Tagesticker Erholung des Dollar drückt Goldpreis

Positive US-Konjunkturdaten haben den Dax am Freitag über der 5800-Punkte-Marke schließen lassen. Die deutsche Wirtschaft wird laut Bundesbank in diesem Jahr weniger schrumpfen als erwartet. Und Christian Wulff sieht das Land Niedersachsen als einen Gewinner der Verschmelzung von Porsche und VW. Verfolgen Sie den Tagesticker auf manager magazin.

21.30 Uhr: Der Goldpreis ist am Freitagnachmittag von der Erholung des Dollar belastet worden. Die Notierung rutschte um 2,3 Prozent auf 1178,75 Dollar ab. Ein überraschend guter US-Arbeitsmarktbericht hatte zuvor die US-Währung gestützt: Die deutliche Erholung des Dollar sorgte auch dafür, dass der Dow Jones einen Teil seiner frühen Gewinne wieder abgab.

20.30 Uhr: Die US-Börsen haben am Freitag nach einem schwungvollen Start leichte Gewinne verteidigen können. Der stärkere Dollar verdarb den Investoren jedoch den Appetit auf riskantere Geschäfte und machte vor allem Rohstofftiteln zu schaffen. Der Dow Jones  gewann bis zum New Yorker Nachmittag 0,2 Prozent auf 10382 Punkte. Der breiter gefasste S&P-500-Index stieg um 0,2 Prozent auf 1102 Zähler. Der Technologie-Index Nasdaq Composite  legte 0,5 Prozent auf 2183 Stellen zu.

18.30 Uhr: Niedersachsen rechnet nach der Verschmelzung von VW und Porsche mit einem höheren Landesanteil an dem neuen Konzern. "Ich gehe von einer Anteilsstruktur aus, bei der der Anteil des Landes leicht ansteigt", sagte Ministerpräsident Christian Wulff am Freitag in Hannover. Auf Nachfragen präzisierte er, die Beteiligung werde dann möglicherweise bei 22 Prozent liegen. Das Land werde keine Anteile hinzukaufen, die höhere Beteiligung komme durch die Bewertung zustande, machte Wulff deutlich. Niedersachsen ist derzeit mit 20 Prozent zweitgrößter VW-Eigner nach Porsche mit einer Beteiligung von knapp 51 Prozent. Die Familien Porsche und Piech dürften nach der Verschmelzung von Volkswagen und der Porsche SE auf einen Anteil von "30 Prozent plus" an dem neuen Konzern kommen, sagte Wulff, der im VW-Aufsichtsrat die Landesbeteiligung vertritt.

18.05 Uhr: Der Dow Jones (Kurswerte anzeigen) hat seine Gewinne mittlerweile wieder abgegeben und notiert leicht unter Vortagsniveau.

17.45 Uhr: Dank überraschend positiver US-Konjunkturdaten hat der der Dax am Freitag mit Kursgewinnen ins Wochenende verabschiedet. Er beendete den Xetra-Handel 0,8 Prozent höher bei 5817,65 Punkten. Im Vergleich zum Vorwochenschluss gewann er damit 2,3 Prozent.

16.45 Uhr: An der Wall Street bauen die wichtigsten Indizes ihre Gewinne aus. Der Dow Jones  legte zuletzt 1,1 Prozent zu, und der Dax  in Frankfurt kletterte über die Marke von 5800 Zählern. Grund sind ausgesprochen positive Daten vom US-Arbeitsmarkt.

16.00 Uhr: Die Lage am Arbeitsmarkt in den USA hat sich im November unerwartet aufgehellt. Die Arbeitslosenquote sank im Verlauf des Monats von 10,2 auf 10,0 Prozent, wie das Arbeitsministerium am Freitag in Washington bekannt gab. Der Abbau von Arbeitsplätzen kam dabei praktisch zum Stillstand: Im Verlauf des Monats gingen der Statistik zufolge 11. 000 Arbeitsplätze in den USA verloren. Dies war der geringste Nettoverlust an Arbeitsplätzen seit Dezember 2007, als die Rezession in den USA offiziell begann.

Im Oktober war noch ein Verlust von 111.000 Jobs verzeichnet worden, im September von 139. 000 Stellen. Im Bereich der Dienstleistungen - der größten Sektor in den USA - nahm die Zahl der Beschäftigten im November um 58.000 zu. Dennoch werden die USA voraussichtlich noch viele Jahre mit der hohen Arbeitslosigkeit zu kämpfen haben.

15.30 Uhr: Der Präsident des Instituts für Wirtschaftsforschung Halle, Ulrich Blum, hat erhebliche Zweifel an einem unmittelbaren Wirtschaftswachstum durch das Steuerpaket der Bundesregierung. Er sagte, am sinnvollsten seien noch Nachbesserungen bei der Erbschaftssteuer. Davon werde der Osten langfristig profitieren. Der Bundestag hat am Freitag ein Steuerpaket gebilligt, wonach Steuersenkungen für Familien, Firmen und Erben von bis zu 8,5 Milliarden Euro geplant sind.

14 Uhr: Der Anstieg der Arbeitslosigkeit in den USA hat sich im November deutlich abgeschwächt. Die größte Volkswirtschaft der Welt büßte 11.000 weitere Stellen ein, teilte das US-Arbeitsministerium mit. Im Vormonat gingen noch 190.000 Jobs verloren. Die Arbeitslosenquote ging von zuvor 10,2 Prozent auf 10 Prozent zurück.

Gold weiter über 1200 Dollar

13 Uhr: Die Ölpreise haben am Freitag vor dem US-Arbeitsmarktbericht schwächer tendiert. Ein Barrel (159 Liter) der US-Referenzsorte West Texas Intermediate (WTI) zur Auslieferung im Januar kostete gegen Mittag 75,77 US-Dollar. Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent sank um 51 Cent auf 77,85 Dollar.

12.15 Uhr: Der chinesische Autobauer BAIC bekommt einen Milliardenkredit von der Bank of China. Insgesamt handele es sich um 20 Milliarden Yuan (rund 1,9 Milliarden Euro), teilte die Bank mit. Die Kreditlinie sei dazu gedacht, "die Entwicklung von BAIC zu unterstützen". Der Autobauer soll zu den Interessenten des angeschlagenen schwedische Autoherstellers Saab gehören. Saab hatte gerade vom US- Mutterkonzern General Motors (GM) eine letzte Frist von 30 Tagen zum Überleben erhalten. BAIC äußerte sich nicht zur Verwendung des Kredits.

12 Uhr: Der Preis für die Feinunze Gold hat sich am Freitag über der Marke von 1200 Dollar gehalten. Gegenüber dem späten Vortagesgeschäft gab die Notierung allerdings um 0,3 Prozent auf 1204 Dollar nach, was Händler mit Gewinnmitnahmen begründeten.

11.45 Uhr: Der Bundestag hat dem umstrittenen Steuerpaketder schwarz-gelben Koalition zugestimmt. In namentlicher Abstimmung billigte das Parlament am Freitag mit der Mehrheit von Union und FDP das Wachstumsbeschleunigungsgesetz. Familien, Firmen und Erben sollen um bis zu 8,5 Milliarden Euro entlastet werden. Offen ist, ob die Länder am 18. Dezember im Bundesrat grünes Licht geben.

11.30 Uhr: Rund 15.000 Mitarbeiter des Daimler- Werkes in Sindelfingen sind am Freitag für den Erhalt ihrer Arbeitsplätze auf die Straße gegangen. Laut IG Metall nahmen fast alle Beschäftigten der Früh- und der Normalschicht an dem Demonstrationsmarsch teil. Der Protest richtet sich gegen Pläne der Daimler-Spitze, den Bau der Mercedes-C-Klasse von 2014 an von Sindelfingen nach Bremen und in die USA zu verlagern.

11 Uhr: Die Krise hat die deutsche Wirtschaft laut Bundesbank weniger stark getroffen als gedacht. In diesem Jahr werde das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 4,9 Prozent schrumpfen, teilte die Bundesbank in ihrem Monatsbericht mit. Bislang hatte die Notenbank ein Minus von 6,0 Prozent vorhergesagt. Für 2010 seien die Aussichten gut: Die Exporte dürften anziehen, die Firmen mehr investieren und der Konsum werde zulegen. Die Bundesbank erwartet ein kräftiges Plus von 1,6 Prozent statt wie bisher Stagnation. Allerdings werde die Arbeitslosigkeit in nächster Zeit über vier Millionen klettern.

10.30 Uhr: Österreich plant2010 nach Angaben ihrer Bundesfinanzierungsagentur die Ausgabe von Bundesanleihen in einem Volumen zwischen 21 und 25 Milliarden Euro. Die erste Auktion ist für den 12. Januar 2010 vorgesehen. Die mit höchster Bonitätsstufe bei allen Ratingagenturen versehene Republik Österreich ist damit traditionell unter den ersten Emittenten am Kapitalmarkt.

10.00 Uhr: Britische Banken haben laut einer Zwischenbilanz umgerechnet fast eine Billion Euro Staatshilfen bekommen. Seit Beginn der Finanzkrise vor etwa 15 Monaten hätten die Institute insgesamt 850 Milliarden Pfund aus Rettungsprogrammen erhalten, teilte der britische Rechnungshof mit. Der größte Anteil (131 Milliarden Pfund) wurde demnach für die teilweise oder vollständige Verstaatlichung von Banken ausgegeben.

9.30 Uhr: Deutschland steuert 2010 offenbar auf eine Rekordneuverschuldung von 6 Prozent des Bruttoinlandsprodukts hin. Im laufenden Jahr könnte die Defizitgrenze der EU von 3 Prozent aber doch noch knapp eingehalten werden. Dies gehe aus der Vorlage für den kommende Woche tagenden Finanzplanungsrat hervor, berichtete das "Handelsblatt".

Toyota nimmt Abstand von Gewinnzielen

8.30 Uhr: Der weltgrößte Autobauer T oyota  hat Abstand von seinen Gewinnzielen genommen. Angesichts des starken Anstiegs des Yen und der unsicheren US-Wirtschaftslage sei es fraglich, ob das Unternehmen die erhoffte Ergebniserholung verwirklichen könne, sagte Vizepräsident Yukitoshi Funo. Nach dem voraussichtlich zweiten Jahresverlust in Folge hatte Toyota für das kommende Geschäftsjahr ab April 2010 bislang eine Rückkehr in die schwarzen Zahlen angepeilt. Nach den Worten Funos hat der Währungseffekt eine Erholung bei der Fahrzeugproduktion jedoch zunichtegemacht.

7.30 Uhr: Nach dem Kursrutsch im späten Handel der Wall Street dürfte der deutsche Aktienmarkt am Freitag schwächer starten. Händler taxierten den Dax am Morgen 0,73 Prozent tiefer bei 5728 Punkten. Am Vortag war der Leitindex trotz eines starken Auftakts letztlich zum dritten Mal binnen kurzer Zeit an der Marke von 5800 Punkten gescheitert. Im US-Handel führten insbesondere Finanztitel die Abwärtsbewegung an. Den Markt belasteten Aussagen des US-Notenbankchef Ben Bernanke, sagte ein Händler. Kommentare zur Arbeitslosigkeit seien gerade vor dem am heutigen Freitag anstehenden US-Arbeitsmarktbericht mit Sorge aufgenommen worden.

6 Uhr: Die deutschen Opel-Mitarbeiter sollen nach den Vorstellungen des Mutterkonzerns General Motors (GM) die Hauptlast des fest vom US-Konzern einkalkulierten Sparbeitrags der Arbeitnehmer von insgesamt 265 Millionen Euro pro Jahr tragen. Wie aus dem vorläufigen Konzept des Konzerns hervorgeht, das dem "Handelsblatt" (Freitagausgabe)vorliegt, wollen die Amerikaner allein von den deutschen Mitarbeitern, die etwa die Hälfte der Belegschaft in Europa ausmachen, etwa 177 Millionen Euro an Einsparungen einsammeln. Das soll zum Beispiel durch den Wegfall von übertariflichen Leistungen geschehen.

5 Uhr: Die Deutsche Bank  will den von ihr in die Diskussion gebrachten Hilfsfonds zur Stärkung des Eigenkapitals von mittelständischen Unternehmen zu großen Teilen selbst füllen. Nach Informationen des "Handelsblatts" will das Institut 300 Millionen Euro in den Fonds stecken. Vertreter der Sparkassen machten laut Zeitung bei den Gesprächen in Berlin deutlich, dass sie kein Interesse haben, an der Initiative mitzuwirken. Auch die Genossenschaftsbanken hätten signalisiert, dass sie vor allem eigene Modelle verfolgten.

3.45 Uhr: Die Aktienbörse in Tokio hat am Freitagvormittag angesichts der Abschwächung des Yen weiter zugelegt. Der Nikkei stieg zur Handelsmitte wieder knapp über die psychologisch wichtige Marke von 10.000 Punkten. Im frühen Devisengeschäft tendierte der Dollar fester bei 88,27-28 Yen nach 88,21-31 Yen am späten Vortag. Der Euro notierte leichter bei 1,5062-64 Dollar nach 1,5116-18 Dollar am Vortag. Zum Yen lag er dagegen fester bei 132,95-97 Yen nach 132,65-69 Yen am späten Vortag.

03 Uhr: Jedes vierte deutsche Unternehmen plant in den kommenden zwölf Monaten einen Abbau von Arbeitsplätzen. Das ergab eine Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) unter mehr als 20.000 Unternehmen, wie die Tageszeitung "Die Welt" (Dienstagausgabe) berichtet. Vom Stellenabbau sind demnach vor allem gering qualifizierte Arbeitnehmer in der Industrie betroffen. Höherqualifizierte mit Hochschulabschluss brauchten sich dagegen kaum Sorgen um ihre Beschäftigung machen. In diesem Segment wollen die Unternehmen unter dem Strich mehr Mitarbeiter einstellen als entlassen.

01 Uhr: Die Deutsche Börse hat am späten Donnerstagabend im Zuge ihrer Indexüberprüfung entschieden, dass die Aktie von Teleplan mit Wirkung zum 21. Dezember 2009 in den SDax  aufgenommen wird. Die Aktie von MPC wird dafür den Index verlassen, wie das Unternehmen mitteilte. Der nächste Termin für die Überprüfung der Aktienindizes ist der 3. März 2010.

manager-magazin.de mit Material von Nachrichtenagenturen

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