Tagesticker Goldman Sachs zahlt keine Boni in bar

Die US-Bank Goldman Sachs will Boni in Aktien zahlen. Der ehemalige Vorzeigeunternehme Lars Windhorst muss sich wegen Betrugs, Untreue und Insolvenzverschleppung vor Gericht verantworten. Porsche verlängert die Kurzarbeit, GM will den Opel-Sanierungsplan erst im Januar vorlegen. Verfolgen Sie den Tagesticker auf manager magazin.

20 Uhr: Die Topmanager von Goldman Sachs  erhalten in diesem Jahr keine Bar-Boni. Stattdessen soll jedes Mitglied des 30-köpfigen Spitzenmanagements die gesamte Sondervergütung in Form eines Aktienpakets erhalten, teilte die Bank mit. Von den Anteilen dürfen die Manager sich demnach nicht vor Ablauf von fünf Jahren trennen. "Damit stellen wir sicher, dass sich die Bonuszahlungen an der Entwicklung des Unternehmens ausrichten", sagte Bank-Chef Lloyd C. Blankfein. Goldman Sachs hat 2009 knapp 17 Milliarden Dollar für Boni zurückgelegt.

19.15 Uhr: Nach monatelangen Verhandlungen haben sich Polen und Russland auf ein neues Gas-Abkommen geeinigt. Polen werde ab 2010 jährlich 10,3 Milliarden Kubikmeter statt sieben bis acht Milliarden Kubikmeter aus Russland beziehen, teilte das Wirtschaftsministerium in Warschau am Donnerstag mit. Polens Regierung muss die Vereinbarung der beiden Konzerne PGNiG und Gazprom  noch absegnen.

18.15 Uhr: Die Ölpreise sind weiter gesunken. Ein Barrel (159 Liter) der US-Referenzsorte West Texas Intermediate (WTI) zur Auslieferung im Januar kostete am Abend 70,34 Dollar. Das waren 33 Cent weniger als zum Handelsschluss am Vortag. Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent zur Auslieferung im Januar sank zuletzt um 66 Cent auf 71,73 Dollar. Ein Barrel Opec Rohöl kostete am Mittwoch im Durchschnitt 73,70 Dollar. Das waren 1,10 Dollar weniger als am Dienstag.

18 Uhr: Der größte deutsche Schweinefleischvermarkter Tönnies will künftig nach China exportieren. Das Unternehmen erhalte eine Exportgenehmigung für China und werde so binnen kürzester Zeit seine Produkte in einem der wichtigsten Zukunftsmärkte der Welt anbieten können, teilte Tönnies mit. Marktexperten erwarteten für China eine Nachfragesteigerung nach Schweinefleisch bis 2015 von bis zu 17 Millionen Tonnen.

Windhorst vor Gericht

17.50 Uhr: Für den insolventen Textilfarbenhersteller Dystar hat sich ein Investor aus Indien gefunden. Der Wettbewerber Kiri Dyes & Chemicals (KDCL) plane die Übernahme von vier deutschen Standorten und 36 internationalen Tochterfirmen, teilte Dystar in Frankfurt mit. Dystar hatte im September Insolvenz beantragt. Ein Kaufpreis wurde nicht genannt. Dystar ist schon seit einigen Jahren im Besitz des US-Finanzinvestors Platinum Equity.

17.40 Uhr: Am deutschen Aktienmarkt haben die Kurse am Donnerstag wieder angezogen. Der Dax  stieg um ein Prozent auf 5709 Punkte. Händler führten die Kursbewegung vor allem auf die Erholung einiger Schwergewichte zurück, mochten aus den höheren Indexstände aber keinen klaren Trend ablesen. Vor allem die extrem geringen Umsätze machen den Börsianern zu schaffen. So fiel der Umsatz mit Dax-Titeln auf 2,3 (2,7) Milliarden Euro. Das Handelsvolumen betrug 80 (Vortag 97) Millionen Aktien.

17.30 Uhr: Der ehemalige Jungunternehmer Lars Windhorst muss sich im kommenden Jahr wegen Betrugs, Untreue und Insolvenzverschleppung vor Gericht verantworten. Eine entsprechende Anklage der Staatsanwaltschaft sei vom Landgericht Berlin zur Hauptverhandlung zugelassen worden, sagte ein Gerichtssprecher. Unter anderem soll Windhorst ein Darlehen von rund zehn Millionen Euro nur zum Bruchteil zurückgezahlt haben. Außerdem wird dem Unternehmer angelastet, Gelder einer von ihm geführten Aktiengesellschaft in Höhe von insgesamt 800.000 Euro auf sein Privatkonto abgezweigt zu haben.

17.20 Uhr: Das Abstimmungsverhalten des Bundesrats beim Wachstumsbeschleunigungsgesetz ist weiter offen. Zwar lehnte der Finanzausschuss der Länderkammer sowie der Ausschuss für Familie und Senioren das Steuerentlastungspaket der schwarz-gelben Bundesregierung ab, der Wirtschaftsausschuss stimmte ihm jedoch zu. Das teilte eine Sprecherin des Bundesrates mit. Aus diesen Voten lasse sich derzeit, eine gute Woche vor der möglicherweise entscheidenden Sitzung des Bundesrates zu den Steuererleichterungen, noch keine Entscheidung ablesen, sagte sie.

Porsche verlängert Kurzarbeit

16.10 Uhr: Mit rund 20 Monaten Verspätung startet der Airbus-Militärtransporter A400M an diesem Freitag in Sevilla zu seinem Jungfernflug. Airbus will die erste A400M in drei Jahren ausliefern. Auch bei einem Erfolg des Jungfernfluges ist das Projekt jedoch noch nicht gesichert. Wegen der Verzögerung und Mehrkosten in Milliardenhöhe verhandeln die Kundenstaaten mit dem Airbus-Konzern EADS  über eine Änderung der Preise und der Lieferfristen. Berlin verlangt dabei von EADS ein finanzielles Entgegenkommen. Bis zum Jahresende wird eine Einigung angestrebt.

15.40 Uhr: Dank überraschend guter Nachrichten vom Arbeitsmarkt sind die US-Börsen am Donnerstag mit Gewinnen in den Handel gestartet. Der Dow Jones  gewann 0,8 Prozent auf 10.414 Punkte. Der breiter gefasste S&P-500-Index legte ebenfalls 0,8 Prozent auf 1104 Zähler zu. Der Technologie-Index Nasdaq  kletterte 0,7 Prozent auf 2199 Punkte.

15.15 Uhr: Porsche  sieht kein Ende der Absatzkrise und verlängert die Kurzarbeit in der Sportwagenproduktion bis ins nächste Jahr hinein. Mit dem Betriebsrat seien für die Zeit von Januar bis März 16 Kurzarbeitstage vereinbart worden, teilte die künftige VW-Tochter am Donnerstag in Stuttgart mit. Die 2300 betroffenen Beschäftigten sollen dadurch keine Einkommenseinbußen haben.

14.55 Uhr: Die Lufthansa  ist vor dem Bundesverwaltungsgericht mit einer Klage gegen die einheitlichen Gebührensätze der deutschen Flughäfen mit internationalem Anschluss gescheitert. Dass die Gebühren zur Sicherung des An- und Abfluges für Flughäfen unabhängig von deren konkreten Kosten berechnet werden, widerspreche nicht dem geltenden Recht, entschied das Leipziger Gericht in einem Urteil am Donnerstag. Die Lufthansa hatte gefordert, die Gebühren von den jeweiligen Kosten der einzelnen Flughäfen abhängig zu machen.

Opel-Sanierungsplan erst nächstes Jahr

14.45 Uhr: Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA ist wieder gestiegen. In der Woche zum 5. Dezember habe die Zahl der Anträge auf 474.000 von 457.000 in der Vorwoche zugelegt, teilte das US-Arbeitsministerium mit. Gleichzeitig hat sich das US-Handelsbilanzdefizit im Oktober überraschend verringert. Das Defizit sei von revidiert 35,7 Milliarden Dollar im Vormonat auf 32,9 Milliarden Dollar zurückgegangen, teilte das US-Handelsministerium mit. Volkswirte hatten indes einen Anstieg des Defizits auf 36,8 Milliarden Dollar erwartet. Das geringere Defizit ist den Daten zufolge auf höhere Exporte zurückzuführen.

14.35 Uhr: In der Krise ist der Sparwille vieler Europäer deutlich gestiegen. Das hat die Europäische Zentralbank (EZB) ermittelt. Bis zum zweiten Quartal stieg die Sparquote der privaten Haushalte nach den Angaben der EZB auf 15,4 Prozent, 1,3 Prozentpunkte mehr als ein Jahr zuvor. Zugleich lag der private Verbrauch 2 Prozent niedriger. Die EZB nannte als wahrscheinliche Ursachen für die verstärkte Sparsamkeit die Unsicherheit auf dem Arbeitsmarkt und die Erwartung sinkender Haushaltseinkommen.

14 Uhr: Opel-Europa-Chef Nick Reilly will den Opel-Sanierungsplan für voraussichtlich erst im kommenden Jahr vorlegen. Es sehe so aus, als ob sich die Vorlage des Konzepts bis Januar hinziehen könnte, teilte Reilly mit. "Obwohl wir gehofft hatten, dass das neue Geschäftsmodell im Dezember steht, scheint es, dass mehr Arbeit notwendig ist", sagte Reilly.

13.30 Uhr: Die Arbeiterwohlfahrt (AWO) hält nichts von den Plänen der Bundesregierung zur Neuorganisation der Jobcenter. Zu befürchten seien "große Probleme" bei der Betreuung und Integration von Hartz-IV-Empfängern in den Arbeitsmarkt, sollten die Arbeitsgemeinschaften von Kommunen und Arbeitsagenturen wie vorgesehen aufgelöst werden, sagte der AWO-Bundesvorsitzende Rainer Brückers. Er forderte eine Grundgesetzänderung, um die praktizierte Kooperation in den Jobcentern fortsetzen zu können.

Millionenbußgeld gegen Zementhersteller

13.10 Uhr: Die krisengeschüttelte Bank of America  hat Staatshilfen von insgesamt 45 Milliarden Dollar (gut 30 Milliarden Euro) auf einen Schlag zurückgezahlt. Die Bank of America hatte sich über Wandelanleihen gut 19 Milliarden Dollar frisches Geld bei Investoren besorgt. Den Rest der Summe nahm sie aus der eigenen Kasse, die unter anderem durch Spartenverkäufe gut gefüllt war. Bankchef Kenneth Lewis bedankte sich am Mittwochabend ausdrücklich beim amerikanischen Steuerzahler: Die Geldspritze habe durch eine sehr schwierige Zeit geholfen.

13.05 Uhr: Trotz einer Kostensteigerung von rund einer Milliarde Euro wird das Bahn-Großprojekt "Stuttgart 21" umgesetzt. Darauf einigten sich die Deutsche Bahn, das Land Baden-Württemberg, die Stadt Stuttgart und der Verband Region Stuttgart bei einer Sitzung des Lenkungsausschusses am Donnerstag. Das Gremium fasste den Beschluss zur Umsetzung des Projekts auf Basis einer aktualisierten Kostenschätzung, wonach "Stuttgart 21" rund 4,09 Milliarden Euro kosten wird statt wie bislang kalkuliert knapp 3,08 Milliarden Euro. Zur Abdeckung weiterer Risiken während der Bauzeit stehen nun noch 438 Millionen Euro bereit.

13 Uhr: Die britische Notenbank hat ihr Kaufprogramm für Anleihen wie erwartet nicht verändert. Das Volumen des Programms bleibe bei 200 Milliarden Pfund, teilte die Bank of England (BoE) am Donnerstag in London mit. Volkswirte hatten mit dieser Entscheidung gerechnet. Erst im November hatte die Notenbank ihr Ankaufprogramm um 25 Milliarden auf 200 Milliarden Pfund ausgeweitet.

12.45 Uhr: Die polnischen Kartellbehörden haben ein Millionen schweres Bußgeld gegen den deutschen Zementhersteller Dyckerhoff  und die HeidelbergCement-Tochter Gorazdze Cement verhängt. Die Wettbewerbshüter werfen ihnen und fünf weiteren Konzernen Preisabsprachen vor. Insgesamt beliefen sich die Strafen auf 412 Millionen Zloty (knapp 100 Millionen Euro), teilte die Aufsichtsbehörde mit.

Gea baut komplette Fabrik in Australien

12.30 Uhr: Der Maschinenbau-Konzern Gea hat einen Auftrag über 23 Millionen Euro für eine komplette Milchpulverfabrik erhalten. Auftraggeber sei das australische Milchverarbeitungsunternehmen Burra Foods, teilte Gea am Donnerstag mit. Die Fabrik wird voraussichtlich im August 2010 fertiggestellt sein. Der Auftrag umfasse die Auslegung, Herstellung, Lieferung, Installation sowie die Inbetriebnahme der Anlage. Die im MDax notierte Gea Group wies 2008 einen Konzernumsatz von rund 5,2 Milliarden Euro aus.

12.15 Uhr: Die Beschäftigungsgarantie für das Daimler-Werk Sindelfingen dürfte bei einigen Zulieferern den Druck auf die Arbeitsplätze erhöhen. Daimler-Vorstandschef Dieter Zetsche teilte am Donnerstag mit, im eigenen Werk unter anderem die Fertigungstiefe zu erhöhen. Damit werden bislang an Fremdfirmen vergebene Aufträge künftig mit eigenen Mitarbeitern erledigt. Der Wegfall von Arbeitsplätzen im Daimler-Werk Sindelfingen durch die Verlagerung der C-Klasse-Produktion soll durch die Schaffung von mindestens 2700 neuen Stellen mit Hilfe neuer Aufgaben und zusätzlicher Produkte ausgeglichen werden.

12.10 Uhr: Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) plant für das nächste Jahr unverändert neue Schulden von bis zu 100 Milliarden Euro. Neben weiteren Krediten von 86 Milliarden Euro müssen Defizite der Nebenhaushalte des Bundes in Höhe von etwa 14 Milliarden Euro finanziert werden. Das geht aus einer Vorlage für den Finanzplanungsrat von Bund und Ländern hervor, der am Donnerstag in Berlin zu Beratungen zusammenkommen wollte.

12 Uhr: Der Lastwagen- und Maschinenbauer MAN zahlt wegen des Korruptionsskandals eine Geldbuße von 150 Millionen Euro. Die Münchner Justiz habe für die Nutzfahrzeug- und die Turbo-Sparte jeweils eine Geldbuße von 75,3 Millionen Euro festgesetzt, teilte der Konzern am Donnerstag mit. Auf Rechtsmittel habe man verzichtet. Damit seien die Ermittlungen wegen des Korruptionsverdachts aus den Jahren 2002 bis 2009 beendet. Verfahren gegen Einzelpersonen blieben davon aber unberührt.

Dubais Börse verzeichnet Kursgewinne

12 Uhr: Erstmals seit Bekanntwerden der Finanzkrise in Dubai Ende November hat die Börse Kursgewinne verzeichnet. Sie schloss am Donnerstag mit einem Plus von 7 Prozent. Die Aktien des Immobilienentwicklers Emaar schossen sogar um fast 15 Prozent in die Höhe, nachdem das Unternehmen am Vortag seine Zusammenarbeit mit dem verschuldeten Staatsfonds Dubai World für beendet erklärt hatte.

11 Uhr: Das Rheinisch-Westfälische Institut für Wirtschaftsforschung (RWI) hat seine Konjunkturprognose für Deutschland im kommenden Jahr erhöht. Angetrieben unter anderem von dem Export und öffentlichen Investitionen werde die Wirtschaft 2010 um 1,6 Prozent wachsen, sagte das RWI am Donnerstag in Essen vorher.

9.05 Uhr: Nach seinen Kursverlusten der vergangenen Tage hat sich der Dax  am Donnerstag stabilisiert. Er notierte kurz nach Eröffnung 0,1 Prozent tiefer bei 5646 Punkten. Im Technologie-Index TecDax  zogen die Aktien von Manz Automation um 3,1 Prozent auf 57,94 Euro an. Der Spezialmaschinenbauer hatte den Eingang von Neuaufträgen im Gesamtvolumen von 15 Millionen Euro bekanntgegeben.

9 Uhr: Nicht nur Großbritannien, auch Frankreich will, dass die hohen Bonuszahlungen in der Finanzbranche weltweit mit einer Sondersteuer eingedämmt werden. Unter den Maßnahmen zum Umbau des Finanzsystems habe die Boni-Steuer Priorität, schrieben der britische Premierminister Gordon Brown und der französische Präsident Nicolas Sarkozy in einem Gastbeitrag im "Wall Street Journal". Dabei sei klar, dass man im globalen Maßstab handeln müsse. Mit den Mitteln aus der Sondersteuer könne unter anderem auch der Kampf gegen den Klimawandel finanziert werden.

9 Uhr: In Frankreich ist die Industrieproduktion im Oktober überraschend gesunken. Auf Monatssicht sei die Produktion um 0,8 Prozent zurückgegangen, teilte die Statistikbehörde INSEE am Donnerstag in Paris mit. Volkswirte hatten hingegen mit einem Plus von 0,6 Prozent gerechnet. Im Vormonat war die Produktion um revidierte 1,2 Prozent gefallen. Zunächst war noch ein Rückgang von 1,5 Prozent ermittelt worden.

8.25 Uhr: Die Weltbank finanziert mit mehr als 5,5 Milliarden Dollar (3,7 Milliarden Euro) den Bau von Solarkraftwerken in fünf arabischen Ländern. Der Fonds für saubere Energien der Weltbank werde in den kommenden drei bis fünf Jahren 750 Millionen Dollar für den Bau von elf thermischen Solarkraftwerken in Algerien, Ägypten, Jordanien, Marokko und Tunesien investieren, teilte die Weltbank mit. Hinzu kämen dank dieser Anfangsfinanzierung rund 4,85 Milliarden Dollar von anderen Investoren für die Kraftwerke. Sie sollen "rund ein Gigawatt" Strom erzeugen und damit die derzeitige Leistung thermischer Solarkraftwerke weltweit verdreifachen.

8.20 Uhr: Eon Ruhrgas wird in diesem Jahr wahrscheinlich weniger Gas als in den langfristigen Lieferverträgen vorgesehen aus Russland importieren. Der Vorstandschef der Eon-Tochter, Bernhard Reutersberg, sagte der "Welt" (Donnerstag), dass unter Umständen die Mindestabnahmemengen nicht erreicht würden. In diesem Fall muss Eon einen nicht näher genannten Betrag an den russischen Staatskonzern Gazprom überweisen, ohne dafür jetzt Gas zu beziehen.

Fraport verzeichnet Erholung bei Verkehrszahlen

8.20 Uhr: Der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport hat im November eine weitere Erholung bei den Verkehrszahlen verzeichnet. Wie Fraport am Donnerstag mitteilte, wurden am Flughafen Frankfurt rund 3,9 Millionen Fluggäste gezählt. Das seien nur noch 0,2 Prozent weniger als im Vorjahresmonat und stelle eine deutliche Erholung im Vergleich zu den Vormonaten dar.

8.10 Uhr: Die Erholung der Wall Street im späten Handel am Vorabend wirkt laut Händlern positiv. Der X-Dax stand um 8.10 Uhr bei 5653 Punkten um 0,09 Prozent über dem Xetra-Schluss des deutschen Leitindex vom Vortag. Die vergangenen drei Handelstage war der Dax unter Druck geraten und hat bis zu 4,33 Prozent verloren.

7.35 Uhr: Die dänischen Gastgeber beim Kopenhagener Klimagipfel wollen am Wochenende einen ersten Entwurf für ein globales Abkommen zur Bekämpfung des Klimawandels vorlegen. Das kündigte Ministerpräsident Lars Løkke Rasmussen in der Nacht zum Donnerstag im Fernsehen an. Er besuchte überraschend die Konferenz, nachdem Entwicklungs- und Schwellenländer Dänemarks Leitung der Verhandlungen als einseitige Parteinahme für die reichen Staaten attackiert hatten. Diese Kritik nannte Rasmussen "Theaterdonner" und meinte weiter: "Das ist normal bei so einer Konferenz".

7 Uhr: Die Wirtschaftskrise hat die Karriereperspektiven von BWL- und VWL-Absolventen merklich eingetrübt. Zwar ging die Arbeitslosigkeit unter Betriebs- und Volkswirten im Jahr 2009 entgegen dem Trend weiter zurück. Der Berufseinstieg wird jedoch immer schwerer, wie aus einer Studie der Bundesagentur für Arbeit hervor geht. So waren 2008 gut vier von zehn arbeitslosen Betriebswirten unter 35 Jahre alt. Im Jahr 2000 lag der Anteil junger Arbeitsloser erst bei 31,2 Prozent.

Dienstag, 6.55 Uhr: Die Wirtschaft fürchtet sich vor empfindlichen Einschnitten bei der Kreditversorgung durch die Landesbanken. "Die Lage auf den Kreditmärkten könnte sich empfindlich verschärfen", warnte Reinhard Kudiß, Finanzexperte des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), vor den Folgen der geplanten Auflagen für die Landesbanken durch die EU-Kommission. Schon jetzt wären immer wenige Kreditinstitute in der Lage, größere Kreditabschnitte zu bedienen, sagte Kudiß dem "Handelsblatt" (Donnerstagausgabe) in Düsseldorf.

Mittwoch, 21.00 Uhr: Die Gefahr einer Kreditklemme ist nach Einschätzung von Bundesbankpräsident Axel Weber nicht vollständig gebannt. "Ich versichere Ihnen, dass wir auch künftig das Kreditvergabeverhalten deutscher Banken genau beobachten und analysieren werden", sagte Weber, der auch Mitglied im Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) ist, am Mittwoch in Frankfurt vor Familienunternehmern. Allerdings dürften Einschränkungen in der Kreditvergabe bei einzelnen Instituten nicht mit einer allgemeinen Kreditklemme verwechselt werden. Das gleiche gelte für konjunkturell gebotene Verschärfungen des Kreditangebots wie etwa höhere Sicherheiten oder Risikozuschläge.

manager-magazin.de mit Material der Nachrichtenagenturen

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