Tagesticker Energieriese scheitert mit Kohlekraftwerk

Der staatliche dänische Energiekonzern Dong Energy verzichtet auf ein Kohlekraftwerk in Lubmin. K+S nimmt mit einer Kapitalerhöhung fast 700 Millionen Euro ein, Lloyds 1,2 Milliarden Dollar. Der Dax schließt im Plus. Amerikas Konsumenten blicken wieder optimistischer in die Zukunft. Verfolgen Sie den Tagesticker auf manager magazin.

19.45 Uhr: Nach der Kapitalerhöhung stockt die teilverstaatlichte britische Großbank Lloyds (Kurswerte anzeigen) ihr Kernkapital (Tier 1) noch einmal um 1,2 Milliarden Dollar auf. Das Institut sammelte die Summe über den Tausch von in Dollar notierten Vorzugsaktien ein. Die Transaktion gehörte nicht zu der im November angekündigten Kapitalerhöhung über neun Milliarden Pfund.

19 Uhr: Der dänische Energiekonzern Dong Energy verzichtet auf eines der größten Kohlekraftwerksprojekte in Deutschland. Das 2,3 Milliarden Euro teure Kraftwerk in Lubmin bei Greifswald sollte aus zwei Blöcken mit jeweils 800 Megawatt Leistung bestehen. Für das Vorhaben hatte sich wiederholt auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ausgesprochen. Dem Rückzug waren mehrjährige heftige Proteste von Umweltverbänden und Bürgerinitiativen vorausgegangen.

18 Uhr: Positive Konjunkturdaten aus den USA haben dem Dax am Freitag Auftrieb gegeben Der Leitindex knüpfte mit plus 0,83 Prozent auf 5756,29 Punkte an sein Vortagsplus an. Im Wochenverlauf büßte er dennoch etwa ein Prozent ein.

17.20 Uhr: Der Düngemittelspezialist K+S (Kurswerte anzeigen) hat mit einer Kapitalerhöhung bei Investoren fast 700 Millionen Euro eingesammelt. "Wir gehen davon aus, dass wir durch diese Kapitalmaßnahme unser Investmentgraderating sichern", erklärte Finanzvorstand Jan Peter Nonnenkamp.

17 Uhr: Griechenland will sein ausuferndes Haushaltsdefizit binnen vier Jahren wieder in den Griff bekommen und unter die Maastricht-Grenze von 3 Prozent drücken. "Es ist ein sehr klares Programm, und wir sind absolut entschlossen, es umzusetzen", sagte Griechenlands Ministerpräsident George Papandreou.

16 Uhr: In den USA hat sich das von der Uni Michigan erhobene Konsumklima im Dezember überraschend deutlich aufgehellt. Der entsprechende Index sei von 67,4 Punkten im Vormonat auf 73,4 Zähler geklettert, teilte die Universität Michigan am Freitag in einer vorläufigen Erhebung mit. Volkswirte hatten lediglich mit 68,5 Punkten gerechnet.

15.40 Uhr: Angesichts einer geschätzten Finanzierungslücke von rund vier Milliarden Euro wächst die Gefahr von Zusatzbeiträgen bei den gesetzlichen Krankenkassen. Zwar sollen die Beiträge nicht sofort zum Jahreswechsel erhoben werden. Später sind Zusatzbeiträge auf breiter Front aber "durchaus wahrscheinlich", wie die Sprecherin des BKK-Bundesverbandes, Christine Richter.

14.30 Uhr: Der niederländische Finanzkonzern ING  will noch vor Weihnachten die Hälfte seiner Staatshilfen zurückzahlen. Als Termin sei der 21. Dezember vorgesehen, teilte ING mit. Für die Rückzahlung der Rate in Höhe von fünf Milliarden Euro konnte das Unternehmen demnach bessere Konditionen aushandeln als bislang festgelegt.

13.50 Uhr: Die EU-Staats- und Regierungschefs werden im Februar zu einem Sondergipfel zusammenkommen, um über Wirtschaftsfragen zu sprechen. Das kündigte EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso am Freitag in Brüssel nach Abschluss des EU-Gipfels an. Ein genauer Termin steht noch nicht fest. Die "Chefs" planen für den Februar eine "offene Diskussion über die wichtigsten wirtschaftlichen Herausforderungen". Die EU leidet im laufenden Jahr unter einem erwarteten Rückgang der Wirtschaftsleistung von vier Prozent. Im März wird es dann den regulären EU-Gipfel geben, der sich auch um Wirtschaftsfragen drehen wird

13.25 Uhr: Die Ölpreise sind am Freitag gestützt durch einen erwarteten Anstieg der weltweiten Rohölnachfrage gestiegen. Ein Barrel (159 Liter) der US-Referenzsorte West Texas Intermediate (WTI) zur Auslieferung im Januar kostete 70,96 US-Dollar. Das sind 42 Cent mehr als zum Handelsschluss am Vortag. Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent zur Auslieferung im Januar stieg um 51 Cent auf 72,40 Dollar. Die Erhöhung der Wachstumsprognose für die weltweite Rohölnachfrage durch die Internationale Energieagentur (IEA) habe die Ölpreise etwas gestützt, sagten Händler. Die tägliche Nachfrage werde 2010 bei 86,3 Millionen Barrel pro Tag liegen. Damit wurde die Prognose um 130.000 Barrel pro Tag angehoben.

EU für begrenzte Banker-Boni

12 Uhr: Deutschland gibt in den kommenden drei Jahren 1,26 Milliarden Euro für den Klimaschutz in den Entwicklungsländern. Diese Summe nannte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) beim Gipfeltreffen der EU-Staats- und Regierungschefs in Brüssel.

11.10 Uhr: Die Europäische Union spricht sich für eine Begrenzung der millionenschweren Banker-Boni aus. "Die Vergütungspolitik im Finanzsektor muss ein solides und wirksames Risikomanagement fördern und sollte zur Verhütung künftiger Krisen in der Wirtschaft beitragen", heißt es in dem am Freitag in Brüssel vorgelegten Entwurf der Abschlusserklärung des EU-Gipfels. Darin wird der Finanzsektor aufgefordert, "unverzüglich solide Vergütungspraktiken" anzuwenden. Zugleich werden die 27 EU-Mitgliedsstaaten aufgerufen, in diesem Zusammenhang "verfügbare kurzfristige Optionen" zu prüfen.

10.30 Uhr: Nach jahrelangen Verzögerungen ist der Airbus-Militärtransporter A400M zu seinem Erstflug gestartet. Die Maschine hob um 10.16 Uhr im südspanischen Sevilla mit sechs Besatzungsmitgliedern an Bord ab. Als Dauer des Fluges sind eine bis drei Stunden geplant. Die Entwicklung der A400M liegt wegen Problemen mit der Steuerung der Motoren mehr als drei Jahre hinter dem Zeitplan. Deutschland, das mit 60 Maschinen größtes Abnehmerland ist, wird damit seine erste Maschine nicht vor 2013 erhalten. Die erste Maschine könnte frühestens Ende 2012 an Frankreich gehen.

10 Uhr: Der niederländische Finanzkonzern ING  will dem Staat fünf Milliarden Euro an Kapitalhilfen zurückzahlen. Als Termin sei der 21. Dezember vorgesehen, teilte ING am Freitag mit. Auf dem Höhepunkt der Finanzkrise hatte der Staat ING mit zehn Milliarden Euro unter die Arme gegriffen.

9.10 Uhr: Der Dax  hat am Freitag mit Gewinnen in den Handel eingesetzt. Der Leitindex stieg um 0,9 Prozent auf 5759 Punkte. Zu den größten Gewinnern zählten im frühen Handel die Aktien der Deutschen Bank , die 1,2 Prozent auf 48,75 Euro zulegten. Zudem waren nach einer Kaufempfehlung von Morgan Stanley am Vormittag Linde-Aktien  gefragt, deren Kurs um 2,6 Prozent auf 84,56 Euro stieg.

8.40 Uhr: Der Internationale Währungsfonds (IWF) soll nach dem Willen der EU-Staats- und Regierungschefs eine weltweite Steuer auf Finanztransaktionen prüfen. Das geht aus einem am Freitag in Brüssel bekanntgewordenen Erklärungsentwurf für den Gipfel der Europäischen Union (EU) hervor. Die Vergütung im Finanzsektor müsse ein vernünftiges und effektives Risikomanagement fördern, hieß es in dem Entwurf weiter. Großbritannien und Frankreich hatten zuvor eine Steuer auf die Boni für Bank-Manager gefordert.

Bund muss 400 Milliarden Euro Kredit aufnehmen

7.30 Uhr: Der Bund muss einem Zeitungsbericht zufolge im kommenden Jahr so viele Kredite aufnehmen wie noch nie. Die Bruttokreditaufnahme werde bei 400 Milliarden Euro liegen, berichtet die "Bild"-Zeitung (Freitagausgabe) unter Berufung auf Regierungskreise. Das seien rund 50 Milliarden Euro mehr als in diesem Jahr. Grund sei unter anderem die im Bundeshaushalt geplante Neuverschuldung von insgesamt rund 100 Milliarden Euro sowie das Laufzeitende staatlicher Festzinspapiere.

7 Uhr: Kanada lehnt die von einigen europäischen Staaten angepeilte Sondersteuer auf Banker-Boni ab. "Wir wollen Kanada als Finanzzentrum stärken, daher wollen wir niemanden mit Strafsteuern belegen", sagte Finanzminister Jim Flaherty am Donnerstag vor dem Parlament. Kanada habe das stabilste Bankensystem der Welt und daher keinen Rettungsfonds mit dem Geld der Steuerzahler auflegen müssen. Mehrere EU-Staaten, darunter insbesondere Frankreich und Großbritannien, haben eine Steuer auf Boni von Bankern ins Gespräch gebracht. Hohe Bonuszahlungen, die das Eingehen großer Risiken für kurzfristige Gewinne belohnten, gelten neben lückenhafter Regulierung und Fehlern bei der Bankenaufsicht als Ursachen der schlimmsten Finanzkrise seit Jahrzehnten.

6.30 Uhr: Europas größter Autobauer Volkswagen will einem Zeitungsbericht zufolge mit seinem japanischen Partner Suzuki einen Kleinwagen für den indischen Markt entwickeln. Das Fahrzeug solle dort für umgerechnet 2900 bis 3600 Euro verkauft werden, berichtete die indische "Economic Times" am Freitag. Damit wäre das Auto etwa doppelt so teuer wie der von Tata Motor produzierte Nano - das billigste Auto der Welt.

6 Uhr: Beflügelt von Kursgewinnen bei Exportwerten und guten US-Vorgaben hat sich die Tokioter Börse am Freitag auf Erholungskurs begeben. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index legte im frühen Geschäft um ein Prozent auf 9958 Punkte zu. Der breiter gefasste Topix-Index stieg um 0,7 Prozent auf 880 Zähler. Vor allem exportorientierte Werte standen auf den Einkaufslisten der Börsianer. So verteuerten sich die Aktien des Elektronikgiganten Sony um rund ein Prozent. Auch die Anteilsscheine des Autobauers Honda Motor wurden gesucht und kletterten um ein Prozent.

manager-magazin.de mit Material von Nachrichtenagenturen

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