Tagesticker Indianer bekommen 3,4 Milliarden Dollar

Die USA haben einen Rechtsstreit beigelegt und zahlen Indianern 3,4 Milliarden Dollar. Der Steuerzahlerbund hält Steuersenkungen nach Einsparungen für möglich. Eon gibt sich im Streit um Europas größtes Kohlekraftwerkprojekt nicht geschlagen. Der Dax ist zurückgefallen. Verfolgen Sie den Tagesticker auf manager magazin.

22.10 Uhr: Die US-Börsen haben im Minus geschlossen. Der Dow Jones (Kurswerte anzeigen) verlor 1 Prozent auf 10.285 Punkte. Der breiter gefasste S&P-500-Index gab 1,03 Prozent nach auf 1091 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq (Kurswerte anzeigen) fiel 0,76 Prozent auf 2172 Punkte.

20.20 Uhr: Der Airbus-Militärtransporter A400M soll am kommenden Freitag mit mehr als zweijähriger Verspätung zu seinem Jungfernflug abheben. Airbus-Sprecher Jaime Perez-Guerra sagte, die abschließenden Tests seien erfolgreich verlaufen und der A400M werde höchstwahrscheinlich am Freitagmorgen erstmals starten.

19.10 Uhr: Ein langwieriger Rechtstreit zwischen der US-Regierung und Indianern geht mit einer milliardenschweren Einigung zu Ende. Innenminister Ken Salazar kündigte an, der Bund werde einzelnen Ureinwohnern und Indianer-Nationen insgesamt 3,4 Milliarden Dollar zahlen, um eine vor 13 Jahren eingereichte Klage wegen Misswirtschaft bei Treuhandfonds beizulegen. Unter anderem sollen 300.000 Indianer je mindestens 1500 Dollar erhalten. Justizminister Eric Holder begrüßte die Einigung, die noch vom Kongress und einem Gericht bestätigt werden muss.

18.50 Uhr: Eon  hat bei der Stadt Datteln einen Antrag auf die Aufstellung eines neuen Bebauungsplanes für sein Steinkohlekraftwerk gestellt. Mit dem neuen Bebauungsplan hoffe man, die vom Oberverwaltungsgericht Münster monierten Punkte ausräumen zu können, sagte ein Eon-Sprecher. Das Gericht hatte am 3. September den Bebauungsplan für das Eon-Projekt aufgehoben.

18 Uhr: Der Bund der Steuerzahler hat den Empfehlungen des Bundesrechnungshofes widersprochen, wonach die Bundesregierung auf weitere Steuersenkungen verzichten sollte. Für den Steuerzahlerbund seien "Konsolidieren und Steuern senken im Gleichklang möglich", glaubt Verbandspräsident Karl Heinz Däke.

17.30 Uhr: Der deutsche Aktienmarkt ist heute in die roten Zahlen gerutscht. Der Frankfurter Leitindex Dax  schloss mit einem Minus in Höhe von 1,66 Prozent. Der Index fiel somit auf 5688,58 Punkte.

16.30 Uhr: Die Bundesdruckerei wird Zypern mit 500.000 Blanko-Reisepässen beliefern. Die Dokumente würden in Deutschland produziert und in Zypern um die Daten des Passinhabers ergänzt, sagte eine Sprecherin in Berlin. Ein Tintenstrahldrucker bringt dabei das Foto und die Schrift auf die leeren Seiten auf, die anschließend mit einer speziellen Sicherheitsfolie überzogen werden. Nach Zypern liefert die Bundesdruckerei auch Computersysteme, die Daten zentral erfassen und die Ausgabe der Pässe koordinieren sollen.

Fitch stuft Kreditwürdigkeit Griechenlands herab

15.30 Uhr: Die US-Börsen sind mit Verlusten in den Handel gestartet. Der Dow Jones (Kurswerte anzeigen) verlor in den ersten Handelsminuten 1,06 Prozent auf 10.278 Punkte. Der breiter gefasste S&P-500-Index gab 1,04 Prozent auf 1091 Zähler nach. Der Technologie-Index Nasdaq (Kurswerte anzeigen) sank 1,03 Prozent auf 2167 Punkte.

14.30 Uhr: Die Bundesregierung will den Ausbau der Breitbandnetze mit Nachdruck vorantreiben. Ein Investitionsvolumen von rund 40 Milliarden Euro werde dafür zur Verfügung gestellt, kündigte Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) am Dienstag in der sogenannten "Stuttgarter Erklärung" auf dem IT-Gipfel an.

14.00 Uhr: Die Ratingagentur Fitch hat die Kreditwürdigkeit von Griechenland auf "BBB+" von "A-" herabgestuft. Der mittelfristige Ausblick für die Entwicklung der Staatsfinanzen mache Sorgen, teilte Fitch am Dienstag mit. Erstmals seit zehn Jahren wird der Euro-Staat damit nicht mehr als sogenanntes A-Land eingestuft. Top-Schuldner wie die Bundesrepublik Deutschland haben mit "AAA" das beste Rating.

13.15 Uhr: Der Dax  gerät unter Druck geraten und hat zuletzt 1,05 Prozent auf 5724 Zähler verloren. Händler verwiesen auf Medienberichte, denen zufolge die Tochterfirma von Dubai World, Nakheel, einen massiven Verlust im ersten Halbjahr eingefahren hat. "Damit überschlagen sich die Sorgen um eine mögliche Kreditkrise in dem arabischen Emirat", sagte ein Händler.

Produktion in Deutschland geht zurück

12.30 Uhr: Die milliardenschweren Konjunkturpakete werden der Baubranche 2010 voraussichtlich leichten Aufwind bei den Umsätzen bescheren. "Für das kommende Jahr erwarten wir mindestens eine schwarze Null, ein geringes Wachstum ist in Aussicht", sagte der Präsident des Zentralverbands des Deutschen Baugewerbes (ZDB), Hans-Hartwig Loewenstein, in Berlin. Im Wirtschaftsbau hat die Krise allerdings tiefe Spuren hinterlassen: In den ersten neun Monaten 2009 seien die Aufträge um 17,5 Prozent eingebrochen, die Umsätze gingen im selben Zeitraum um 11 Prozent zurück. Für das Gesamtjahr geht der Verband davon aus, dass 4,1 Milliarden Euro weniger erlöst werden als 2008.

12 Uhr: Die Erzeugung im deutschen produzierenden Gewerbe ist im Oktober gesunken. Wie das Bundeswirtschaftsministerium in Berlin unter Berufung auf vorläufige Angaben des Statistischen Bundesamtes und der Deutschen Bank mitteilte, verringerte sich die Produktion gegenüber dem Vormonat preis- und saisonbereinigt um 1,8 Prozent. Im September habe sie um 3,1 Prozent zugenommen.

11.15 Uhr: Der Bundesrechnungshof hat den geplanten schwarz- gelben Steuerentlastungen eine Absage erteilt. Für Steuersenkungen gebe es derzeit keinen finanzpolitischen Spielraum, sagte Rechnungshof-Präsident Dieter Engels am Dienstag bei der Vorlage des aktuellen Prüfberichtes. Angesichts eines Schuldenberges von einer Billion Euro sowie einer Rekord-Neuverschuldung sei das Gebot der nächsten Jahre vielmehr die Sanierung des Bundeshaushaltes. Aus Sicht der Rechnungsprüfer sind Einsparungen und Mehreinnahmen von 21 Milliarden Euro innerhalb von fünf Jahren kurzfristig machbar.

11.45 Uhr: Die deutsche Chemieindustrie rechnet für das kommende Jahr wieder mit einem Wachstum. Dabei werde ein Anstieg der Produktion um 5 Prozent erwartet, wie der Verband der Chemischen Industrie (VCI) am Dienstag mitteilte. Der Umsatz soll um 6 Prozent steigen. Die Chemie komme aus einem tiefen Tal, sagte VCI-Präsident Ulrich Lehner. Das Niveau des ersten Halbjahres 2008, als die Chemie auf "dem Gipfel" gestanden habe, werde erst in mehreren Jahren wieder zu erreichen sein.

Dubai-Krise hält an

10.45 Uhr: Im Sog der Kreditkrise des Staatsfonds Dubai World sind die Aktienkurse in Dubai und Abu Dhabi am Dienstag erneut eingebrochen. In Dubai gab der Index am Vormittag um 6 Prozent nach, in Abu Dhabi um 3 Prozent.

10 Uhr: Die Volkswagen-Tochter Audi  hat den Absatz im November gesteigert. Die Zahl der verkauften Fahrzeuge kletterte auf rund 82.750 Fahrzeuge, das sind 8,9 Prozent mehr als vor einem Jahr, teilt der Konzern am Dienstag mit. Dazu hätten vor allem deutliche Zuwächse in China und etwas höhere Verkaufszahlen in den USA beigetragen. Weil Audi - wie alle Hersteller - zu Jahresbeginn kräftige Rückgänge verbuchte, lag der weltweite Absatz von Januar bis November mit 870.600 Autos 5,4 Prozent unter dem Vorjahreswert. Für das Gesamtjahr 2009 peilt der Konzern weiter einen Absatz von 925.000 Autos an. 2008 hatten die Ingolstädter mehr als eine Million Fahrzeuge verkauft.

09.05 Uhr: Der deutsche Aktienmarkt hat am Dienstagmorgen im nachrichtenarmen Geschäft leichte Verluste verbucht. Der Leitindex Dax  sank wenige Minuten nach Börseneröffnung um 0,38 Prozent auf 5762 Punkte. Der MDax mittelgroßer Werte verlor 0,22 Prozent auf 7420 Punkte. Der TecDax zeigte sich fast unverändert mit minus 0,01 Prozent auf 814,67 Zähler. Gegen den Trend zogen die Aktien der Deutschen Post deutlich an. Händler führten das Plus von 1,6 Prozent auf die Anhebung der Gewinnprognose durch den US-Konkurrenten FedEx zurück.

08.45 Uhr: Der Umsatz im Handwerk ist im dritten Quartal um 5,1 Prozent gesunken. Auch die Zahl der Beschäftigten ging im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 2,1 Prozent zurück, teilt das Statistische Bundesamt mit. Der mit Abstand größte Umsatzeinbruch wurde mit minus 20,4 Prozent von den Handwerken für den gewerblichen Bedarf gemeldet.

08.30 Uhr: Die Zahl der Firmenpleiten ist nach dem Ende der Rezession in Deutschland im September nach oben geschnellt. Mit 2910 Unternehmen traten 17,4 Prozent mehr den Gang zum Insolvenzrichter an als im Vorjahr, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag mitteilte. Der Anstieg dürfte sich nach Einschätzung der Statistiker in den kommenden Monaten fortsetzen: Für das Gesamtjahr sei mit mehr als 34.000 Firmeninsolvenzen zu rechnen - so vielen wie seit 2006 nicht mehr.

07.45 Uhr: Nach einer sechstägigen Gewinnserie ist der japanische Aktienmarkt am Dienstag mit leichten Abschlägen aus dem Handel gegangen. Gewinnmitnahmen und ein gegenüber dem US-Dollar wieder festerer Yen zehrten die abermaligen Gewinne der Titel exportorientierter Unternehmen auf. Der Nikkei schloss 0,27 Prozent tiefer bei 10.140 Punkten.

07.15 Uhr: Händler erwarten am Dienstag einen kaum veränderten Start des Dax. Finspreads berechnete den Dax am Morgen mit minus 0,02 Prozent auf 5.783 Punkte nur einen Tick unter seinem Vortagesschluss. Einen leichten Dämpfer könnten die Vorgaben geben. An der New Yorker Börse hatte der Dow Jones nur mit einem hauchdünnen Plus geschlossen.

06.00 Uhr: Chinas größter Autobauer SAIC hat im November fast doppelt so viele Autos wie vor einem Jahr verkauft. Der Absatz sei um 91 Prozent auf 252.190 Fahrzeuge gestiegen, teilte der Volkswagen-Partner am Dienstag mit. Das Gemeinschaftsunternehmen mit VW habe 65.166 Autos nach 39.039 vor einem Jahr verkauft, das Joint-Venture mit General Motors setzte 78.777 Fahrzeuge nach 29.469 Autos im November 2008 ab. Von Januar bis November verkaufte SAIC den Angaben nach 2,44 Millionen Autos, ein Plus von 54,3 Prozent. Der Konzern profitierte vor allem von einer auch in China eingeführten Abwrackprämie der Regierung.

05.30 Uhr: Die japanische Regierung hat am Dienstagmorgen ein weiteres Milliardenpaket zur Ankurbelung der Konjunktur verabschiedet. Mit den 7,2 Billionen Yen (54,5 Milliarden Euro) soll die Wirtschaft angesichts von Deflation und steigendem Yen wieder stimuliert werden. Das Konjunkturpaket ist das erste, das unter dem neuen Regierungschef Yukio Hatoyama seit seinem Amtsantritt im September verabschiedet wurde. Der Umfang des Pakets ist etwas höher ausgefallen als die 7,1 Billionen Yen, die ursprünglich im Gespräch waren.

Siemens steigert China-Absatz um 7 Prozent

05.00 Uhr: Der Elektrokonzern Siemens hat seinen Absatz in China im abgelaufenen Geschäftsjahr um 7 Prozent gesteigert. Der Zuwachs liegt unter den eigenen Erwartungen, aber deutlich über der Geschäftsentwicklung im Krisenjahr in anderen Ländern. China und andere aufstrebenden Märkte seien in der Weltwirtschaftskrise die "treibenden Wachstumskräfte", während das Geschäftsumfeld in den Industrienationen auch im neuen Jahr schwierig bleiben werde, sagte Siemens-Chef Peter Löscher am Dienstag in Peking.

04.00 Uhr: Betriebsrat und Werksleitung des Autobauers Daimler werden heute (Dienstag) erstmals über die Zukunft des Daimler-Standortes Sindelfingen verhandeln. Dabei geht es um die Sicherung von Beschäftigung im Zeichen der geplanten Verlagerung der C-Klasse-Produktion nach Bremen und ins US-Werk in Tuscaloosa (Alabama).

03.00 Uhr: General Motors führt Kreisen zufolge Gespräche mit dem chinesischen Autobauer BAIC über einen Verkauf von Teilen seiner schwedischen Tochter Saab. Es gehe unter anderem um Saab-Technologie, die den Chinesen die Produktion von Autos im eigenen Land basierend auf älteren Saab-Modellen ermöglichen würde, sagten zwei mit den Gesprächen vertraute Personen. Eine Übernahme der Saab-Produktionsstätte im schwedischen Trollhättan komme indes für die Beijing Automotive Industry Holding Group nicht in Frage.

1.30 Uhr: Die Aktienbörsen in Tokio haben am Dienstag im Minus tendiert. Händler machten Gewinnmitnahmen nach den Anstiegen in den vergangenen Tagen als Grund aus. Zudem weckte US-Notenbankchef Ben Bernanke neue Sorgen über den Zustand der amerikanischen Konjunktur. Bernanke hatte am Montag zwar auf eine verbesserte Wirtschaftslage hingewiesen, zugleich aber vor weiteren Risiken wie einer anhaltend hohen Arbeitslosigkeit gewarnt. Der Nikkei lag kurz nach Börsenstart 0,5 Prozent im Minus bei 10.111 Punkten.

00.00 Uhr: Für die zum Verkauf stehende schwedische Ford-Tochter Volvo  gibt es einen dritten Interessenten. Das schwedische Konsortium Jakob AB sei bereit, ebenfalls ein Gebot für Volvo vorzulegen, sagte Gruppen-Chef Peder Fast am Montag der Nachrichtenagentur Reuters. Das Konsortium ist aus einer Initiative einer Techniker-Gewerkschaft bei Volvo hervorgegangen. Jakob wolle mit dem Gebot voranschreiten, wenn das Konsortium eine positive Rückmeldung von Ford erhalten sollte, fügte Fast hinzu.

23.45 Uhr: Der US-Paketdienstleister FedEx hat seine Gewinnprognose für das zweite Geschäftsquartal erhöht. Dank anziehender Nachfrage im Luftfahrtbereich vor allem in Asien und Lateinamerika sowie Kosteneinsparungen rechne der Konzern nun mit einem Gewinn je Dividendenpapier von 1,10 Dollar, teilte der Rivale von United-Parcel-Service und TNT in der Nacht zu Dienstag (MEZ) mit. Zuvor war das Unternehmen von einem Ergebnis je Aktie zwischen 0,65 und 0,95 Dollar ausgegangen. Analysten erwarteten bislang im Schnitt 0,85 Dollar je Anteilsschein. FedEx will seine Zahlen für das zweite Geschäftsquartal am 17. Dezember vorlegen.

manager-magazin.de mit Material der Nachrichtenagenturen

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