Großbritannien FSA soll Bankerboni begrenzen

Die britische Finanzaufsicht soll in Zukunft dazu befugt sein, Bankerboni zu begrenzen. Die Behörde könne dann Verträge von Bankern auflösen, falls diese exzessive Bonuszahlungen enthielten, die das Finanzsystem gefährdeten, sagte der britische Schatzkanzler Alistair Darling.

London - Der im "Sunday Telegraph" geäußerte Vorschlag ist Teil eines neuen Finanzgesetzes, dass die Queen kommenden Mittwoch bei ihrer traditionellen Thronrede ankündigen soll. Die FSA könne dann Banken dazu auffordern, Vergütungen neu zu verhandeln oder die Institute bestrafen, falls sie weiter ungerechtfertigte Boni zahlen.

Banker müssten sich als "Mitbürger" verstehen, ihre Bonuszahlungen würden von der Öffentlichkeit als "aberwitzig" angesehen, sagte Darling. Die neue Regel würde kommendes Jahr in Kraft treten, falls das Gesetz bis zur nächsten Wahl das Parlament passiert. Sie soll für alle britischen Banken sowie internationale Banken, die in Großbritannien operieren, gelten.

In Großbritannien muss bis spätestens Juni 2010 gewählt werden. Mit Geldern der Steuerzahler waren in der Finanzkrise mehrere britische Banken vor dem Zusammenbruch gerettet worden.

manager-magazin.de mit Material von dpa-afx

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