Sonntag, 20. Oktober 2019

Tagesticker Industrie soll 2010 um 5 Prozent wachsen

Der DIHK rechnet damit, dass die hiesige Industrie im kommenden Jahr um 5 Prozent zulegen wird. Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle will mehr Wettbewerb auf dem Energiemarkt. Die Wirtschaftskrise hat weltweit 20 Millionen Jobs gekostet. Der Dax hat den Handelstag mit Verlusten beendet. Verfolgen Sie den Tagesticker auf manager magazin.

21 Uhr: Aufgrund deutlich verbesserter Geschäftserwartungen rechnet der DIHK mit einem Zuwachs der Industrieproduktion in Deutschland im kommenden Jahr von 5 Prozent. "Aber trotz dieses Wachstums bleibt die Produktion noch längere Zeit hinter dem hohen Vorkrisenniveau zurück", sagte Martin Wansleben, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK).

Höherer Ausstoß: DIHK rechnet mit steigenden Produktionszahlen hiesiger Industrieunternehmen in 2010
20 Uhr: Der US-Düngemittelhersteller CF Industries hat seine feindliche Übernahmeofferte für den kleineren Konkurrenten Terra Industries aufgestockt. CF biete nun umgerechnet 3,1 Milliarden Euro für seinen heimischen Rivalen, teilte das Unternehmen mit - und wehrt sich zeitgleich dagegen, selbst durch die ebenfalls feindliche Übernahme von dem kanadischen Rivalen Agrium geschluckt zu werden.

19 Uhr: Bundeswirtschaftminister Rainer Brüderle (FDP) will mehr Wettbewerb auf dem Energiemarkt. "Nur ein funktionierender Wettbewerb auf dem Energiemarkt kann Anbieter dazu bringen, ihre Preise zu senken", sagte der FDP-Politiker der "Leipziger Volkszeitung". Voraussetzung dafür sei auch, dass es keine zusätzlichen Belastungen mit energiebezogenen Steuern und Abgaben gebe.

18 Uhr: Der deutsche Aktienmarkt hat uneinheitlich geschlossen. Der Leitindex Dax Börsen-Chart zeigen verlor 0,6 Prozent auf 5785 Punkte. Dagegen gewann der MDax Börsen-Chart zeigen 0,2 Prozent auf 7436 Zähler, und der TecDax Börsen-Chart zeigen legte 0,7 Prozent auf 815 Punkte zu.

17 Uhr: Der britische Finanzinvestor Oakley Capital hat die Mehrheit an dem Verbraucherportal Verivox übernommen. Oakley halte 51 Prozent der Anteile, teilte das auf Energie und Telekommunikation in Deutschland spezialisierte Portal am Montag mit. Die restlichen Anteile seien in der Hand der Geschäftsführer und Firmengründer Andrew Goodwin und Alexander Preston.

16.30 Uhr: Europas größter Autokonzern Volkswagen Börsen-Chart zeigen übernimmt wie angekündigt knapp die Hälfte des Sportwagengeschäfts von Porsche Börsen-Chart zeigen. Volkswagen beteilige sich mit 49,9 Prozent an der Porsche AG, teilte der Autobauer am Montag in Wolfsburg mit. Der Preis betrage 3,9 Milliarden Euro.

Einstieg perfekt: Volkswagen beteiligt sich mit 49,9 Prozent an der Porsche AG
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Einstieg perfekt: Volkswagen beteiligt sich mit 49,9 Prozent an der Porsche AG
15 Uhr: Die Wirtschaftskrise hat der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) zufolge weltweit mindestens 20 Millionen Jobs vernichtet. Bei einem vorzeitigen Ende staatlicher Konjunkturprogramme könnten bis zu 43 Millionen Arbeitsplätze gefährdet sein - vor allem von gering Qualifizierten, Älteren und Migranten. "Die globale Beschäftigungskrise ist nicht vorbei", sagte ILO-Direktor Raymond Torres am Montag.

14.45 Uhr: Steuerexperten rechnen nicht mit einem schnellen höchstrichterlichen Urteil über die Vereinbarkeit des Solidaritätszuschlags mit dem Grundgesetz. Bis zu einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts in dieser Frage würden zwei Jahre vergehen, sagte der Präsident der Bundessteuerberaterkammer, Horst Vinken. Sollte das Gericht den Soli kippen, rechne er nicht mit einem rückwirkenden Urteil oder einer Rückzahlung von zweistelligen Milliardenbeträgen an Bürger und Unternehmen.

14.30 Uhr: Der Autozulieferer Bosch will in Salzgitter bis Ende 2012 insgesamt 350 Stellen abbauen. Das teilte das Unternehmen am Montag mit. "Wir werden die Pläne auf keinen Fall akzeptieren", sagte Brigitte Runge, die Betriebsratschefin. Bosch plant, die Fertigung von Motor- und Getriebesteuergeräten in Hybrid-Technologie nach Ungarn zu verlagern.

13.45 Uhr: Angesichts einer Erholung des Dollar haben die Anleger an den Rohstoffmärkten am Montag Kasse gemacht. Vor allem der Goldpreis kam von dem Rekordkurs ab, den er Anfang November eingeschlagen hatte. Die Feinunze verbilligte sich um bis zu 2 Prozent auf 1135,80 Dollar. Auch die Preise für Öl und Industriemetalle sanken spürbar.

13.30 Uhr: Die Auftragseingänge in der deutschen Industrie sind im Oktober um 2,1 Prozent gesunken. Das hat das Bundeswirtschaftsministerium mitgeteilt. Noch im September seien die Zahl der Aufträge um 1,3 Prozent gestiegen. Insgesamt ist das Minus der erste Auftragsrückgang nach sieben Monaten mit höheren Orders in Folge.

Hermann Löns, die Heide glüht: Auch der Energiekonzern RWE Dea sucht jetzt sein Glück in der Heide
Tourismus Region Celle/DDP
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13 Uhr: Die Wirtschaftskrise hat den Güterumschlag in den Häfen von Bremen in diesem Jahr um fast 17 Prozent einbrechen lassen. Am stärksten ging der Automobilumschlag zurück, er sank um 40 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Gesamtumschlag zum Jahresende dürfte mit etwa 62 Millionen Tonnen um 16,8 Prozent niedriger ausfallen als im Vorjahr, sagte Wirtschaftssenator Ralf Nagel.

12.30 Uhr: Im Süden der Lüneburger Heide sucht RWE Dea mit Probebohrungen nach neuen Erdöl-Lagerstätten gesucht. In geologische Untersuchungen waren zuvor bei Ummern (Kreis Gifhorn) Hinweise auf das schwarze Gold entdeckt worden. RWE Dea plant nun insgesamt drei Probebohrungen. "Wir prüfen, ob in 1500 Meter Tiefe Öllagerstätten vorkommen", sagte Derek Mösche, Pressesprecher der RWE Dea in Hamburg. Die hohen Ölpreise, aber auch neue Fördertechniken machen die Ausbeute kleinerer Vorkommen wieder wirtschaftlich interessanter.

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