort der Polo und der Skoda Fabia, ab 2010 soll noch eine Limousine gefertigt werden.

manager magazin mit Nachrichtenagenturen

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