Klage gegen Betriebsvereinbarung Daimler: Es droht kein Milliardenschaden

Der mögliche Schaden der Klage der Christlichen Gewerkschaft Metall gegen den Automobilkonzern Daimler läge nach Angaben des Konzerns deutlich unter einer Milliarde Euro. Es gehe lediglich um eine Summe im mittleren zweistelligen Millionenbereich, sagte eine Konzernsprecherin.

Hamburg/Stuttgart - Die Christlichen Gewerkschaft Metall (CGM) klagt gegen eine Betriebsvereinbarung von Ende April. Daimler  hatte sich mit dem Gesamtbetriebsrat unter anderem darauf geeinigt, dass fast alle Beschäftigten bis Ende Juni 2010 8,75 Prozent weniger arbeiten und auch dementsprechend weniger verdienen.

Die Arbeitszeitverkürzung ist der Kern eines Maßnahmenbündels, mit dem Daimler rund zwei Milliarden Euro einsparen will. Nach Angaben aus Gewerkschaftskreisen geht es in der Betriebsvereinbarung um einen hohen dreistelligen Millionenbetrag.

Andere Beteiligte hatten zuvor gar von einer Milliardensumme geredet, die auf dem Spiel stehe.

Die CGM und der für sie tätige Anwalt Stefan Nägele fordern nach Informationen des manager magazins, Daimler müsse das einbehaltene Gehalt nachzahlen. Die Betriebsvereinbarung sei nicht rechtswirksam zustande gekommen. Am Montag um 10.45 Uhr ist zu dem Rechtsstreit ein Gütetermin vor dem Arbeitsgericht Stuttgart angesetzt. Daimler hält die Klage für unbegründet.

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