Automarkt Volkswagen investiert in Brasilien

Volkswagen setzt weiter auf die Expansion in Schwellenländern. In Brasilien will der Konzern mehr als zwei Milliarden Euro in den Ausbau von Fabriken investieren. Die weltweite Autokrise geht an dem südamerikanischen Land bislang vorbei.

Wolfsburg - Europas größter Autobauer Volkswagen  investiert in Brasilien 2,3 Milliarden Euro in den Ausbau seiner Fabriken und neue Produkte. Die Summe ist Teil des vor einer Woche bekannt gegebenen Investitionspakets des Konzerns über insgesamt rund 25,8 Milliarden Euro.

"Mit diesen Investitionen wird der Volkswagen-Konzern seine führende Wettbewerbsposition in Brasilien nachhaltig stärken", wird VW-Chef Martin Winterkorn in der Unternehmensmitteilung vom Freitag zitiert.

Bis 2014 wollen die Wolfsburger ihre Verkäufe in Brasilien auf rund eine Million Fahrzeuge jährlich steigern. "Brasilien ist einer unserer wichtigsten Wachstumsmärkte weltweit. Wir erwarten dort für die nächsten Jahre deutliche Nachfragesteigerungen, auf die wir unsere Produktionskapazitäten jetzt konsequent ausrichten", sagte Winterkorn.

Staatliche Stützungsmaßnahmen wie Steuererleichterungen haben die Brasilianer in die Autohäuser gelockt. Damit gehört Brasilien in diesem Jahr inmitten der weltweiten Branchenkrise zu den Wachstumsmärkten.

Den Angaben zufolge ist VW schon jetzt der größte Fahrzeughersteller des Landes und will im laufenden Jahr vor Ort rund 800.000 Fahrzeuge produzieren. Nach China und Deutschland ist Brasilien der drittgrößte Markt für den VW-Konzern.

In den ersten zehn Monaten des laufenden Jahres wurden rund 529.000 Autos der Kernmarke Volkswagen ausgeliefert, knapp 16 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Marktanteil legte um 1,7 Prozent auf über ein Viertel zu.

manager-magazin.de mit Material von dpa-afx

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