Banken UBS-Chef will zurück in die Weltspitze

In der Finanzkrise hat das Geldhaus mehr als 50 Milliarden Dollar Abschreibungen hinnehmen müssen, doch trotz der gigantischen Summe hat die UBS wieder Großes vor: Spätestens 2014 soll der einstige Stolz der Schweiz wieder zu den Topbanken der Welt gehören,

Zürich - Die Schweizer Großbank UBS will über eine Zeitspanne von drei bis fünf Jahren einen Vorsteuergewinn von rund 15 Milliarden Franken erreichen. Das sind umgerechnet rund zehn Milliarden Euro. Die Eigenkapitalrendite soll 15 bis 20 Prozent ereichen.

Schaffen will der Ende Februar angetretene UBS-Konzernchef Oswald Grübel dieses Ziel nach Angaben vom Dienstag durch Gewinnsteigerungen in allen Geschäftsbereichen. Die Investmentbank, die dem Konzern in der Finanzkrise Abschreibungen und Verluste von mehr als 50 Milliarden Dollar beschert hatte, soll auf einen Gewinn vor Steuern von sechs Milliarden Franken kommen.

Das durch anhaltende Verluste und den Steuerstreit mit den USA angeschlagene Vertrauen reicher Kunden soll zurückgewonnen werden und der Bereich Wealth Management & Swiss Banking soll auf einen Vorsteuergewinn von 6,5 Milliarden Franken kommen. Die Bank setzt sich zum Ziel, jährlich Nettoneugeld im Umfang von 5 Prozent des Bestandes hereinzuholen. Die Bruttomarge soll dabei bei 100 Basispunkten liegen.

Mit den Zielen, die Grübel und leitende Topmanager der Bank an diesem Dienstag auf einem Investorentag in seinen Einzelheiten darstellen wollen, will UBS einen Schlussstrich unter die Finanzkrise ziehen. Diese hatte der Bank seit Anfang 2008 einen Verlust von insgesamt knapp 25 Milliarden Franken eingebracht und viele Arbeitsplätze gekostet.

Der Konzern, der Ende 2007 noch 83.500 Angestellte zählte, will 2010 noch rund 65.000 Menschen beschäftigen. Vor gut einem Jahr mussten Regierung und Nationalbank UBS mit Milliardenbeträgen unter die Arme greifen.

manager-magazin.de mit Material von reuters