Insolvenzverfahren Karstadt verliert 13 Häuser

Karstadt-Insolvenzverwalter Klaus Hubert Görg hat grünes Licht für den Sanierungsplan der Essener Warenhauskette gegeben. 120 Waren- und Sporthäuser des Unternehmens sollen fortgeführt, 13 andere geschlossen werden. Von den derzeit 26.200 Karstadt-Arbeitsplätzen werden 1200 gestrichen.

Essen - Die insolvente Warenhausgruppe Karstadt schließt sieben Filialen und drei Standorte und geht mit 120 Häusern auf Investorensuche. Wie die Insolvenzverwaltung am Dienstag mitteilte, sollen bundesweit 86 Warenhäuser, 26 Sporthäuser und 8 Schnäppchencenter mit über 25 000 Arbeitsplätzen nach einem Insolvenzplanverfahren fortgeführt werden.

Entsprechende Eckpunkte seien in dieser Woche mit den Vermietern vereinbart worden. Lieferanten, Dienstleister und Arbeitnehmer hatten bereits in den vergangenen Wochen ihre jeweiligen Sanierungsbeiträge vereinbart.

Geschlossen würden zum Frühjahr 2010 die drei Standorte Kaiserslautern, Ludwigsburg und ein Warenhaus in Hanau mit insgesamt 385 Beschäftigten, sagte Rolf Weidmann, Beauftragter des Insolvenzverwalters für den Warenhausbereich.

In Celle, Dortmund, Hamburg, Hannover, Kiel, München und Recklinghausen würden einzelne Filialen mit insgesamt fast 800 Beschäftigten zum 31. März 2010 aufgegeben. Ein Teil dieser Häuser war bereits auf der Gläubigerversammlung von Karstadt am 10. November genannt worden. Dort war auch die Schließung der Multimedia-Fachmärkte in Berlin-Biesdorf, in Braunschweig und Stuttgart angekündigt worden.

Durch die Sanierungsbeiträge der Gläubigergruppen könnten einige Filialen mit insgesamt 1700 Mitarbeitern weitergeführt werden, die ursprünglich auf der Prüfliste gestanden hätten, sagte Weidmann.

"Auf Grundlage der heute bekanntgegebenen Entscheidungen werden wir nun einen Insolvenzplan ausarbeiten und aktiv den Investorenprozess aufgreifen", sagte Weidmann. Beide Prozesse könnten im Frühjahr 2010 erfolgreich abgeschlossen sein, während die strukturellen und operativen Sanierungsmaßnahmen konsequent weiter umgesetzt würden.

manager-magazin.de mit Material von dpa

Die Wiedergabe wurde unterbrochen.