Tagesticker Fondsmanager warnt vor Derivate-Blase

Bundesbank-Vize Franz-Christoph Zeitler warnt Banker, Geschäfte wie vor der Finanzkrise einzugehen. Ein Schweizer Finanzexperte warnt vor Manipulationen und Preisblasen auf dem Derivatemarkt. Die Bundesjustizministerin fordert ein eigenständiges Datenschutzgesetz für Arbeitnehmer. Verfolgen Sie den Tagesticker auf manager-magazin.de.

21.30 Uhr: Die Kurse von US-Staatsanleihen haben am Montag einem uneinheitlichen Handelsstart zugelegt. Aussagen von US-Notenbankchef Ben Bernanke hätten Auftrieb gegeben, hieß es am Markt. Bernanke hatte gesagt, die Notenbank werde den Kursverlust des US-Dollar genau beobachten.

20.30 Uhr: Die Bundesbank hat die Branche auf ein schwieriges Jahr 2010 eingestimmt. Die Gewinne der vergangenen Monate hätten sich vor allem auf Handelserträge und Wertaufholungen gestützt, sagte Bundesbank-Vizepräsident Franz-Christoph Zeitler. "Die Nachhaltigkeit dieser Entwicklung bleibt abzuwarten." Zeitler warnte vor einer Rückkehr zum Geschäft vor der Finanzkrise.

20 Uhr: Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) hat sich zuvor im Deutschlandradio Kultur für ein eigenständiges Arbeitnehmerdatenschutz ausgesprochen. Nötig sei eine sichere Rechtsgrundlage, "damit dann Arbeitgeber genau wissen, was sie dürfen und was sie nicht dürfen", sagte die Ministerin.

19.20 Uhr: Das große Volumen an Derivaten auf Rohstoffe könnte einem Fondsmanager zufolge mittelfristig zur Entstehung von Preisblasen beitragen. Viele dieser Instrumente seien mit anderen Finanzinstrumenten unterlegt. Dies erhöhe das Gegenparteirisiko. "Ich bin unsicher, ob alle ihre Verpflichtungen erfüllen können", sagte Roland Jansen vom Schweizer Vermögensverwalter Mother Earth Investments. "Ich gehe davon aus, dass wir Manipulationen und Skandale erleben werden."

18.30 Uhr: Zwei der fünf Call-Center von Quelle haben einen neuen Eigentümer gefunden. Die Standorte in Cottbus und Emden würden vom Outsourcing-Dienstleister Walter Services übernommen, teilte Arcandor-Insolvenzverwalter Klaus Hubert Görg mit.

18 Uhr: US-Notenbankpräsident Ben Bernanke hat eine Fortsetzung der Nullzinspolitik signalisiert. "Wir werden den Leitzins für einen ausgedehnten Zeitraum auf einem außergewöhnlich niedrigem Niveau belassen", sagte Bernanke. Der Preisdruck dürfte aufgrund der Wirtschaftsschwäche und der verhaltenen Inflationserwartungen niedrig bleiben.

Dax legt deutlich zu

17.30 Uhr: Mit frischem Schwung ist der deutsche Aktienmarkt in die Handelswoche gestartet. Der Dax  gewann 2,1 Prozent auf 5805 Punkte. Der MDax (Kurswerte anzeigen) stieg um 1,8 Prozent auf 7440 Zähler, und der TecDax (Kurswerte anzeigen) verbesserte sich um 2,7 Prozent auf 782 Punkte.

16.15 Uhr: Mercedes-Benz tritt 2010 mit einem neuen Team zur Formel-1-Weltmeisterschaft an. Zusammen mit seinem Großaktionär Aabar Investments erwirbt die Daimler AG  einen Mehrheitsanteil am Rennstall Brawn GP, wie das Unternehmen am Montag mitteilte. Das neuformierte Team werde von Ross Brawn geleitet.

15 Uhr: Die Aktionäre des weltgrößten Chipherstellers Intel (Kurswerte anzeigen) profitieren von der branchenweiten Erholung. Die Quartalsdividende werde um 12,5 Prozent auf 15,75 Cent pro Aktie angehoben, teilte der Konzern mit. Das erste Mal sollen die Anteilseigner im ersten Vierteljahr 2010 von der höheren Ausschüttung profitieren.

14.00 Uhr: Der US-Autohersteller General Motors (GM) hat seit dem Neustart Mitte Juli rote Zahlen geschrieben. Wie die Opel-Mutter am Montag mitteilte, fiel zwischen dem 10. Juli und dem 30. September ein Verlust vor Zinsen, Steuern und Sonderposten von 261 Millionen Dollar (176 Millionen Euro) an. Nach Sonderposten lag der Fehlbetrag bei 1,0 Milliarden Dollar und nach Steuern bei 1,15 Milliarden Dollar. In diesem Zeitraum nahm GM 26,35 Milliarden Dollar ein.

12.30 Uhr: Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann hält einen europäischen Banken-Notfallfonds für denkbar. Damit könne eine geordnete Abwicklung von Instituten im Falle einer Finanzkrise finanziert werden, sagte Ackermann auf dem Bankenkongress "Euro Finance Week". Falsch sei dagegen die Aufteilung großer Banken in viele kleinere Institute.

12 Uhr: Der Hamburger Waggonvermieter VTG stellt nach einer Geschäftsbelebung im dritten Quartal eine Dividende in Aussicht. "Wir werden der Hauptversammlung auf jeden Fall einen Dividendenvorschlag machen", sagte Vorstandschef Heiko Fischer der Nachrichtenagentur Reuters .

11.30 Uhr: Der US-Netzwerkausrüster Cisco (Kurswerte anzeigen) will mit einer höheren Übernahmeofferte den Widerstand der Aktionäre des norwegischen Videokonferenzen-Spezialisten Tandberg brechen. Ciscos neues Angebot bewertet das Unternehmen mit knapp 19 Milliarden norwegischen Kronen, das sind umgerechnet rund 2,3 Milliarden Euro.

Bundesbankchef will Plan gegen Staatshilfen entwickeln

11 Uhr: Günstigere Energiepreise haben den Verbrauchern in der Euro-Zone im Oktober erneut sinkende Lebenshaltungskosten beschert. Die Verbraucherpreise gaben verglichen mit dem Vorjahr um 0,1 Prozent nach, wie das Statistikamt Eurostat nach endgültigen Berechnungen mitteilte. Allein Energie kostete 8,5 Prozent weniger als vor Jahresfrist.

10.40 Uhr: Bundesbankpräsident Axel Weber hat einen schrittweisen Ausstieg aus den immensen Sonderhilfen zur Bewältigung der globalen Wirtschaftskrise gefordert. Auf der konzeptionellen Ebene müsse nun der Einstieg in den Ausstieg der Maßnahmen geschaffen werden, sagte Weber am Montag auf dem Bankenkongress "Euro Finance Week" in Frankfurt. "Wird der richtige Zeitpunkt für den Ausstieg verpasst, besteht die Gefahr, dass neue Verwerfungen entstehen", sagte Weber.

10.10 Uhr: Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) hat die Banken aufgefordert, der Wirtschaft mehr Geld zur Verfügung zu stellen. "Die Kreditvergabe muss wieder so laufen wie vor der Krise", sagte Brüderle am Montag in Frankfurt auf dem Bankenkongress "Euro Finance Week". Die Kreditvergabe sei Aufgabe der Geschäftsbanken, betonte Brüderle. Die staatliche KfW-Bankengruppe könne hier nur helfen.

9.45 Uhr: Der Mischkonzern Evonik federt mit seinem Sparprogramm die Folgen der Wirtschaftskrise ab und hat seinen Gewinn gesteigert. Der Umsatz brach zwar um 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 3,3 Milliarden Euro ein - doch legten die Erlöse gegenüber dem zweiten Quartal 2009 wieder um 8 Prozent zu. Dank seines Sparprogramms konnte der Konzern erstmals in diesem Jahr das operative Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr steigern. Das Ebit legte auf 430 (327) Millionen Euro zu, der Überschuss kletterte auf 168 (72) Millionen Euro.

9 Uhr: Unterstützt von kräftigen Kursgewinnen bei ThyssenKrupp  hat der Dax  zur Eröffnung am Montag zugelegt. Der Leitindex gewann in den ersten Handelsminuten 1,1 Prozent auf 5750 Punkte. Die Aktien von Thyssen verteuerten sich nach einem positiven Analystenkommentar um 3,6 Prozent auf 24,69 Euro.

Autohersteller verbuchen Absatzplus in Europa

8.30 Uhr: Der Norweger Oystein Loseth (51) wird neuer Chef beim schwedischen Energiekonzern Vattenfall. Er löst den wegen massiver Probleme bei der deutschen Vattenfall-Tochter in die Kritik geratenen Lars G. Josefsson (59) ab. Wie in Stockholm mitgeteilt wurde, soll Josefsson bis Sommer 2010 im Amt bleiben. Vorher werde sich Loseth als Vize-Konzernchef "einarbeiten". Er leitet derzeit die neue niederländische Vattenfall-Tochter Nuon.

8 Uhr: Die Autohersteller haben in Europa im Oktober weiter von staatlichen Subventionen profitiert. Die Zahl der Neuzulassungen sei in ganz Europa um 11 Prozent auf 1,26 Millionen Fahrzeuge geklettert, teilte der Verband der europäischen Automobilhersteller (ACEA) am Montag in Brüssel mit. Damit konnte das Minus im Jahresverlauf auf 5 Prozent eingedämmt werden. Insgesamt wurden im Zeitraum von Januar bis September 12,21 Millionen Autos ausgeliefert. Die größten Zuwächse gab es dabei im vergangenen Monat in Großbritannien (plus 31,6 Prozent), Spanien (plus 26,4) und Deutschland (plus 24,1), dem größten Automarkt in Europa.

7.45 Uhr: Der Goldpreis  ist zu Wochenbeginn auf ein neues Rekordhoch gestiegen. Eine Feinunze (31,1 Gramm) des Edelmetalls kostete am Montagmorgen bis zu 1130,25 US-Dollar und damit so viel wie noch nie. Damit wurde der alte Rekord vom vergangenen Donnerstag um fast acht Dollar übertroffen.

7.30 Uhr: Der Luftfahrt- und Rüstungskonzern EADS  macht sein Abschneiden in diesem Jahr vor allem vom verspäteten Militärtransporter A400M und dem Passagierflieger Airbus A380 abhängig. Wegen der Unsicherheit um die möglichen Aufwendungen für die beiden Flugzeugprogramme könne das Management keine Prognose für das operative Ergebnis treffen, teilte EADS am Montag in München mit. Solche Einmaleffekte herausgerechnet, soll der Gewinn vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und außerordentlichen Posten bei zwei Milliarden Euro liegen.

7.15 Uhr: Die Börsen in Fernost haben uneinheitlich tendiert. Der Nikkei  der 225 führenden Werte ging mit einem leichten Plus von 0,2 Prozent auf 9791 Punkte aus dem Handel. Der breiter gefasste Topix-Index  hingegen schloss mit Abschlägen von 0,7 Prozent auf 860 Zähler. Fester notierten die Märkte in Australien, Taiwan, Südkorea, Hongkong, Shanghai und Singapur.

7 Uhr: Japans Wirtschaft erholt sich stärker als erwartet. Das Bruttoinlandsprodukt legte im dritten Kalenderquartal mit einer Jahresrate von 4,8 Prozent überraschend deutlich zu, wie die Regierung am Montag bekanntgab. So stark wuchs die japanische Wirtschaft seit 2007 nicht mehr. Im Vergleich zum Vorquartal entspricht das einem Wachstum von 1,2 Prozent.

manager-magazin.de mit Material von Nachrichtenagenturen

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