Fraport Streik am Frankfurter Flughafen verhindert

Flugpassagiere in Frankfurt müssen nicht mehr mit einem Streik des Bodenpersonals rechnen. Flughafenbetreiber Fraport und die Gewerkschaften einigten sich auf ein Zukunftskonzept der defizitären Sparte. Anleger reagieren erleichtert.

Frankfurt am Main - Mit einem Verhandlungsmarathon haben der Flughafenbetreiber Fraport  und die Gewerkschaften einen Streik am größten deutschen Flughafen in Frankfurt abgewendet. Für die rund 5500 Mitarbeiter der Bodendienste sei eine Einigung erzielt worden, teilte das Unternehmen am Montag mit. Fraport-Chef Stefan Schulte, Arbeitsdirektor Herbert Mai und Verdi-Fachbereichsleiter Gerold Schaub wollten das Ergebnis im Laufe des Tages vorstellen, wie Fraport am Montag mitteilte.

Bei den am Sonntagabend abgeschlossenen Verhandlungen ging es um die Zukunft der Bodenverkehrsdienste. Fraport hatte mit der Ausgliederung des defizitären Geschäftsfeldes gedroht und von den Arbeitnehmern Kostensenkungsbeiträge verlangt.

Fraport bezifferte den Verlust der Sparte in den ersten neun Monaten dieses Jahres auf 4,5 Millionen Euro. Zu den Aufgaben des Bodendienstes gehören unter anderem das Betanken, Reinigen und Beladen der Flugzeuge.

Verdi hatte während der Verhandlungen mit Streiks gedroht. Die Gewerkschaft wollte zusätzliche Schutzmechanismen vor der Ausgliederung weiterer Unternehmensteile erreichen, wenn schon Lohnabschläge für neue Mitarbeiter hingenommen werden müssten. Parallel verhandelte die Fraport mit dem Betriebsrat über Schutzvorschriften für die bisherigen Mitarbeiter, deren Gehälter eingefroren werden sollten. Die Beschäftigten haben der Tarifeinigung noch nicht zugestimmt.

Fraport-Aktien haben am Montag mit plus 2,49 Prozent auf 34,15 Euro zu den Favoriten im MDax  gezählt.

manager-magazin.de mit Material von dpa-afx und ap