Siemens Keine baldige Erholung der Industriesparte

Der Technologiekonzern Siemens rechnet in seiner wichtigen Industriesparte nicht mit einer baldigen Erholung. Wie aus einer am Dienstag veröffentlichten Präsentation von Finanzchef Joe Kaeser für Investoren in Tokio hervorgeht, werden die entsprechenden Märkte in absehbarer Zeit nicht wieder das Niveau von 2008 erreichen.

München - Die kleineren Segmente Energie und Gesundheit böten dagegen mehr Stabilität. Siemens  müsse seine Kostenstrukturen an die krisenbedingten Veränderungen anpassen. Details wurden nicht genannt.

Konzernchef Peter Löscher hatte zuletzt bereits gesagt, es werde keinen weiteren großangelegten Stellenabbau geben, aber Kürzungen in bestimmten Bereichen und an manchen Standorten. In Reaktion auf die weltweite Wirtschaftskrise hatte Siemens im Sommer 2008 den Abbau von weltweit 17.000 Arbeitsplätzen in der Verwaltung und dem Vertrieb beschlossen. Der Konzern hat rund 409.000 Mitarbeiter, davon etwa 128.000 in Deutschland.

Anfang Dezember werden Geschäftszahlen für das Krisenjahr 2009 erwartet. Dann will der Vorstand auch einen Ausblick auf 2010 wagen.

manager-magazin.de mit Material von reuters