Dienstag, 23. Juli 2019

Dubai-Krise Weltmärkte blicken in die Wüste

2. Teil: "Wir verstehen die Unruhe der Märkte und besonders der Gläubiger"

Auch Baufirmen wie Obayashi in Japan gerieten mit Dubai ins Wanken: Wegen drohender Probleme mit Projekten in dem Emirat wurde der Konzern heruntergestuft und an der Börse kräftig abgestraft - die Titel fielen 8,7 Prozent. Die Wechselkursbewegungen machten ihm große Sorgen und Japan könnte darauf reagieren, sagte Finanzminister Hirohisa Fujii am Freitag. Konkrete Angaben machte er aber nicht.

Zudem brachte er eine gemeinsame Erklärung der sieben führenden Industriestaaten (G7) und eine Absprache mit den zuständigen Partnern in Europa und den USA zur Sprache. Finanzministerium und die Bank of Japan holten Marktteilnehmern zufolge am Morgen bei den Geschäftsbanken Informationen über den Dollar-Kurs ein. Ein starker Yen verteuert die Exporte der zweitgrößten Volkswirtschaft. Entsprechend trennten sich die Anleger von Exporttiteln wie Honda. Der Autobauer gab 3,8 Prozent nach.

Die Wall Street entkam dem Dubai-Sog vorerst, weil die Börse wegen des Thanksgiving-Feiertags geschlossen blieb. Doch auch hier war die Aussicht negativ: S&P-Futures gaben drei Prozent nach.

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